i.Con: Dieses „smarte Kondom“ misst deine Sex-Performance

GIGA News

Das Sex-Wearable i.Con könnte den Liebesakt für immer verändern. Das smarte Kondom misst, wie SEINE Performance im Bett wirklich aussieht und demonstriert die Leistungsfähigkeit anhand harter Statistiken.

Es soll vorkommen, dass männliche Zeitgenossen ab und an die Tatsachen ein wenig ausschmücken, was ihre Potenz angeht. Kreative Übertreibungen in diesem Bereich rühren natürlich nur von einer falschen Selbsteinschätzung der eigenen Leistung her. Dem verschafft in Kürze (oder: Länge) das i.Con Smart Condom Abhilfe, indem es die männliche Performance beim Sex misst. Vergleichbar mit Sport-Wearables ist i.Con ein Fitness-Tracker – nur eben für den Geschlectsverkehr. Gemessen werden die durchschnittliche Hauttemperatur und die Länge der „Session“.

Aber auch Geschwindigkeit, Anzahl und sogar Beschleunigung der Stöße sollen erhoben werden. Im Betatest wird zur Zeit die Erkennung unterschiedlicher Stellungen erprobt. Aus allen Daten werden, ganz im Geiste der Selbstoptimierung, die verbrauchten Kalorien errechnet. Das i.Con leitet die Daten per Bluetooth an die dazugehörige iOS-App weiter (bislang haben die Appstore-Kuratoren die App freilich noch nicht freigegeben), damit diese wiederum in der Cloud ausgewertet werden. Der Händler verspricht, die erhobenen Daten anonym zu speichern, gibt aber auch die Möglichkeit, die harten Fakten der eigenen männlichen Potenz mit Freunden oder der Welt zu teilen.

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Spätestens nach 8 Stunden schlaff und ausgelaugt

Ein endgültiges Erscheinungsdatum gibt es für das intelligente Sexspielzeug noch nicht. Der exklusive Händler British Condoms nimmt aber bereits „Early-Bird-Registrierungen“ entgegen und hat den Preis auf knapp 60 Pfund (umgerechnet rund 70 Euro) pro Stück festgelegt. Die Akkulaufzeit soll bis zu 8 Stunden Dauerbetrieb aushalten. Sollte dies einmal nicht ausreichen, empfehlen wir dringend, bei einem Arzt vorbeizuschauen – oder das Sex-Wearable per Micro-USB aufzuladen. Das Gerät ist übrigens waschbar und wasserdicht – man muss also nicht für jedes Schäferstündchen ein neues i.Con besorgen. In dem Sinne sollte man das Gadget auch eher als Sextoy denn als Verhüterli begreifen.

i.Con ist kein Verhütungsmittel!

Anders als der Name suggeriert, handelt es sich bei dem smarten Kondom nämlich nicht um ein Verhütungsmittel, sondern um einen Ring, der über das eigentliche Kondom gezogen wird – im Prinzip also ein smarter Cockring, der am Ansatz des Schafts liegt. Uns ist nicht ganz klar, warum das Gadget für sich als smartes Kondom wirbt – schließlich kann ein solcher Ring theoretisch auch ohne Präservativ aufgezogen werden.

Immerhin handelt es sich um einen spannenden Ansatz für das männliche Werbungsverhalten. Denn wenn digital erfasste Daten über die sexuelle Performance verfügbar sind, eröffnet das kurioseste Profiloptionen und Auswüchse für Partnerbörsen. Bald wird dann auf Tinder und Co. vielleicht nicht mehr oberflächlich jedes missfallende Profilbild weggewischt, sondern werden erst einmal die i.Con-Datensätze inspiziert, um den nächsten Datingpartner auszusuchen. Ob die Welt bereit ist, diese digitale Grenze zu überschreiten und ob das Wearable tatsächlich hält, was es verspricht, kann jedoch sanft angezweifelt werden.

Quelle: British Condoms, via Cnet

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