OUYA: Razer kauft Hersteller der ersten Android-Konsole [Gerücht]

Kaan Gürayer

Neues Zuhause für die OUYA: Das Unternehmen hinter der ambitionierten, aber floppenden Android-Konsole wurde offenbar von Gaming-Zubehörhersteller Razer übernommen. Die Zukunft der OUYA scheint damit weiterhin unsicher.

OUYA: Razer kauft Hersteller der ersten Android-Konsole [Gerücht]

„Acqui-hiring“ – ein Kunstwort, das aus dem englischen „acquisition“ (Übernahme) und „hiring“ (Anstellen) besteht. Damit sind Firmenübernahmen gemeint, die im Grunde kein Interesse am Unternehmen an sich und seinen Produkten oder Services haben, sondern lediglich an den Mitarbeitern. Es geht um Talent. Vor allem in der Technologiebranche ist „Acqui-hiring“ Gang und Gäbe. Beim Kauf der Ouya Inc. durch Razer könnte es sich möglicherweise um diesen Fall der Mitarbeitergewinnung handeln.

Dass das Startup einen Käufer sucht, war bereits seit einigen Monaten bekannt. Zwar hatten die Macher der Android-Konsole 2012 auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sogar Rekorde gebrochen und insgesamt mehr als 8,5 Millionen US-Dollar eingenommen, die Finanzierung war aber dennoch nicht gedeckt. Selbst das Investment von TriplePointCapital und des chinesischen Versandgiganten Alibaba, die zusammen 25 Millionen US-Dollar in die Ouya Inc. steckten, reichten offenbar nicht aus, um eigenständig zu bleiben.

Laut der Investment Bank Mesa Global, die im Deal beratend an der Seite der Ouya Inc. stand, soll das Unternehmen vom Gaming-Zubehörhersteller Razer übernommen worden sein. Da Mesa Global die Meldung inzwischen wieder von der eigenen Webseite entfernt hat, wurde die Bekanntgabe der Übernahme offenbar etwas zu früh verkündet. Wahrscheinlich werden sich sowohl Ouya Inc. als auch Razer in naher Zukunft offiziell zum Kauf äußern werden.

Razer Logo

Interessiert sich Razor lediglich für Know-How der Ouya-Mitarbeiter?

Details zur Übernahme sind zwar noch nicht bekannt – dass Razer aber Interesse an der Hardware- oder Software der OUYA besitzt, darf zumindest angezweifelt werden. In ihrer kompletten Lebenszeit konnte die OUYA schließlich nie die Erwartungen erfüllen, die in sie gesetzt wurden. Razer selbst hat vergangenes Jahr ebenfalls eine eigene Mikro-Konsole vorgestellt: Razer Forge TV auf Basis von Googles Set-Top-Box-Plattform Android TV. Die Mini-Konsole hat aber offenbar mit Mängeln zu kämpfen und erntet durchwachsene Kritiken – auf Amazon erhält das Razor Forge TV im Durchschnitt gerade mal zwei von fünf möglichen Sternen.

Der Schluss liegt also zumindest nahe, dass das Unternehmen gar kein Interesse an der Ouya an sich besitzt, sondern lediglich Know-How in Form von talentierten Mitarbeitern einkaufen möchte, um die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

via: liliputing

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