Nvidia Shield Android TV im Lesertest, Teil 1: Set-Top-Box für alle Fälle

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Nvidias Shield Android TV möchte nicht weniger als die „eierlegende Wollmilchsau“  unter den Set-Top-Boxen sein und zum verhältnismäßig kleinen Preis die Wiedergabe von Offline-Medien, das VoD-Streaming sowie Casual- und AAA-Gaming gleichsam aus einer Hand anbieten. Ist dieser Anspruch zu ambitioniert, um wahr zu sein? Wir haben den 199 Euro teuren Alleskönner selbst getestet, aber auch drei GIGA-Leser ausprobieren lassen – ihre und unsere Erfahrungen findet ihr im folgenden Testbericht.

Nvidia Shield Android TV im Lesertest, Teil 1: Set-Top-Box für alle Fälle

So richtig kam Googles Fernseh-OS-Derivat Android TV hierzulande bislang nicht in die Puschen, was vor allem an fehlender guter Hardware lag. Speziell der Nexus Player enttäuschte eher ob schwachbrüstiger Spezifikationen und eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten. In diese Bresche schlägt Nvidia mit seinem Shield Android TV – und zwar mit Vehemenz: Nicht nur ist die Set-Top-Box auf dem Papier dank Tegra X1-Chipsatz sehr potent, auch bietet sie dank zahlreicher Anschlüsse auch jede Menge Optionen, über die bewegte Inhalte aller Couleur auf den großen TV kommen. Aber klappt das im Alltag auch so gut, wie die Hardware es verspricht? Wir haben das Shield Android TV drei GIGA Lesern aufs TV-Rack gestellt und sie gebeten, den Allrounder zu testen. Ihre Eindrücke und Ergebnisse findet ihr im folgenden Review genauso wie das, was wir bei der Nutzung der Set-Top-Box erlebt haben.

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Im ersten Teil unseres Tests des Nvidia Shield Android TV lest ihr alles über Lieferumfang, Anschluss und Einrichtung sowie die Software. Der zweite Teil mit den Ergebnissen zur Medienwiedergabe, dem Streaming und der Gaming-Erfahrung veröffentlichen wir in der kommenden Woche.

Lieferumfang und Design des Shield Android TV

Nvidia Shield TV: Hardware und Zubehör im Überblick.

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Alle drei Lesertester zeigten sich positiv überrascht von der Verpackung und der Qualität der Shield TV-Produkte – so statuiert Dominik, dass alles „sehr hochwertig verpackt und schon beim Auspacken Laune gemacht hat.“ Für Nutzer, die die Kartons ihrer Hardware gerne als Deko-Material nutzen, hat GIGA-Leser Peter gute Nachrichten, denn „Alle Kartondesigns sind aufeinander abgestimmt, sehr angenehm besonders für Leute wie mich, die sich die Kartons auch ins Regal stellen.“ Und dieser gute Eindruck setzt sich bei den Packungsinhalten fort: „Beim Auspacken stellte sich bei mir das Gefühl ein, hier etwas wirklich Hochwertiges in der Hand zu halten,“ lobt Felix das Shield TV. „Angefangen bei der Konsole: Diese ist doch deutlich schwerer als ich vorher gedacht hatte – nicht etwa unangenehm schwer, sondern eher hochwertig.“ Allerdings ist auch nicht alles, was da glänzt, uneingeschränkt positiv zu bewerten: „Warum Hersteller immer noch nicht auf die Klavierlack-Oberfläche verzichten können, ist mir rätselhaft: Egal ob PS4, Shield TV oder andere Geräte – solche Oberflächen sehen maximal 10, 20 Minuten gut aus,“ denn, so erklärt Peter weiter, ist „die Oberfläche natürlich ein Magnet für Fingerabdrücke. Gut, dass die Oberflächen ab Werk durch Folien geschützt sind, damit man nicht schon beim Aufbau Kratzer oder ähnliches verursacht.“ Wir ergänzen, dass immerhin der Bereich um den Powerbutton – also dort, wo man als Nutzer ab und an hinfassen wird – in Metall gefasst ist. Da sich andere Berührungspunkte nach dem Aufstellen des Shield TV nur selten ergeben werden, teilen wir die Kritik unserer Lesertester zur Klavierlack-Oberfläche zwar, drücken bei diesem kleinen Manko aber ein Auge zu.

