Dream Library: Sega hatte die Idee der Virtual Console zuerst

Lisa Fleischer

Seit der Wii kannst du auf jeder Nintendo-Konsole zahlreiche Retro-Spiele herunterladen und noch einmal genießen. Wusstest du, dass die Idee ursprünglich jedoch gar nicht von Nintendo, sondern von Sega stammt?

Du willst die alten Klassiker der Sega-Konsolen noch einmal spielen? Kein Problem mit der kostenlosen Sega Forever-App:

SEGA Forever: Launch Trailer.

Denn in Japan bot der ehemalige Konsolen-Hersteller zu Zeiten des Dreamcast die Dream Library an. Die war seit 2001 verfügbar und Bestandteil des japanischen Sega.net-Accounts, berichtet Resetera-Nutzer Krejlooc. Mit der Dream Library konntest du online Spiele aus der Zeit des Sega Genesis und der PC Engine kaufen, ausleihen, verwalten und so oft herunterladen, wie du wolltest.

Einige der alten Sega-Klassiker gibt es inzwischen für dein Smartphone:

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Retro-Games: Die 19 besten Spiele-Klassiker für dein Smartphone

Das war auch nötig, reichte der Speicher auf dem Dreamcast doch nicht aus, um die heruntergeladenen Spiele dauerhaft darauf zu speichern. Wolltest du eines der Spiele aus der Dream Library spielen, musstest du es also neu herunterladen – Sega war mit dem Service nicht nur der Zeit, sondern auch den eigenen technischen Möglichkeiten weit voraus. 2003 wurde der Service dann wieder geschlossen. Bis dahin haben es ungefähr 80 Klassiker in die virtuelle Bibliothek von Sega geschafft.

Nur drei Jahre später – am 19. November 2006 – ging Nintendos eigene Retro-Bibliothek Virtual Console online. Inzwischen war die Technik soweit, dass die Spiele direkt auf der Konsole gespeichert werden konnten – und nicht jedes Mal von vorne gespielt werden mussten.

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