Shield Android TV: 5 Gründe für die Set-Top-Box von Nvidia

Amir Tamannai 10

Apple TV, Fire TV oder Nexus Player – Set-Top-Boxen mit intuitiven Benutzeroberflächen und der Möglichkeit, Games, Trailer oder Film- und Serien-Streaming via Netflix und YouTube auf den großen Screen zu bringen, gibt es inzwischen einige. Nvidia hat mit dem gerade seine Version dieser zukunftsträchtigen Gerätesparte vorgestellt und bietet damit deutlich mehr, als die Konkurrenten. Was genau Nvidias Beitrag besser macht als die Produkte von Apple, Amazon und Google und welchen Mehrwert es all jenen bietet, die sich erstmalig eine Streaming-Box zulegen möchten, fassen wir im Folgenden für euch zusammen.

Mit 200 Euro kostet Nvidias Shield Android TV ein wenig mehr als die aktuellen Versionen von Apple TV und Fire TV oder der Nexus Player von Google – aber sie bietet dem multimedial interessierten Nutzer unterm Strich auch mehr: Denn nicht nur Video-Streaming beherrscht der schicke Kasten, sondern auch die Offline-Wiedergabe von Videos, Musik und Fotos sowie Gaming auf verschiedenen Ebenen. Es folgen fünf gute Gründe für Nvidias Shield Android TV.

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Grund 1: Netflix, YouTube und Offline-Videos in 4K-Auflösung

Keine Frage: Nachdem HD und Full HD, also Videoauflösungen von 720p und 1080p in den vergangenen Jahren zum Standard im Wohnzimmer geworden sind, klopft mit 4K beziehungsweise UHD der nächste große Sprung in Sachen Bildauflösung und folglich Bildschärfe an. Zwar sind Haushalte mit 4K-fähigen Fernsehern noch in der Minderheit, da die Preise für solche Geräte in den nächsten Monaten aber ordentlich purzeln werden, sollte bereits jetzt bei der Anschaffung einer Set-Top-Box darauf geachtet werden, dass diese UHD-Videos wiedergegeben kann. Auch, da Netflix und YouTube schon umgestellt haben und bei Bedarf die ultrahochauflösende Wiedergabe zahlreicher Inhalte anbieten. Zwar beherrscht auch Amazons neues Fire TV 4K und auch Apple könnte sein Apple TV der vierten Generation nachträglich noch mit diesem Feature ausrüsten. Aber lediglich das Shield TV bietet einen HDMI 2.0-Ausgang – und erst der garantiert ausreichend Bandbreite für das Abspielen von UHD-Inhalten mit flüssigen 50 oder gar 60 Bildern pro Sekunde. Ein kompatibles Kabel liegt der Verpackung des Shield TV übrigens gleich bei; der Nutzer muss also nur noch darauf achten, dass auch das anzuschaffende UHD-fähige TV bereits mit einem HDMI 2.0-Port ausgerüstet ist.

Nvidia Shield TV: Rundgang durch Software und Features.

Grund 2: Dank 5 GHz-WLAN und Gigabit Ethernet schnell und stabil ins Netz

So ein Film in 4K-Auflösung ist schnell mal über 100 GB groß, vor allem aber müssen trotz neuer Komprimierungsverfahren sekündlich jede Menge Daten über die Internetverbindung geschaufelt werden – wehe dem, dessen WLAN da schwächelt. Hier sorgt Shield TV an gleich zwei Stellen vor: Zum einen beherrscht die Nvidias Set-Top-Box Dual Band-WLAN mit 2,4 und 5 GHz bis hoch zum schnellen 802.11 a/c-Standard. Das dürfte vor allem in Mehrparteienhäusern schon mal für Entlastung sorgen. Noch stabiler, schneller und auch sicherer ist stets eine Verbindung per LAN-Kabel. Dazu wartet das Shield Android TV mit einem ausgewachsenen Gigabit-Ethernet-Anschluss auf, in den der Nutzer einfach ein LAN-Kabel stecken kann – da die Box ja anders als ein Smartphone oder Tablet nicht herumgetragen wird, stellt das eine durchaus adäquate Möglichkeit da, die bestmögliche Verbindung ins Netz sicherzustellen.

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Apple TV 4K, Nvidia Shield, Amazon Fire: Vergleich der Streaming-Geräte

Grund 3: Shield TV als 4K-fähiger Offline-Media-Player

Es muss ja nicht immer ein Film oder eine Serie aus dem Netz sein: Wer beispielsweise selbstproduzierte Videos und Fotos auf einem USB-Stick, einer externen Festplatte oder auch einer microSD-Karte hat, kann auch diese dank der zahllosen Anschlussmöglichkeiten des Shield TV über die Set-Top-Box abspielen – auf der Rückseite der Box finden sich nämlich neben dem LAN- und dem HDMI 2.0-Port gleich zwei USB 3.0-Eingänge, ein USB-OTG-fähiger Micro-USB-Anschluss sowie ein microSD-Slot.

Shield TV Anschlüsse

Und so kann der Shield TV-Besitzer fortan nicht nur microSD-Karte, externe Festplatte und beispielsweise einen Speicherstick parallel auslesen und auf die dort gespeicherten Inhalte zugreifen, sondern im Ergebnis auch auf etwaige ältere Media-Player-Lösungen oder gar den USB-Port am großen Fernseher verzichten. Ach ja, einen IR-Port besitzt Shield TV außerdem, kann also auch mit auf Infrarot basierenden Universalfernbedienungen oder gar Smartphones mit IR-Blaster bedient werden, falls man auf die Steuerung per Wifi-Gamepad oder der flachen Shield Remote verzichten möchte.

