Nvidia Shield Android TV im Lesertest, Teil 2: Gaming aus dem Netz

Amir Tamannai 3

Zweiter und abschließender Teil unseres umfassenden Lesertests des Nvidia Shield Android TV: Nach der Inbetriebnahme und dem ersten Herumprobieren haben die drei GIGA-Leser Peter, Felix und Dominik Nvidias Set-Top-Box in den vergangenen Tagen auf ihre Performance in Sachen Video-Streaming, Offline-Wiedergabe und natürlich das „Netflix für Gaming“, also den GeForce Now-Dienst geprüft. Ihre Erfahrungen lest ihr zusammen mit unserer Meinung zu den genannten Punkten im folgenden Review.

Nvidia Shield Android TV im Lesertest, Teil 2: Gaming aus dem Netz

Es geht ans Eingemachte: Das Shield TV soll ja nicht nur einfach eine Android TV-Box sein, sondern auch etwaige Medien-Abspielgeräte und sogar die Spiel-Konsole oder den Gaming-PC ersetzen – ein mehr als ambitioniertes Vorhaben. Nachdem unser erster Eindruck wie auch der unserer drei Lesertester in Teil 1 unseres Reviews bis auf ein paar Probleme bei der Ersteinrichtung durchweg positiv war, wollen wir nun prüfen, wie gut denn das Abspielen von Median aller Art und vor allem das Spielen von PC-Games aus dem Netz funktioniert.

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Zunächst schauen wir nochmal auf den Controller und die Bluetooth-Remote und wie sich diese so nach einigen Tagen der Benutzung machen:

Haptik und Funktionen des Controllers und der BT-Fernbedienung

„An der Haptik des Controllers sowie der Fernbedienung lässt sich absolut nichts aussetzen: Beide liegen gut in der Hand, alle Tasten des Controllers haben einen angenehmen Druckpunkt,“ lobt Felix und auch Peter ist nach wie vor angetan: „Auch nach längerem Testzeitraum bin ich immer noch besonders begeistert von der Haptik und der einfachen Bedienung der Remote und des Controllers. Das System lässt sich rein mit der Fernbedienung sehr gut bedienen. Einzig bei der Verwendung des ES Datei Explorer stellte ich einige Probleme fest, dies ist allerdings nicht die Schuld von Nvidia.“ Etwas Kritik gibt es von Dominik, der findet, dass „ein Kritikpunkt am Controller allerdings die Überfrachtung mit Bedienelementen : Neben den klassischen Xbox-Buttons sind hier nämlich noch ein Lautstärkeregler (meiner Meinung nach überflüssig, das kann auch gern in einem Einstellungsmenü versteckt werden) sowie die drei Android-typischen Tasten für Zurück, Home und Multitasking.“ Dennoch, insgesamt ist auch Dominik „vom Gerät und seinem Zubehör immer noch sehr angetan. Alles macht einen sehr wertigen Eindruck und scheint für lange Nutzung ausgelegt zu sein. Die Akkulaufzeit des Controllers und auch der Fernbedienung sind absolut ausreichend: Ich habe den Controller im Testzeitraum zweimal aufladen müssen, die Fernbedienung nur einmal. Der Controller scheint hinsichtlich der Akkulaufzeit also gleichauf mit denen der PS4 oder Xbox One, oder sogar besser zu sein.“

Shield Controller

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Wir beurteilen das ähnlich: Die Laufzeiten von Controller und Remote sind ausreichend gut, beide Geräte können schnell und unkompliziert per Micro-USB-Anschluss aufgeladen und beim Ladevorgang natürlich auch verwendet werden. Die Haptik der Bluetooth-Fernbedienung ist grandios, die des Controllers ist im direkten Vergleich mit den Pendants von Xbox One und PS4 zumindest noch gut. Die zusätzlichen Bedienelemente, die Dominik nicht gefallen, finden wir wiederum gut und praktisch – so unterschiedlich sind eben die Geschmäcker.

