Oculus VR verliert Rechtsstreit - Ist dies das Ende von Oculus Rift?

Marcel-André Wuttig 35

Ein großer Rechtsstreit zwischen Oculus VR und ZeniMax kam kürzlich zu einem Ende. Dabei wurde Oculus als schuldig befunden, gegen ein NDA (Non-Disclosure Agreement) verstoßen zu haben und muss nun 500 Millionen US Dollar Strafe an ZeniMax zahlen.

Oculus Rift - Teaser.

Bei einem Rechtsstreit zwischen Oculus VR und ZeniMax kam es zu einem gravierenden Urteil für die Macher der Oculus Rift. Ein Gericht in Dallas, Texas entschied, dass Palmer Luckey, der Mitbegründer von Oculus VR, gegen ein NDA (eine Vertraulichkeitserklärung) verstoßen hat. ZeniMax, das unter anderem id Software und Bethesda Softworks gehört, klagte im Mai 2014, dass Mitarbeiter von Oculus VR Geschäftsgeheimnisse gestohlen hatten, um ihr VR-Headset herzustellen. Außerdem wurde John Carmack, dem ehemaligen Mitbegründer von id Software, vorgeworfen, die von ZeniMax entwickelte VR-Technologie Oculus VR zugänglich gemacht zu haben. Laut ZeniMax wären fast ein halbes Dutzend ZeniMax-Entwickler von Palmer Luckey abgeworben worden, um mit ihrem VR-Wissen an der Oculus Rift zu arbeiten.

Das Gericht verurteilte Oculus VR zu einer Geldstrafe von 500 Millionen US Dollar, da es fand, dass Palmer Luckey nicht nur gegen eine Vertraulichkeitserklärung verstieß, sondern auch das Urheberrecht von ZeniMax verletzte und falsche Angaben machte. Das texanische Gericht befand Oculus VR jedoch nicht dafür schuldig, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben.

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Das Ende von Oculus Rift?

In einem offiziellen Statement zeigte sich Oculus VR froh darüber, dass das Gericht das VR-Studio im gravierendsten Anklagepunkt nicht für schuldig hielt. Trotzdem will die Firma in Berufung Urteil gehen. ZeniMax zeigte sich aus anderen Gründen auch froh über das Urteil. Die Firma fühlt sich bestätigt darin, dass ihre exklusive Technologie gestohlen wurde, um die Oculus Rift herzustellen. ZeniMax warf im offiziellen Statement Oculus VR auch vor, dass es ohne die Technologie und die abgeworbenen Mitarbeiter nicht in der Lage gewesen wäre, ein VR-Headset herzustellen. Für ZeniMax scheint das Urteil nur der Beginn dieser Auseinandersetzung zu sein. Die Firma will in Zukunft dafür sorgen, dass ihre Technologie nicht weiterhin unrechtsmäßig benutzt werden kann. ZeniMax arbeitet an einer gerichtlichen Anordnung, die es Oculus und Facebook untersagt, weiterhin den Computer-Code zu benutzen, der laut Gericht das Copyright von ZeniMax verletzt.

Wir sind gespannt, wie es in diesem Rechtsstreit weitergeht. Falls ZeniMax mit der einstweiligen Verfügung erfolgreich ist, bleibt es abzuwarten, ob Oculus VR weiterhin die Oculus Rift verkaufen kann und wie sich die Firma von einem solchen Schlag erholen soll?

 Quelle: Gamesindustry.biz

 

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