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„Die Unterseite der Konsole ist gummiert,“ was Felix praktisch findet, „da die Konsole so nicht verrutscht, wenn sie auf einen Tisch gelegt wird. Schließlich hat nicht jeder einen so coolen Standfuß für 35 € extra.“ Die Meinungen zu diesem Shield-Stand gehen auseinander: Felix meint, „die 35 € lohnen dann doch sehr: Der Fuß ist ebenso hochwertig verpackt und komplett aus einem Stück Metall, die Innenflächen sind mit Filz bezogen, sodass das Shield TV beim Einstecken in den Fuß festen Halt findet. Sehr gut! NVIDIA hat sich außerdem Gedanken um das Design gemacht, denn der Fuß nimmt die Formgebung der Konsole auf, sodass Linien bündig schließen, wenn die Konsole im Standfuß sitzt – so sehen beide Elemente wie aus einem Guss aus.“ Peter allerdings wäre das Zubehörteil, das er zwar auch „hübsch“ findet, „keine 35 Euro wert“ – lieber würde er sich selber etwas bauen. Wir geben an dieser Stelle noch zu bedenken, dass der zugegeben sehr wertige, aber eben auch teure Standfuß gar nicht zwingend notwendig ist, da die Konsole in unserem Test aufgrund der Kabel, die im Betrieb hinten eingesteckt werden, sowieso besser horizontal aufgestellt wird.

Zur grundsätzlichen Optik der Set-Top-Box ist festzuhalten, dass „das Design im Ganzen ist natürlich nicht dezent oder minimalistisch , so wie man es etwas vom Apple TV oder dem Fire TV kennt: Das Shield TV soll auffallen, niemand würde beim Blick darauf an eine reine Set-Top Box denken. Der Gaming-Aspekt findet sich also auch im Design wieder – und das ist gut so.“ Wir finden ebenfalls, dass das Shield TV sich deutlich von klassischen, über-dezenten Boxen unterscheidet – allein, ob der kantige Gaming-Look mit dem grün leuchtenden Haken auf der Oberseite gefällt, ist natürlich Geschmacksache. In den Vordergrund drängt sich die 210 mm breite, 130 Millimeter tiefe und nur 25 Millimeter hohe Box dennoch nicht.

„Zum Spielen braucht man natürlich auch einen Controller,“ den Nvidia mitliefert. „Auf den ersten Blick lässt er nichts vermissen,“ findet Felix: „Neben den Standard-Tasten und zwei kleinen Joysticks, wie man sie zum Beispiel von der PS4 kennt, findet sich außerdem ein Mikrofon, Vor-, Zurück- und Home-Buttons sowie ein Kopfhöreranschluss. Alle Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und überzeugen bei der ersten Benutzung.“ Peter ergänzt, dass „der Controller schwerer in der Hand liegt, als gedacht und durch die dicke, durchgängige Rückseite zuerst etwas unhandlich wirkt. Sobald man ihn jedoch richtig in die Hand nimmt, merkt man, dass er perfekt für die Hände designet wurde, die Finger gleiten gleichsam in die dafür vorgesehenen Rillen.“ Wir sehen das fast genauso: Ergonomisch macht der Shield Controller, der sich für besonders niedrige Latenzen per Wifi Direct mit der Konsole verbindet, eine gute Figur, auch funktional lässt er im Vergleich zu den aktuellen Gamepads der PlayStation und der Xbox One keine Wünsche offen. Einzig die Verarbeitung ist an manchen Stellen nicht ganz auf Top-Niveau – den einen oder anderen quietschenden Button mussten wir dann doch feststellen. Insgesamt liefert Nvidia aber auch in dieser Disziplin sehr ordentlich ab.

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Wem der Controller für die alltägliche Steuerung des Medien- und Android TV-Teils zu klobig oder ungewohnt ist, für den hält Nvidia auch eine schlanke, flache Bluetooth-Remote bereit, die optional für saftige 55 Euro dazu bestellt werden kann – die ist allerdings wirklich das Beste, was wir in dieser Rubrik je in den Händen gehalten haben: Teilweise in Metall gefasst, liegt sie zwar etwas kühl, aber ungemein wertig in der Hand und bietet trotz ihrer mit 8 Millimetern ultraflachen Bauart einen Kopfhörer-Anschluss – vermutlich ob der Bluetooth-Verbindung fanden wir den darüber abgespielten Sound des Shield TV aber etwas laggy – sowie einen Micro-USB-Port zum Aufladen mit dem mitgelieferten Kabel. Ein besonderer Clou ist, dass die Gesamtlautstärke der Audio-Ausgabe des Shield TV per Wischen über den Plastik-Mittelstreifen in der unteren Hälfte geregelt werden kann – das ist nicht nur praktisch, weil der zusätzliche Griff zur TV- oder HiFi-Remote entfällt, es fühlt sich auch ziemlich cool an.

