Bei „Gears of War: Judgment“ wird die Sache mit dem Mitleid problematisch. Immerhin würgte sich der Urheber dieser Zeilen Anfang des Jahres selbst selten gelangweilt durch das lieblose Content-Update, das sich da mit dem renommierten „Gears of War“-Label schmückte. Alles an diesem Spiel war schal und abgestanden und in seiner Form als Prequel konnte man noch nicht einmal erzählerisch für Abwechslung sorgen. Dass die Gears zudem dieses Mal von den neu engagierten People Can Fly-Entwicklern ins Rennen geschickt wurden, sorgte selbst unter Fans für berechtigte Skepsis.

Es kam, wie es kommen musste. Gemessen an dem enormen kommerziellen Erfolgen der Vorgänger – Gears of War 3 wanderte weit über sechs Millionen Mal über die Ladentheke – rutschte „Gears of War: Judgment“ auf eine armselige Million ab. Eine enorme Fallhöhe, die den ehemaligen System-Seller ein unrühmliches Ende auf der Xbox 360 bescherte. Wie und ob es weiter geht, steht nun in den Sternen. Aus dem schnellen Dollar, den Mircosoft sich erhofft hatte, wurde ein faules Geschäft. Der Schaden an der Marke dürfte jedenfalls spürbar sein.

Gears of War: Judgment - GIGA Gameplay.