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4K-Wiedergabe mit dem Shield TV

Keiner unserer Lesertester besitzt derzeit einen 4K-fähigen Fernseher oder Monitor, weswegen sie nicht testen konnten, wie sich das Shield TV in dieser Disziplin schlägt. Wir haben die Set-Top-Box aber natürlich an ein entsprechendes Ausgabegerät gestöpselt und können attestieren, dass entsprechend hochauflösendes Material problemlos und ruckelfrei abgespielt wird – sowohl von Offline-Quellen als auch gestreamt. Letzteres hängt natürlich auch stark von der Netzwerkverbindung respektive den Servern des gewählten Dienstes ab: Während 4K-Videos über YouTube sofort als solche zu erkennen waren, skalierte beispielsweise Netflix zuweilen dynamischer und die Inhalte waren dort nicht immer auf Anhieb als in absolut höchster Auflösung dargestellt zu identifizieren. Unterm Strich lässt sich aber festhalten, dass das Shield TV auch aufgrund seines HDMI 2.0-Standards und der Hardware-Power optimal gerüstet für die 4K-Zukunft und auch jetzt schon eine überzeugende Abspielstation für solche Inhalte ist.

Zum Videostreaming und der Offline-Wiedergabe allgemein hält Peter fest: „Das Video-Streaming funktioniert nach wie vor sehr, sehr gut, weder bei Youtube noch bei Twitch oder anderen Diensten habe ich Probleme feststellen können.“ Auch Felix statuiert: „Beim Streamen gab es keinerlei Probleme – hier kommt dem Shield TV ebenfalls seine hohe Performance zugute. Besonders ist eben auch hier wie schnell beispielsweise YouTube startet, wenn man ein Video per Cast-Funktion übertragen möchte. Vergleiche ich die Geschwindigkeit mal mit meinem Chromecast der ersten Generation, dann ist das ein wirklich großer Unterschied. Im Ergebnis habe ich somit deutlich öfter Youtube-Videos auf meinem Fernseher geschaut, als ich es vorher getan habe. Als Set-Top Box ist das Shield TV meines Erachtens also ganz vorne mit dabei.“ Gleiches gilt für die Wiedergabe von offline auf externen Speichermedien vorliegenden Dateien: „720p- und 1080p-.mkv Dateien liefen problemlos,“ hält Felix fest und Dominik bestätigt: „Die Wiedergabe von Dateien von einem USB-Stick, einer microSD-Karte und einer Festplatte hat problemlos funktioniert. Ein entsprechendes Programm auf dem Shield TV vorausgesetzt, lassen sich Offline-Medien sehr gut abspielen. Lese-/Erkennungsprobleme habe ich auch nicht feststellen können, alle von mir getesteten Formate liefen sehr gut.“

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Wir ergänzen, dass das Shield Android TV speziell mit der Nutzung der kostenfreien App Kodi zur wahren Entertainment-Zentrale wird: Die Offline-Wiedergabe von Inhalten bis hoch zur 4K-Auflösung klappt problemlos und flüssig, das Streaming flutscht (eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt) die meiste Zeit überzeugend und durch Apps wie YouTube oder die der Tagesschau und anderer TV-Formate und -Sender ersetzt Nvidias Set-Top-Box nicht nur den klassischen Fernsehe-Empfang adäquat, sondern in den meisten Fällen auch etwaige angeschlossene Media-Player – ausgenommen natürlich Blu-Ray-Player, denn ein solches Laufwerk bietet das Shield TV nicht.

GameStream und GeForce Now: Gaming mit dem Shield TV

Was das Shield TV aber am deutlichsten von anderen Set-Top-Boxen und Android TV-Lösungen unterscheidet, ist der zusätzliche Fokus aufs Gaming – und zwar weit über das ohnehin schon große und inzwischen auch recht gute Angebot, das es im Play Store gibt, hinaus. Nvidia verspricht nicht weniger, als AAA-PC-Spiele über das heimische Netzwerk oder sogar aus dem Internet bequem auf dem Sofa spielen zu können. Ersteres bedeutet, dass Besitzer eines PC mit GeForce-Grafikkarte dort installierte Spiele über LAN oder WLAN quer durch die Wohnung an das Shield TV „schicken“ und so statt am Schreibtisch vorm Monitor bequem im Bett oder auf dem Sofa auf dem großen Flat-TV zocken können. Dominik hat das ausprobiert: „Mir gefällt die GameStream-Funktion am besten. Da wir auch eine PS4 im Haushalt haben, habe ich lange überlegt, ob ich Star Wars: Battlefront für die Konsole statt den PC kaufe – so richtig sicher war ich mir aber nicht, da die Kombination aus Shooter und Controller für mich manchmal etwas schwierig ist und PC-Spiele auch meistens etwas günstiger sind. Dank des Shield TV war die Entscheidung einfach: Battlefront wurde für den PC gekauft und dort auch meistens da gespielt. Wenn mir aber abends mal nach Sofa war, wählte ich eben GameStream auf dem Shield TV an und startete von dort aus komfortabel meinen PC und das Spiel. Dann spielte ich mit herausragender Grafik das PC-Game auf dem TV. Gut gelöst ist hier auch, dass der PC nicht einmal angeschaltet sein muss: Das Shield TV startet den PC über Wake-On-LAN und nach einer guten halben Minute tobt die Sci-Fi-Schlacht.“ Ein paar kleinere Kritikpunkte muss Dominik aber auch anbringen: „So muss auf dem PC zwingend die GeForce Experience-Software installiert sein, in der man sich wiederum mit dem gleichen GeForce-Account anmelden muss, wie auf dem Shield TV. Meine Freundin musste daher an ihrem PC ebenfalls meinen GeForce-Account nutzen, um auf dem Shield TV spielen zu können – warum hier nicht eine Funktion geschaffen wurde, einfach alle Geräte im lokalen Netzwerk sehen zu können, erschließt sich mir nicht.“ GameStream funktioniert übrigens auch über (ein schnelles) WLAN ausreichend stabil und flüssig – nicht so GeForce Now, wie wir im Folgenden erfahren …