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Apple TV 4K, Nvidia Shield, Amazon Fire: Vergleich der besten Set-Top-Boxen .

Anschluss und erste Inbetriebnahme des Nvidia Shield TV

In Sachen Hardware macht die Ersteinrichtung des Shield TV keine Probleme: „Da am Fernseher keine HDMI-Anschlüsse mehr frei waren, musste der Chromecast dem SHIELD weichen – immerhin soll laut Angaben des Herstellers das Shield auch Google Cast verstehen und damit einen Chromecast würdig ersetzen können. Das Anschließen selbst ist kinderleicht: HDMI-Kabel, welches beiliegt, einstecken, Netzteil zusammenbauen – der für das Land passende Stecker muss dazu einmalig angebracht werden – und einstecken. Dann nur noch die Power-Taste (die dreieckige Fläche auf dem Shield) drücken oder die mittlere Taste auf dem bereits gepairten Controller betätigen und schon fährt das Shield hoch.“ Bis dahin keine Probleme also für Dominik und auch Felix ist nach dem einfachen Anschluss und dem Hochfahren positiv überrascht: „Siehe da, man hört nichts, vorerst. Die Konsole macht also im Standard-Betrieb überhaupt keine Geräusche, was natürlich sehr positiv ist und einen deutlichen Vorteil gegenüber beispielsweise einer PS4 darstellt.“

Nun, das können wir an sich bestätigen – allerdings mit einer nicht unerheblichen Einschränkung: Vermutlich bedingt durch den Steckmechanismus des Netzteils, fiept dieses bei unserem Testgerät ohne Unterlass sehr hochfrequent, sobald Spannung anliegt. Und wenigstens Peter und Dominik können das auch für ihre Geräte bestätigen. Dieses Zirpen, Summen oder Pfeifen mag nun nicht so präsent sein, wie die erwähnten Lüftergeräusche, die manche Konsole von sich gibt, für empfindliche Naturen bedeutet das aber dennoch, dass sie das Shield TV bei Nichtbenutzung eventuell vom Stromnetz trennen müssen – oder gleich zu einer abschaltbaren Steckdose greifen.

Shield Android TV Anschlüsse

Ist die Box angeschlossen, geht es an die Einrichtung – und die hält leider ein paar Hürden bereit: „Nach Einrichtung des WLAN-Netzes wollte der SHIELD gleich ein Systemupdate herunterladen,“ berichtet Dominik. „Kurz nach dem Start des Updates erschien aber die Fehlermeldung, dass dieses nicht heruntergeladen werden konnte. Überspringen konnte man es aber auch nicht. Nach Ausprobieren eines weiteren WLANs habe ich den SHIELD dann per Netzwerkkabel angeschlossen. Nun funktionierte das Update. Die Erläuterungen seitens des Geräts war hierbei nicht hilfreich und hätte eine technisch unversiertere Person vermutlich zur Aufgabe gezwungen.“ Auch Peter empfiehlt die Ersteinrichtung per LAN-Kabel, denn „über WLAN bekam ich die Fehlermeldung, dass sich das Gerät nicht mit dem Internet verbinden konnte.“

Wir müssen die Problematik bei der Ersteinrichtung leider bestätigen, auch wenn wir davon ausgehen, dass es sich hierbei eher um ein Problem von Android TV denn des Shield handelt: Auch unser Testexemplar zickte immer wieder herum, wenn es um das Einloggen in ein neues WLAN ging. Besonders dramatisch kann das natürlich ausgehen, wenn tatsächlich der Download eines Firmware-Updates angestoßen und die WLAN-Verbindung dann verloren wird. Glücklicherweise können wir vermelden, dass die kabellose Verbindung aber stabil hält und schnell ist, wenn sie denn einmal vom Shield TV angenommen wurde.

