Das VR-Headset

PlayStation VR kannst Du in kurzen, einfachen Schritten aufsetzen. Das Headset lässt sich am Kopfbügel auseinanderziehen, damit es auf so ziemlich jede Art von Kopf passt. Danach ziehst Du das Visier so nah an die Augen heran, bis das Bild möglichst scharf erscheint. Im Anschluss geht es an die Feinjustierung der Position auf dem Kopf, um die Bildqualität zu optimieren. Vor allem die Schrift sollte gut leserlich sein. Und über ein Rädchen am Kopfbügel lässt sich die VR-Brille fester ziehen, damit sie nicht verrutschen kann. Weitere Tipps zur Optimierung haben wir in einem gesonderten Artikel zusammengetragen.

Das Headset selbst wiegt 610 Gramm und der Großteil des Gewichts wird über die Stirn verteilt. Anders als bei der Konkurrenz, ist es nicht wie eine Taucherbrille angeschnallt, sondern sitzt sehr bequem auf dem Kopf und stört auch nach mehreren Stunden nicht. Nach etwa einer Stunde solltest Du aber ohnehin eine Pause einlegen. Vor allem anfangs wirst du diese Pause wahrscheinlich sogar freiwillig machen, denn der Ausflug in virtuelle Welten kann anstrengend sein und nach längerem Spielen sogar leichte Übelkeit hervorrufen. In den meisten Spielen gibt es mit der VR-Krankheit aber wenig Probleme, weil hastige Bewegungen vermieden werden. Mehr dazu gibt es in unserem Artikel über Gesundheitshinweise.

Das Visier lässt sich verschieben, was das Aufsetzen einfacher macht, bei der Feinjustierung hilft und Brillenträgern entgegen kommt.
Der Abstand zwischen Visier und Augen lässt sich verändern. Das macht das Aufsetzen einfacher, hilft bei der Feinjustierung und kommt Brillenträgern entgegen.

Weil das Visier von Sonys VR-Brille bewegt werden kann, ist es Dir zudem jederzeit möglich, eine kleine Pause einzulegen, ohne das ganze Headset gleich absetzen zu müssen. Die schmale Lücke, die nach unten zwischen Visier und Gesicht entsteht, schafft ein ausreichend großes Sichtfeld, um die Augen einen kurzen Moment auszuruhen. Dieser Spalt reicht aber beispielsweise auch aus, um Controller zu wechseln oder die eigene Position im Raum zu überprüfen. PlayStation VR hinterlässt durch diese Konstruktion außerdem keine Druckstellen im Gesicht.

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Die besten PlayStation VR-Spiele (PS VR)

Die VR-Erfahrung

Wenn Du das Headset das erste Mal aufsetzt und Dich im Hauptmenü der PlayStation 4 befindest, ist das zunächst wenig spektakulär. Mit der VR-Brille siehst Du im virtuellen Raum lediglich eine Art Leinwand, dessen Größe sich im Schnellmenü der Konsole anpassen lässt. Über diesen virtuellen Bildschirm lassen sich auch Filme schauen oder normale PS4-Spiele spielen, ohne den Fernseher zu nutzen. Die Welt um Dich herum verwandelt sich allerdings, so bald Du eine Anwendung oder ein Spiel startest, das mit VR-Unterstützung entwickelt wurde – dann bist Du plötzlich mittendrin im Geschehen.

Sich völlig frei in einer Welt umschauen zu können, ist ein ziemlich beeindruckendes Gefühl. Vor allem der neugierige Blick zurück gehört zu den vielen schönen Momenten mit dem VR-Headset. Die Spiele und Anwendungen für PlayStation VR können im Grunde alle im Sitzen gespielt werden, bei einigen ist die Immersion mit der Spielwelt aber größer, wenn Du dabei stehst. Dann zum Beispiel kannst Du Dich im engen Sichtfeld der Kamera sogar frei bewegen und die virtuelle Welt besser erkunden.

Spiegelnde Flächen wie Glastische oder aber Lichter im Sichtfeld der Kamera sorgen für die gleichen Probleme wie schon damals bei PlayStation Move.
Spiegelnde Flächen wie Glastische oder aber Lichter im Sichtfeld der Kamera sorgen für die gleichen Probleme wie schon damals bei PlayStation Move.

Dadurch, dass Sony auf Lichtleisten setzt, muss die Kamera natürlich diese Felder immer sehen können. Im Liegen, wenn Du etwa einen VR-Film schauen willst, kannst Du das Headset daher nur sehr umständlich nutzen. Außerdem ist es mir an einigen Stellen passiert, dass ich in der virtuellen Welt etwas mit dem Move-Controller greifen sollte, aber damit gleichzeitig mit meiner Hand die Lichtleisten am Headset verdeckt habe, was zu entsprechenden Fehlermeldung führt. In solchen Momenten wird man etwas unsanft aus dem VR-Traum herausgerissen.

Wie bereits erwähnt, können Lichtquellen und spiegelnde Oberflächen zu Problemen führen. Aber auch die aktuelle Software hat noch ein paar Kinderkrankheiten: In manchen Situationen hat sich die Ausrichtung meiner Position im Spiel während der Nutzung leicht verschoben. Nach einer Partie mit DriveClub schaute ich also nicht mehr frontal auf den Fernseher, sondern in einem Winkel von etwa 45 Grad. Dieser Fehler konnte auch nicht durch ein Zurücksetzen über die Optionstaste korrigiert werden, sondern erst durch einen Neustart der Software.