GeForce Now

„Das zweite Feature im Bereich Spiele-Streaming, GeForce Now, hat hier leider mit Problemen zu kämpfen,“ berichtet Dominik. „So konnte ich Spiele nur morgens oder am frühen Nachmittag vernünftig spielen, abends sah ich stets die Anzeige, dass es einen hohen Paketverlust oder zu niedrige Bandbreite gab. Die Spiele starteten dann zwar, waren aber voller Darstellungsfehler oder Ruckler. Aufgrund meines für andere Zwecke einwandfrei funktionierenden Internet-Zugangs ist meine Vermutung, dass NVIDIAs Server oder deren Anbindung abends einfach nicht ausreicht, um allen Spielwilligen zufriedenstellende Leistung zu bieten.“ Bessere Ergebnisse erzielte Peter per LAN: „Bei meinem ersten Test des GeForce Now-Dienstes habe ich diesen über WLAN verwendet – davon ist aber eindeutig abzuraten: Die Spiele starten zwar und sind auch einigermaßen spielbar, aber durch die Aussetzer bei Bild und Ton kommt keine wirkliche Freude auf. Eine Veränderung der Position der Shield näher zum Router brachte eine Verbesserung, jedoch empfehle ich, das Shield direkt per LAN anzuschließen, denn hier zeichnete sich ein ganz anderes Ergebnis ab: Die Spiele werden butterweich und ohne wahrnehmbare Latenzen gestreamt, so macht es einfach nur Spaß zu spielen. Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut.“ Auch wir konnten nicht wirklich unterschiedliche Performance nach Tageszeiten feststellen, raten für eine flüssige Nutzung von GeForce Now aber auch zum Anschluss ans Netz per Gigabit-LAN – und natürlich ist auch hier eine per se schnelle Internetverbindung zwingend notwendig. Natürlich können auch unter diesen optimalen Bedingungen aber zwischendurch immer mal wieder Performance-Löcher auftreten, wir sind aber guter Dinge, dass Nvidia seinen Service besonders in dieser Hinsicht zukünftig immer weiter optimieren wird.

Shield-TV-4K-Gamestream

Sehr gut gefallen hat Peter, „dass Nvidia einen kostenlosen dreimonatigen Probezeitraum einräumt – so haben Spieler die Möglichkeit, das Angebot ausgiebig zu testen und sich dann zu entscheiden, ob es ihnen gefällt.
Der monatliche Preis von 9,99 Euro scheint mir aufgrund der bereits enthaltenen Spiele angemessen, sofern man eine solche Flatrate generell in Betracht zieht; auch wenn es hierbei natürlich noch beachten ist, dass AAA-Titel wie The Witcher 3 oder Mad Max gesondert zum Vollpreis gekauft werden müssen. Gut dabei: Es gibt einen auch am PC nutzbaren GOG.com- oder Steam-Key für das Spiel beim Kauf dazu.“