„Controller und Remote ließen sich sofort und sehr einfach verbinden, auch das Controller-Update erfolgte sofort. Die Einrichtung des Internets und des Google-Kontos funktionierten ebenfalls mehr oder minder problemlos, allerdings würde ich die gesamte Einrichtung des Geräts als ein wenig ‚hakelig‘ bezeichnen, zwar selbsterklärend, aber mit kleinen Schwierigkeiten.“ Was Peter hier zu bedenken gibt und und die anderen beiden Lesertester, aber auch wir bestätigen können, ist ebenfalls ein Android TV-Problem – das mit zukünftigen Updates des Betriebssystems vielleicht noch behoben wird: Bedingt durch die Eingabegeräte, die eben nicht zum Tippen geeignet sind, und die teils umständlichen Abfragen, die Android TV bezüglich WLAN und Konto vornimmt, gestaltet sich die Ersteinrichtung unter Umständen etwas mühselig und strapaziös für Nerven und Geduld – auch für versierte Nutzer.

„Auf der Benutzeroberfläche angekommen erweist sich diese als sehr übersichtlich, die Einteilung der Kategorien erschließt sich schnell. Die Empfehlungen der verschiedenen Apps sind im ersten Moment etwas viel, aber glücklicherweise lassen sich die Quellen einzeln ausblenden – für mich sind Google Play Movies und Google Play Music nicht interessant, da ich diese Dienste nicht nutze. So erscheinen die Vorhersagen schnell etwas aufgeräumter und man findet immer wieder interessante Empfehlungen,“ beschreibt Peter seinen ersten Eindruck von Android TV als Betriebssystem. Auch Felix hat Lob für das User Interface übrig: „Android TV lädt auf Anhieb zur Benutzung ein, ich habe mich schnell zurecht gefunden und auch sofort einige Google Apps wieder erkannt. Zu einem ersten Eindruck zählt für mich auch die Performance, und die ist wirklich gut: Apps starten ohne Verzögerung, Animationen sind absolut flüssig und Programme bleiben auch im Hintergrund weiter erhalten. So kann man problemlos während des Streamens die Android TV-Oberfläche aufrufen, eine andere App öffnen und dann wieder zurückkehren. Im Vergleich mit zum Beispiel dem Fire TV ist das einer extremer Unterschied.“

Nvidia Shield TV: Rundgang durch Software und Features.

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Vor allem die Flüssigkeit des UI bestätigt auch Dominik, wenn er festhält: „Was sofort auffiel, ist die herausragende Geschwindigkeit, mit der das Shield die Oberfläche darstellt und auf Eingaben reagiert. Verzögerungen und Lags gab es – wie sonst leider bei Android-Geräten immer mal wieder zu bemerken — überhaupt nicht. Ein testweise abgespieltes Youtube-Video startete auch sofort und mit maximal einsekündigem Zwischenspeichern.“ Auch wir attestieren dem Shield Android TV dank des X1-Chipsatzes reichlich Leistung und somit eine sehr flüssige Nutzererfahrung. Ob ein aus dem Netz via YouTube oder Netflix gestreamtes Video ruckelt beziehungsweise zwischendurch buffert, hängt natürlich stark von der Internetverbindung und dem allgemeinen Traffic auf die Dienste ab, in den allermeisten Fällen konnten wir Videos aus dem Netz aber auch ohne Laggen oder häufiges Nachladen in bis zu 4K-Auflösung genießen.

Etwas Kritik am Layout des UI hat Peter dann aber doch anzubringen: „Ich empfinde die Benutzeroberfläche zwar als logisch, aber nicht unbedingt als optisch ansprechend und würde mir definitiv mehr Anpassungsmöglichkeiten wünschen. Es wäre schön, wenn man sich ein Raster oder gar einen eigenen Homescreen anlegen könnte, mit einer selbst festgelegten Reihenfolge von Apps, ähnlich wie auf einem Smartphone. Ich hätte außerdem gerne die Möglichkeit, auch Applikationen, die ich per Sideload installiert habe, in der App-Auflistung anzeigen zu lassen und nicht immer den Umweg über eine Drittanbieter-App gehen zu müssen.

Android TV bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Apps über den Play Store zu installieren — „allerdings findet man bei weitem nicht alle Apps, die eigentlich im Play Store für Android erhältlich sind, sondern einige ausgewählte, für Android TV optimierte Apps. Gerade im Bereich Media Streaming offeriert die Plattform aber eine Menge,“ findet Felix: „von der ZDF Mediathek, über die 7TV Sendergruppe bis hin zu einer PLEX-App. Da ich Zuhause Plex bereits im Einsatz habe, um GoPro-Urlaubsvideos auf meinen Fernseher zu streamen, ist das natürlich besonders interessant. Alle Apps sind ebenfalls für die Bedienung mit der BT-Remote oder dem Controller optimiert.“ Dominik ist von der Sprachsuche, die über Google Now und die jeweils im Controller und der Remote verbauten Mikrofone realisiert wird, angetan: „Auch die Sprachsteuerung, eigentlich von mir für ein nutzloses Gimmick gehalten, funktioniert weitestgehend tadellos und macht gerade in Verbindung mit der Fernbedienung viel Spaß.“

