PlayStation VR: Die Zusatzbox nimmt keinerlei Berechnungen vor

Marco Schabel 9

Kann sich das Virtual Reality-Headset PlayStation VR technisch behaupten? Nachdem es Gerüchte gab, die mitgelieferte Zusatzbox würde der PlayStation 4 die Rechenarbeit abnehmen und sie in Sachen Leistung der Konkurrenz näherbringen, wurde dies jetzt dementiert.

PlayStation VR PlayStation 4.

Die Virtuelle Realität soll in diesem Jahr so richtig durchstarten. Diverse Hersteller haben bereits oder werden noch ihre heiß erwarteten technischen Gerätschaften auf den Markt bringen. Allen voran stehen dabei die nicht gerade günstigen High End-Geräte Oculus Rift und HTC Vive, sowie die erwartungsgemäß für den Massenmarkt konzipierte PlayStation VR. Letztere wird sich bekanntlich ohne Weiteres nicht im Ansatz mit Oculus und HTC messen können, die das Headset im Umkehrschluss nicht einmal als Konkurrenz betrachten. Das liegt vorrangig an den technischen Limitierungen der Konsole, die Gerüchten zufolge aber durch eine mitgelieferte Zusatzbox aufgewogen werden sollten. Daran scheint aber offenbar nichts dran zu sein.

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Die Zusatzbox der PlayStation VR ist nur für das TV-Bild zuständig

PlayStation-VR-Box
Das zumindest hat jetzt Sonys Richard Marks verlauten lassen. Demnach dient die Zusatzbox, die die PlayStation VR mit der PlayStation 4 verbindet, nicht der Berechnung von Zwischenbildern, um zum Beispiel 90 oder 120 Hz sicherzustellen, sondern lediglich als Umwandler. Laut Marks werde so erst ermöglicht, dass die Bilder, die die Spieler auf den Displays der PlayStation VR sehen, auf dem Fernseher korrekt dargestellt werden. Zudem übernimmt sie die Verarbeitung der 3D-Sounds. Würde es diese Zusatzbox nicht geben, wäre das Bild auf dem TV sehr verzerrt, beziehungsweise könnte es aufgrund mangelnder Kompatibilität gar nicht angezeigt werden. Um das bestmögliche Bild im Headset anzeigen zu können, werde die komplette Berechnung von der Konsole übernommen, die dann ein verzerrtes Bild aussendet, welches wir dann als 3D-Umgebung wahrnehmen. Die PlayStation 4 leiste also die alleinige Arbeit.

Erscheint die PlayStation VR erst am Ende des Jahres?

Im Umkehrschluss bedeuten diese Aussagen allerdings auch, dass PlayStation VR-Spieler nicht unbedingtt die hochwertigen Spiele erwarten sollten, wie sie zum Beispiel auf dem PC möglich sind. Dies liegt an der im Vergleich starken Limitierung der PlayStation 4, die somit ihr eigenes System und die PlayStation VR befeuern muss, während gleichzeitig noch Spiele ausgeführt werden. Ob das Headset so zum Marktführer avancieren kann, bleibt abzuwarten. Geht es nach Analyst Michael Pachter sollte Sony mit dem richtigen Preis den Markt trotz ihrer Schwächen dominieren können, auch wenn er selbst keine gute Geschäftsidee erkennen kann. Noch ist dieser allerdings nicht enthüllt worden. Im Rahmen der GDC im März findet allerdings ein Event zum Headset statt, auf welchem dieser bekannt gegeben werden könnte.

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