Felix‘ Erfahrung mit GeForce Now gestaltete sich zum Start etwas durchwachsen: „Um die 3-monatige Testphase zu starten, muss man sich nicht nur registrieren, sondern auch direkt eine Kreditkarte hinterlegen. Beim ersten Versuch, deren Nummer einzugeben, wurde die Zahlung leider abgelehnt. Erst mit einer anderen Karte konnte ich GeForce Now dann erfolgreich starten. An dieser Stelle hoffe ich einfach sehr, dass sich Nvidia dafür entscheidet, hier weitere Zahlungsmöglichkeiten wie beispielsweise PayPal zu integrieren – das würde den Zahlungsprozess deutlich erleichtern.“ Danach lief es aber auch bei ihm weitestgehend rund: „Ich bin ein Fan von Shootern, sodass ich auch direkt nach einigen Highlights des Genres gesucht habe. Gefunden habe ich allerdings nur Sniper Elite 2 und Homeland – beides Games, die schon etwas in die Jahre gekommen sind. Aktuellere Titel, wie etwa der neuste Call of Duty-Teil oder beispielsweise Star Wars Battlefront finden sich (noch) nicht im Service. Getestet habe ich dann die vorhandenen älteren Titel – und die funktionieren erstaunlich gut: Sniper Elite V2 ließ sich wie versprochen schnell und ohne Installation starten.“

„In den Einstellungen konnte ich in den Grafikeinstellungen feststellen, dass diese automatisch auf 1080p und Ultra gestellt waren. Nach dem Start einer neuen Kampagne war ich dann auch sehr beeindruckt: Die Grafik ist wirklich gut und die Eingaben sind zunächst nahezu verzögerungsfrei. Beim Spielen konnte ich wirklich für kurze Zeit vergessen, dass die Grafik gar nicht auf meiner Konsole berechnet wird, sondern auf einem Server in Frankfurt. Das ist sehr positiv. Zwar gab es gelegentliche Verbindungseinbrüche, ich sehe die aber eher in meiner WLAN-Verbindung begründet. Leider merkt man an manchen Stellen dann doch, dass die Spiele nicht für die Konsole optimiert wurden, sondern einfach eine PC-Version ohne Controller-Optimierung sind: So sieht man im Hauptmenü von Homeland in der Mitte einen Maus-Cursor und im Tutorial werden alle Tasten des Controllers nur mit Nummern (also z.B Button 5) angegeben. Und noch eine weitere Sache hat mich sehr gestört: Sowohl in Sniper Elite, als auch bei Homeland und ebenso im Racing-Spiel Dirt konnte ich keinen Multiplayer-Modus starten. Schade, spiele ich doch gerade bei Shootern gerne Online im Multiplayer-Modus.“

Tatsächlich sind die Titel in GeForce Now bislang nicht Multiplayer-fähig; ob sich das zukünftig ändert, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen.

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Und so resümiert Dominik den Dienst wie folgt: „Wenn die genannten Probleme gelöst werden, ist GeForce Now eine tolle Sache. Im Grunde verhält es sich technisch wie GameStream, nur das man keinen lokalen PC benötigt – den stellt quasi Nvidia. In den Zeiten, wo es gut lief, war auch die Latenz kaum bis gar nicht spürbar so dass selbst 3D-Shooter oder Autorennen gut spielbar waren. Für mich, der bereits einen Gaming-PC bei sich stehen hat, ist GeForce Now momentan zwar nicht attraktiv, ich kann mir aber durchaus Szenarien vorstellen, in denen eben keine ausgewachsenen Konsolen oder PCs mehr im Wohnzimmer stehen und stattdessen für eine Monatsgebühr Spiele aus der Cloud gespielt werden. Die Kaufpreise für aktuelle Spiele sind auch in Ordnung, wenn man bedenkt, dass man hier den Steam-Key ja noch dazu bekommt und somit nicht für immer an GeForce Now gebunden ist.“

Auch Peter ist vom grundsätzlichen Konzept angetan: „Ich würde nach meinen bisherigen Erfahrungen den GeForce Now Dienst als eine durchaus brauchbare Alternative zu einer Konsole bezeichnen. Eine gute Sammlung an Spielen ist bereits vorhanden und kann auch ohne allzu kräftige Hardware sehr gut gespielt werden, eine entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt. Einen kompletten Gaming-PC wird das Shield TV für mich allerdings nicht ersetzen, da ein PC einfach natürlich noch einiges mehr kann. Trotzdem ist es ein sehr gutes Konzept, dessen Entwicklung ich definitiv weiter verfolgen werde.“

Auch wir finden, dass Nvidia mit GeForce Now ein sehr interessantes neues Gaming-Kapitel aufgeschlagen und die schon seit Jahren herumgeisternde Idee des Cloud-Gaming bislang als einziger Player überzeugend an den Start gebracht hat. Dennoch gilt es noch viel zu optimieren, bevor ein Gerät wie das Shield TV mit GeForce Now wirklich zur ernst zu nehmenden Alternative zur PlayStation, Xbox oder gar zum Gaming-PC wird. Aktuell bewerten wir GeForce Now eher als Machbarkeitsbeweis und tolle Dreingabe für Shield TV-Nutzer ohne allzu ernsthafte Gaming-Ambitionen.