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Dominik hat außerdem noch die Cast-Unterstützung des Shield TV ausprobiert und hält fest, dass „die schnell funktioniert und in ihrer Funktion identisch zum Chromecast ist. Leider zeigt der Shield im Leerlauf aber keine individuellen Bilder an, wie es der Chromecast mit seiner Bilderrahmen-Funktion kann – vermutlich eine Chromecast-exklusive Funktion.“ Und der GameStream-Funtkion, mit der PC-Spiele vom heimischen Rechner mit Nvidia-Grafikkarte auf das Shield TV gestreamt werden können, attestiert er, dass „das Ganze einwandfrei funktioniert, aber (für mich unerklärlich) ein NVIDIA-Konto voraussetzt.“

Fazit: Erster Eindruck zum Nvidia Shield Android TV

Peter zieht ein rundweg positives Zwischenfazit zum Shield TV: „Ich muss zugeben, dass ich vom ersten Moment an begeistert von der Medienwiedergabe war: Youtube, Twitch und andere Wiedergabe-Apps funktionierten sofort problemlos, bei der Verbindung mit den verschiedenen Konten gab es auch keine Schwierigkeiten. Eingesteckte Speicherkarten oder USB-Sticks und -Festplatten werden auch sofort erkannt, auf die Medien kann beispielsweise mit dem ES Datei Explorer zugegriffen werden.“ Oder mit Kodi, welches ebenfalls für Android TV bereitsteht und nach unserem Dafürhalten das beste Wiedergabeerlebnis für Offline-Medien auf dem Shield TV garantiert.

Besonders haben es Peter übrigens „die Kopfhörereingänge an Fernbedienung und Controller angetan: Es ist toll seine Medieninhalte auf dem großen Fernseher zu genießen und trotzdem die Freundin am Schreibtisch daneben nicht mit dem Ton zu nerven. Wenn man doch mal schnell eine Szene zeigen will, zieht man einfach den Kopfhörer aus der Fernbedienung und das System wechselt sofort zu der am Fernseher angeschlossenen 5.1 Anlage – einfach genial.“

Shield-Box

„Grundsätzlich ist mein erster Eindruck nach einigen wenigen Stunden mit dem Shield, dass alles Versprochene einwandfrei oder sogar herausragend funktioniert,“ lobt auch Dominik. „Sobald man Einrichtung überstanden hat allerdings – hier könnte NVIDIA in Problemfällen den Benutzer noch besser führen.“

Dem schließt sich Felix an und schreibt, dass die Box ihn in Sachen Performance und beim Streamen absolut überzeugt und im Vergleich für ihn somit das beste Produkt darstellt. Allerdings vermisst er noch etwas: „Ich hätte mir eine Möglichkeit gewünscht, auch Amazons Instant Video zu nutzen, was aber trotz intensiver Google Suche leider nicht möglich war. Das liegt letztendlich nicht an Android TV oder Nvidia, sondern an Amazon, nervt aber trotzdem, da ich jedes Mal zum Streamen einer Amazon-Serie etc. zurück zum Fire TV wechseln muss.“ Amen Felix – es liegt aber tatsächlich an Amazon, die ihre Inhalte schlicht nicht über Android TV wiedergegeben wissen möchten; da können weder Google noch Nvidia etwas ändern.

Wir kommen derweil zum gleichen Schluss wie unsere drei Lesertester: Nach den ersten Stunden überzeugt das Shield TV beinahe auf ganzer Linie mit Performance, Funktionsumfang und dem unkomplizierten Anschluss sowie seinem kompakten Design. Verbesserungswürdig ist die Ersteinrichtung der Software, nervig das zum Teil fiepende Netzteil und schade das Fehlen der Amazon Instant Video-App.

Im zweiten Teil unseres Reviews des Shield Android TV, den wir Mitte der nächsten Woche veröffentlichen werden, lest ihr dann Peters, Felix‘, Dominiks und unsere Bewertung des Spiele-Streamings über GeForce Now, der 4K-Wiedergabe sowie des Alltags-Gebarens der Set-Top-Box.

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