Video-Features:

  • 4K Ultra HD ready
  • 4K-Wiedergabe in 60 FPS

Unterstützte Formate:

  • MPEG-2, MPEG-4, Xvid, DivX, WMV9, ASF, AVI, MKV, MOV, M2TS, MPEG-TS, H.263, H.264, H.265, VC-1, VP8, VP9

Audio-Features:

  • 7.1 & 5.1 Sound via HDMI
  • Audio-Wiedergabe bis zu 24-bit über HDMI und USB

Unterstützte Formate:

  • AAC, AAC+, eAAC+, MP§, WAVE, AMR, OGG Vorbis, FLAC, PCM, WMA, WMA-Pro, WMA-Lossless, DD+/DTS, DTS-HD MA, Dolby TrueHD

Grund 4: Mehr Gaming-Power geht kaum -- dank Wifi-Gamepad und Tegra X1

Ja, der Verpackung des Shield TV liegt neben dem bereits erwähnten HDMI 2.0-Kabel auch ein hochwertiges Shield-Gamepad bei: Das wird für stabile und verzögerungsfreie Eingaben nicht mittels Bluetooth, sondern per Wifi-Direct mit der Set-Top-Box verbunden und hat wie man das inzwischen von den großen Konsolen kennt, einen 3,5-mm-Kopfhörer-Anschluss. Und ein integriertes Mikrofon. Und ein Touchpad. Und eine Lautstärke-Wippe. Und einen Zurück-, einen Home- und einen Multi-Softkey – der Shield-Controller, der eigentlich mit rund 60 Euro zu Buche schlägt, ist definitiv eines der besten Gamepads, mit denen man derzeit Android TV steuern und eben Games zocken kann.

Dank des vierkernigen Tegra X1-Chipsatzes mit seinen 256 Maxwell-GPU-Kernen sowie den verbauten 3 GB RAM hat Shield TV überdies mehr als genug Rechenleistung, um sämtliche im Play Store erhältlichen Android-Spiele flüssig und in voller Grafikpracht darstellen zu können – teilweise sogar in 4K-Auflösung, sofern der jeweilige Titel entsprechende Unterstützung mitbringt. Und falls die noch nicht fordernd genug sind, finden sich in der vorinstallierten Shield Games-App auch noch diverse Exklusiv-Titel, die zwar nativ unter Android laufen, aber nur auf Shield-Geräten lauffähig sind: Half-Life 2 Episode 1 und 2 beispielsweise. Oder Portal, Doom BFG-Edition und The Talos Principle. Wer unter Android spielt und das nicht immer nur mobil tun möchte, findet im Shield TV die ultimative stationäre Spielkonsole für Apps auf dem Google OS.

Grund 5: Die besten PC-Spiele direkt aus dem Netz

Wem Android-Spiele aber trotz allem zu „casual“ sind, wer sich stattdessen nach AAA-Titeln wie The Witcher 3, Mittelerde: Mordors Schatten oder Mad Max sehnt, aber weder Exemplare der neusten Konsolen-Generation von Sony und Microsoft noch einen hochgerüsteten Gaming-PC besitzt, dem bietet Nvidias Shield TV eine eventuell zukunftsweisende Alternative zum Zocken der ganz aktuellen Games: Mit GeForce Now versuchen die Grafikspezialisten nicht weniger als das „Netflix für Games“ zu etablieren. Der Service kostet nach dem dreimonatigen Testzeitraum – der wiederum sollte jedem interessierten Gamer vollkommen ausreichen, um das Ganze technisch wie spielerisch ausgiebig auf Herz und Nieren zu prüfen – 9,99 Euro im Moment und enthält dann bereits mehr als 50 Top-Spiele aus den vergangenen Monaten – von Batman: Arkham City über Alan Wake bis Lego: The Hobbit. Ganz aktuelle Hits, wie eben der erwähnte Witcher oder Mad Max, müssen zwar zusätzlich und einzeln gekauft werden, immerhin gibt es in den meisten Fällen aber noch einen Steam- oder GoG-Download-Code obendrauf, so dass das Spiel auch außerhalb von GeForce Now in den Besitz des Nutzers übergeht.

Und tatsächlich funktioniert das Game-Streaming aus dem Netz – eine schnelle und stabile Internetleitung vorausgesetzt – auch ziemlich überzeugend: Zwar kommt die, je nach Titel in 720p oder 1080p dargestellte Grafik nicht ganz an die Qualitätsstufen, die ein High End-Gaming-PC ermöglicht, heran; aber das fällt maximal im direkten Vergleich auf — genauso wie die geringfügig höheren Latenzen der Gamepad-Eingaben. Unterm Strich und für sich funktioniert das Spielen von The Witcher, Mad Max oder Shadow of Mordor so gut, optisch eindrucksvoll und flüssig, dass der Service zumindest Nicht-Hardcore-Gamern definitiv ein Ersatz eines teuren Spiele-PCs sein kann. Nvidia wird die visuelle Qualität und die Spiele-Quantität in den kommenden Monaten mit Sicherheit weiter optimieren.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Nvidias Shield TV derzeit einfach mehr bietet, als andere Set-Top-Boxen am Markt. Den Aufpreis gegenüber den Konkurrenzprodukten egalisiert unserer Meinung nach der deutlich größere Funktionsumfang, die zahlreichen Anschlüsse sowie das mitgelieferte Zubehör. Wer derzeit mit dem Kauf einer Streaming-Box liebäugelt, dem Android OS grundsätzlich nicht abgeneigt ist und 4K, Gaming sowie Offline-Video-Kapazitäten als sinnvolle Ergänzung seiner heimischen Multimedia-Kapazitäten wahrnimmt, der findet in Shield TV die einzige derart vielseitige Lösung.

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