Fazit zum Nvidia Shield Android TV

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„Nvidia bietet hier für 200 Euro ein sehr attraktives Gerät, welches über eine gute Performance, bequeme Eingabemöglichkeiten und viele Anschlüsse verfügt. Eine gute Internetleitung vorausgesetzt lässt sich mit dieser Box sehr viel anstellen und sie ist eine sinnvolle Erweiterung für jedes Wohnzimmer,“ resümiert Peter. Felix meint, dass „GeForce Now einfach noch zu wenig bietet – angefangen bei zu wenig Zahlungsmöglichkeiten, über eine nur kleine Auswahl an verfügbaren Games bis hin zur fehlenden Multiplayer-Verfügbarkeit. Das Konzept und die Idee sind gut, an der Umsetzung hapert es einfach noch ein bisschen. Nichtsdestotrotz sehe ich im Game-Streaming eine große Zukunft. Optimiert man die Spiele an dieses Konzept, erweitert die Auswahl der Games und senkt die Latenz auf ein Minimum, könnte diese Methode eine sehr interessante Alternative zum heutigen lokalen Gaming darstellen. Und so würde ich jemandem, der auf der Suche nach einem Konsolen-Ersatz ist, eher vom Shield TV abraten – in Sachen Streaming kann ich die Box jedoch uneingeschränkt empfehlen: Wer auf Amazon Instant Video verzichten kann, bekommt hier die meines Erachtens beste Set-Top Box auf dem Markt.“

Dominiks Fazit zum Shield TV lautet: „Für jemanden, der bisher keine Konsole im Haus hat, aber seine PC-Spiele gern auf dem großen Fernseher spielen will, ist das Shield TV ideal, auch für Personen ohne Gaming-PC kann es interessant sein, wenn einem das Angebot von GeForce Now ausreicht und die Performance-Probleme gelöst werden. Steht bereits eine aktuelle Konsole im Wohnzimmer, ist ein Shield TV nicht ganz so einfach zu rechtfertigen, da es mit knapp 200 Euro zwar an sich nicht zu teuer, aber eben auch nicht ganz günstig ist, wenn man Funktionen wie GeForce Now und/oder GameStream nicht nutzt. Nach dem zweiwöchigen Test würde ich aber aufgrund der vielfältigen anderen Möglichkeiten der Set-Top-Box Freunden, die in die Zielgruppe passen, das Gerät aber auf jeden Fall empfehlen – auch wenn ich Ihnen eventuell beim ersten Einrichten helfen muss.“

Wir schließen uns an: Das Shield TV ist einerseits für die gebotene Performance und die nominellen Features wirklich nicht zu teuer; andererseits rechtfertigt das Kern-Feature GeForce Now zum derzeitigen Stand den Kauf nicht wirklich. So sehen wir die Set-Top-Box aktuell eher als … nunja, Set-Top-Box – und zwar die beste am Markt, zumindest für Nutzer, die Offline-Medien und Streams über YouTube und Netflix abspielen, ihre Android-Apps am großen Screen nutzen und dank 4K-Support und HDMI 2.0 zukunftssichere Hardware auf dem TV-Rack wissen möchten. Ich persönlich jedenfalls habe sämtliche anderen Media-Player und -Boxen durch das Shield TV ersetzt. Mein Gaming-PC freilich bleibt …

Unsere Test-Wertung zum Nvidia Shield Android TV

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 5/5
  • Software und Features: 3/5
  • Performance: 5/5
  • Konnektivität: 5/5

Gesamt: 90 %

Shield TVBadge

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Nvidia Shield Android TV – Pros und Kontra:

Pro Kontra
Schickes Design, guter Lieferumfang Nicht ganz unauffällig
Tolle Performance, große Anschlussvielfalt Hakelige Ersteinrichtung
GeForce Now noch nicht ganz überzeugend Mit 200 Euro für das Gebotene ein gutes Angebot

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