Samsung Portable SSD X5 im Test: Einmal husten, schon ist’s passiert

Sebastian Trepesch 2

Es gibt schöne Produkte, es gibt hässliche Produkte und es gibt ganz schön hässliche Produkte. In unserer Redaktion ist das Design der soeben vorgestellten externen Samsung Portable SSD X5 umstritten. Unumstritten ist dagegen die Geschwindigkeit des Thunderbolt-Speichers. Da staunt sogar das MacBook Pro. Unser Test:

Samsung Portable SSD X5 im Test: Einmal husten, schon ist’s passiert
Bildquelle: GIGA.

Ein Mal, wirklich nur ein Mal kurz gehustet – in dieser Zeit kopierte uns das MacBook Pro eine Filmdatei mit der Größe von 2 Gigabyte auf den externen Speicher. Da muss man schon mehr kopieren, damit sich das Zeitstoppen überhaupt lohnt. Bitte schön: 10,1 GB in 5,9 Sekunden. Respekt. Es ist zweifelsohne ein Profi-Produkt für alle, die viele Daten in sehr kurzer Zeit kopieren wollen – also zum Beispiel Video-Producer. Eine SSD, die sogar schneller als der interne Speicher der meisten Rechner ist, findet zudem als Start-Volume einen sinnvollen Einsatz. Wir durften die X5, die Samsung soeben veröffentlicht hat, bereits ein paar Tage testen.

Samsung Portable SSD X5 im Test: Unser Fazit

Die Samsung Portable SSD X5 (1 TB) offenbarte sich bei uns im Test als das schnellste Laufwerk, das wir jemals in der Redaktion hatten. Die Geschwindigkeit sorgt für das gute Gesamtergebnis. Und mit 500 GB, 1 TB oder 2 TB Kapazität bekommt man jede Menge Platz für Daten.

Wer mit der X5 Daten zwischen verschiedenen Rechnern transferieren möchte, muss aber genau hinsehen: Haben die Geräte alle eine Thunderbolt-3-Schnittstelle? Mit USB-Typ C läuft nichts – selbiges gilt für Thunderbolt 2. Und das Design? Geschmacksache.

Testwertung Samsung Portable SSD X5

  • Geschwindigkeit (50 %): 5/5
  • Anschlüsse und Konnektivität (20 %): 2/5
  • Design und Ergonomie (20 %): 3/5
  • Software und Zusatz-Features (10 %): 3/5

Gesamt: 76 Prozent

Die Portable SSD X5 soll ab 3. September im Handel verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung:

  • 500 GB: 419,90 Euro
  • 1 TB: 729,90 Euro
  • 2 TB: 1439,90 Euro

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Samsung Portable SSD X5 im Test: Das hat uns gefallen

  • Nach den Lobeshymnen über die Geschwindigkeit lassen wir nun die Messwerte sprechen: Blackmagic Disk Speed Test identifizierte Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1897 MB pro Sekunde und Lesegeschwindigkeiten von bis zu 2405 MB pro Sekunde. Zum Vergleich: Die interne SSD des verwendeten MacBook Pro (15 Zoll, 2017) schaffte in ein paar Durchgängen maximal 1868 MB pro Sekunde beziehungsweise 2038 MB Pro Sekunde (Schreib-/Lesegeschwindigkeit) – also ein kleines bisschen weniger.
  • Laut Samsung verträgt die X5 Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe.
  • Mit einer mitgelieferten Software kann man der SSD einen Passwortschutz (AES 256 Bit) verpassen. Die macOS- Version konnten wir in der Vorab-Version noch nicht nutzen.

X5 im Test: Das hat uns nicht so gut gefallen

  • Das Design ist einem Rennwagen angelehnt. Eine kleine Umfrage in der Redaktion ergab: Die Mehrheit findet das Gehäuse nicht schön, auch wenn für die Optik Schulnoten von 1- bis 6 gegeben wurden.
  • Warum hat Samsung bei dem Gehäuse nicht zumindest auf wärmeableitendes Metall gesetzt? Vielleicht, um Stöße besser zu verkraften.
  • Die Samsung Portable SSD X5 unterstützt nur Thunderbolt 3? Tatsächlich, auch mit einem Adapter erkannte ein Thunderbolt-2-Mac die SSD nicht. Von USB-Typ C an diversen Smartphones und Rechnern ganz zu schweigen.

Was man sonst noch wissen sollte

  • Für die Geschwindigkeit sorgt neben der schnellen Schnittstelle die Samsung 3-bit MLC V-Nand-Technologie.
  • Nach einigen Minuten Datenschreiberei greift der Überhitzungsschutz der SSD – laut Samsung bei 45 Grad Celsius. Die Schreibgeschwindigkeit fiel in unserem Test auf rund 163 MB pro Sekunde, die Lesegeschwindigkeit auf 236 MB pro Sekunde.
  • Die Systemvoraussetzungen: macOS Sierra (10.12) beziehungsweise Windows 10 64bit RS 2 oder jeweils neuer. Und eben ein Thunderbolt-3-Port.
  • Weitere technische Daten der Samsung Portable SSD X5.

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