Entwickler warnen: VR-Horror-Entwickler müssen sehr vorsichtig sein

Marco Schabel 19

Die Virtuelle Realität kann ein großer Spaß sein und bietet vor allem einem Genre eine nie da gewesene Plattform: Horrorspielen. Einige Entwickler warnen allerdings, dass die Spiele lebensgefährlich sein können und die Studios Vorsicht mit Jumpscares walten lassen müssen.

Dead Secret Launch Trailer.

Schon seit die ersten Dev-Kits der Oculus Rift in Umlauf sind, sind die Fans und Interessenten der Technologie vor allem von Horrorspielen fasziniert. Unvergessen sind die panischen Reaktionen der Menschen, die zum Beispiel Outlast mit einem der Headsets spielten, oder von jenen, die sich Slender als sehr intensive Erfahrung gegönnt haben. Auch zukünftig scheint es vor allem das Genre der Horrorspiele zu sein, die den VR-Markt für sich erobern wollen. Dazu gehören zum Beispiel Until Dawn Rush of Blood, Dead Secret oder Edge of Nowhere. Der Horror dieser Spiele kann aber auch schnell zur Realität werden, weswegen einige Virtual Reality-Entwickler im Rahmen der GDC warnen und dabei drastische und warnende Worte gefunden haben.

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„Keine Kreatur größer als ein Hund“

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So wird betont, dass Horrorspiele für Oculus Rift, HTC Vive, PlayStation VR und Co. mit äußerster Sorgfalt entwickelt werden müssten. Vor allem die Verwendung von Jump-Scares stelle dabei eine große Gefahr für die Spieler dar, die mit einem VR-Headset eine deutlich intensivere Erfahrung haben, als nur vor dem Bildschirm. Alex Schwartz, der CEO von Owlchemy Labs (Job Simulator), ist zum Beispiel komplett gegen die „groben“ Mittel der Horrorspiele und würde lieber sehen, dass in die gegensätzliche Richtung eingeschlagen wird. Insbesondere Jumpscares seien ohnehin nur ein billiges Mittel zum Zweck.

 

In diese Kerbe schlägt auch Scott Stephan von WEVR, der mahnt, dass die Virtual Reality-Erfahrungen sehr vorsichtig kalibriert sein müssten. Dieser findet allerdings auch sehr drastische Worte um die Gefahren einer falschen Kalibrierung und der Verwenung von Jumpscares zu unterstreichen. So könne aus dem Spaß ganz schnell Ernst werden und aus dem Erschrecken werde ein Kampf ums Überleben. Es sei daher wichtig und die Verantwortung der Entwickler, dass die Spieler zuvor gewarnt werden und wissen, was sie erwarten kann.

„Wir haben sogar eine Regel, die besagt, dass keine Kreatur größer sein darf, als ein kleiner Hund. Alles, was darüber liegt, schrumpft euer Gehirn auf Echsengröße, welches denkt, dass dies kein Spaß-Erschrecker mehr ist, sondern ein Überlebens-Erschrecker.“ – Scott Stephan

Oculus-Gründer Palmer Luckey und Edge of Nowhere-Entwickler Brian Allgeier betonten bereits im Januar, dass er keine übertriebenen Schock-Momente in der Virtuellen Realität wollen um keine Herzinfarkte zu provozieren. Spiele im Oculus Store sollen demnach, so Luckey, eine Art Schock-Einstufung erhalten, mit klaren Hinweisen für Gefahrengruppen.

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