Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM-Das lichtstärkste Zoom der Welt! - Praxistest

Patric Böttcher 7

Ein Zoomobjektiv mit einer durchgehenden 1.8er Blende? Das wäre ja fast eine Eierlegendewollmilchsau. Sigma hat sich getraut und ein 18-35mm auf den Markt gebracht. Ich hab mir, das für Crop-Faktor optimierte Objektiv, mal geschnappt und ein paar Bilder gemacht. Ob es hält was es verspricht seht ihr im folgenden Praxistest.

Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM-Das lichtstärkste Zoom der Welt! - Praxistest

Ein Standard-Zoom Objektiv mit umgerechnet 27-52mm (Kleinbild) Brennweite und alles mit 1.8er Blende? Ja das wäre wirklich ein Highlight. Bis vor kurzem hätten viele gesagt: „Ja klar und am besten noch für unter 800,-€!“ Jetzt hat Sigma mit dem das „lichtstärkste Zoomobjektiv“ raus gebracht und lehrt damit den anderen Herstellern das fürchten. Bisher haben diese Lichtstärke eher die Festbrennweiten.

Der Brennweitenbereich des Sigmas reicht vom Weitwinkel bis zur Normalbrennweite, es arbeitet damit in einem der beliebtesten Bereiche. Im Prinzip kommt man da fast schon in den Genuss eines „Immerdraufobjektives“. Aber ist es auch scharf und lohnt sich der Umstieg vom Kit-Objektiv, oder doch lieber eine Festbrennweite?

Schnell, Scharf, Treffsicher

Ich kann es mal kurz vor weg nehmen: Ich bin absolut begeistert von dem Objektiv! Jeder der schon mal versucht hat im Weitwinkel etwas freizustellen, also diese Fotos, bei denen im Vordergrund das Motiv scharf ist und der Hintergrund in die Unschärfe läuft, hat schnell gemerkt, dass das nicht so recht klappt. Aber jetzt, mit dem Sigma 18-35, klappt das perfekt und selbst bei offener Blende ist es scharf. Auf Grund meiner Erfahrungen mit dem Canon EF 28mm f/1,8 USM kann ich sagen, dass ich keinen Nachteil beim Sigma finden konnte. Es ist in allen Brennweitenbereichen mindestens so scharf wie die Festbrennweite. Und selbst ein Canon 17-40mm f/4 L USM ist nicht schärfer.

Oft wird darüber diskutiert, dass die Sigma-Objektive mit einem zu starken Front- oder Backfokus ausgeliefert werden, da die Serienstreuung ziemlich hoch sein soll. Bei dem Testmodell konnte ich das nicht feststellen, die Trefferquote war enorm hoch und der Fokus lag auch bei offenen Blenden fast immer perfekt. Sollte dennoch eine Justage notwendig sein, muss man das Objektiv nicht mehr einschicken und ewig warten, sondern kann sie mit der Sigma USB-Dock selbst vornehmen.

Erstaunlicher Weise gibt’s kaum Verzerrungen im Weitwinkel, was grad in Innenräumen oder bei schrägen People-Aufnahmen von Vorteil ist. Wenn doch mal was störend wirkt, kann man es im Bildbearbeitungsprogramm (z.B. Lightroom oder Camera-Raw) einfach korrigieren.

Das hier ist ein Praxistest und keine Labormessung. Daher sind es reine Erfahrungswerte beim echten fotografieren und in die Hand nehmen des Objektives. Denn das Ergebnis zählt, egal was irgendwelche Kurve in irgendeinem Oszilloskop gesagt haben.

Hier mal meine kurze Zusammenfassung:

  1. Überzeugende Bildqualität-/schärfe, auch bei offener Blende
  2. Schwere, stabile Ausführung mit perfekter Haptik, wenig Plastik
  3. Sehr schneller und vor allem treffsicherer Autofokus, für mein Empfinden wie Canons USM
  4. Bestes Preis-/Leistungsverhältnis

 

Fazit

Eine klare Empfehlung für alle die ein „Immerdraufobjektiv“ suchen welches Festbrennweitenqualitäten hat, offenblendig scharf ist und den Normalbereich abdeckt. Der Preis ist mehr als in Ordnung, denn auch 2 oder 3 Festbrennweiten die den Zoom und die Schärfe abdecken würden, wären nicht günstiger. Das Sigma erhält daher ganz klar 5 von 5 G´s.

Siegel-Gold

Beispielbilder

(auf die Galerie klicken und dann oben rechts auf Vollbild)

Technische Daten

Brennweite 18-35mm
Anzahl der Blendenlamellen 9
Kleinste Blende 16
Größte Blende 1,8
Naheinstellgrenze ca. 0,28 m
Bildstabilisator nein
Größe, Duchmesser x Länge ca. 78 x 121 mm
Gewicht ca. 810 g
Zubehör Köcher, Gegenlichtblende
Kameraanschluss , , , ,
Preis ab ca. 700,- €

 

 

HIER gehts zu den Bewertungskriterien im GIGA FOTO Praxistest.

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