Nvidia hat im Rahmen der CES 2017 eine Nachfolger für seine Set-Top-Box Shield TV vorgestellt. Das neue Modell ist etwas teurer geworden, wird aber bereits mit einer Fernbedienung ausgeliefert. Im Video schauen wir uns das neue Modell genau an, vergleichen es mit dem Vorgänger und erklären die Neuerungen.

 

NVIDIA Shield TV

Facts 
Nvidia Shield TV (2017) Hands-On: Set-Top-Box mit 4K und HDR angeschaut
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Update vom 17. Januar 2017: Wir haben den Artikel um unser Hands-On erweitert. Im Folgenden lest ihr die Originalmeldung vom 5. Januar.

Im Vergleich zum Vorgänger fallen insbesondere die geschrumpften Ausmaße des neuen Nvidia Shield TV (2017) auf: 15,9 x 9,8 x 2,6 cm ist die Set-Top-Box nun groß, die alte Version brachte es hier noch auf 21 x 13 x 2,5 cm. Beinahe schon drastisch ist der Gewichtsverlust von 654 Gramm auf nur noch 250 Gramm.

Während es bei Ausmaßen und Gewicht steil nach unten ging, sieht es beim Preis jedoch anders aus: In der Grundausstattung schlägt das Shield TV (2017) nun mit rund 230 Euro zu Buche, den Vorgänger gab es bereits für 200 Euro. Zwar ist im Lieferumfang jetzt die Fernbedienung enthalten, die vorher separat für 50 Euro erhältlich war, weshalb der Nachfolger theoretisch nun sogar günstiger geworden ist – jedoch hat Nvidia mit der neuen Preis- und Ausstattungspolitik dem Kunden die Wahl genommen: Wer keinen Bedarf für die Fernbedienung hat, weil er die Set-Top-Box ohnehin lieber mit dem Controller steuert, muss dennoch dafür bezahlen.

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Shield TV (2017) mit weniger Anschlüssen

Technisch hat sich beim 2017er-Modell im Vergleich zum Vorgänger nichts getan. Im Inneren steckt ein Tegra X1 mit Maxwell-Grafik, der von 3 GB RAM begleitet wird. Je nach Modell bemisst sich der interne Speicher, der sich nun nur noch über normale USB-Sticks und externe Festplatten erweitern lässt, auf 16 GB oder 500 GB, letzteres in Form einer integrierten Festplatte. Bei den Anschlüssen hat Nvidia jedoch den Rotstift angesetzt: microUSB-2.0-Port und microSD-Slot fallen weg, sodass das Shield TV nur noch mit Gigabit-Ethernet-Anschluss, HDMI 2.0b mit Support für HDCP und CEC sowie zwei USB-3.0-Ports daherkommt. Weiterhin an Bord sind WLAN 802.11ac mit 2x2 MIMO und Bluetooth 4.1 Low Energy.

Shield TV (2017) mit Google Assistant

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Abseits des geschrumpften Gehäuses und des neu designten Controllers hat das Shield TV (2017) aber wenig neue Features zu bieten. Nvidia bewirbt vor allem die 4K-Auflösung und HDR, doch bereits der Vorgänger bot die gleichen Funktionen. Die UHD-Auflösung wird nun lediglich auf mehr Streaming-Anbieter ausgeweitet, nun wird auch Amazon Prime Video nativ unterstützt. Wirklich neu ist hingegen die Integration des Google Assistant, denn bislang war der digitale Helfer nur in Googles Pixel-Smartphones, dem Messenger Allo und dem intelligenten Lautsprecher Google Home verfügbar. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist das aber freilich nicht, da der Assistant laut Google in den kommenden Monaten auf allen Geräten mit Android TV auf Basis von Marshmallow oder Nougat Einzug halten soll.

Shield Pod macht das Shield TV (2017) zum smarten Lautsprecher

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Mit dem Shield Pod, einem kleinen Mikrofon für 50 US-Dollar, möchte Nvidia die Smart-Home-Funktionalität des Shield TV in naher Zukunft außerdem erweitern. Dazu kann das Mikro an einem beliebigen Ort in der Wohnung aufgestellt werden und verbindet sich über die Set-Top-Box mit dem Google Assistant und kann somit im Stile von Google Home oder Amazon Echo als smarter Lautsprecher verwendet werden.

Das Shield TV (2017) ist seit dem 16. Januar in Deutschland erhältlich. Das Modell mit 16 GB Speicher schlägt mit 229,99 Euro zu Buche, die Version mit 500 GB kostet 329,99 Euro.

Quelle: Nvidia, via ComputerBase

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