Third-Person-Shooter, bombastische Action und eine nahezu frei zerstörbare Umgebung. All das wollte Eight Days bieten – und das am Anfang der PS3-Ära! Klingt fast zu gut um wahr zu sein? War es dann letzten Endes auch.

Als Eight Days 2005 im Rahmen einer Tech-Demo zum ersten Mal gezeigt wurde, staunten Fans und Presse nicht schlecht. Die Explosionen sahen für damalige Verhältnisse extrem realistisch aus, Autos konnten mit Schüssen gezielt an bestimmten Stellen demoliert werden und mit schweren Baustoffen, die von einem Hubschrauber transportiert werden, wurden sogar massive Brücken eingerissen. Kein Wunder, dass mit jedem neuen Trailer zum Spiel die Frage lauter wurde, ob hier wirklich Gameplay gezeigt wird oder ob es sich um CGI handelt, erklärt GVMERS in seinem neuen YouTube-Video zum Spiel.

Wie Eight Days hätte aussehen sollen, siehst du in folgendem Video.

Hinzu kam der durchaus interessante Ansatz, einen von zwei völlig unterschiedlichen Charakteren zu übernehmen – entweder den „bad guy“, der Rache an einer kriminellen Organisation nehmen möchte, oder den „good guy“, ein Detektiv, dessen Sohn von derselben Organisation entführt wurde und der nun ebenfalls nach den Verantwortlichen sucht. Beide Charaktere kommen mit einer eigenen Story und eigenen Fähigkeiten. Anfangs handeln sie voneinander unabhängig, später sollen sie aber aufeinander treffen und vielleicht sogar zusammenarbeiten.

Innovativ war auch, dass das Spiel an acht Tagen in acht verschiedenen Staaten spielen sollte – damals eine der größten geplanten In-Game-Maps. Zudem sollte die Uhrzeit der unseren gleichen, spielst du in der Nacht, wäre es also auch im Spiel Nacht gewesen. Und Google Maps sollte ebenfalls eine Rolle spielen – inwiefern, ist aber nicht bekannt.

Von Sony wurde Eight Days als einer der ersten Titel für die PS3 vorgestellt. Entwickelt sollte es von SIE London Studios werden, die zuvor schon das GTA-ähnliche The Getaway und später Gangs of London entwickelte – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Parallel dazu produzierte das Studio Casual-Titel wie SingStar und EyeToy, die kommerziell weitaus erfolgreicher waren. Und das wurde Eight Days letzten Endes auch zum Verhängnis.

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Nachdem 2006 auf der E3 ein erster Trailer gezeigt wurde, war es lange still um das Projekt. Erst Anfang 2008 wurden hinter verschlossenen Türen weiterführende Gameplay-Szenen gezeigt. Parallel dazu kündigte SIE London ein zweites Action-Projekt an: The Getaway 3. Doch schon im Juni 2008, wenige Monate nach der Vorstellung des neuen Materials, wurden beide Spiele von Sony offiziell eingestellt.

Gründe dafür soll es mehrere gegeben haben. Zum einen waren Spiele wie EyeToy und SingStar für Sony so erfolgreich, dass sich die Ressourcen von SIE London in Zukunft nur noch auf solche Projekte fokussieren sollte. Zum anderen wollte Sony fortan einen Fokus auf Online-Multiplayer legen, das Singleplayer-Spiel Eight Days konnte dies jedoch nicht bieten. Darüberhinaus war das Spiel dem kurz zuvor erschienen Uncharted: Drakes Schicksal viel zu ähnlich.

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2015 verlor Sony dann auch noch die Rechte an Eight Days – das vorerst endgültige Aus des Projektes. Aber auch wenn ein Release recht unwahrscheinlich ist, muss Eight Days nicht immer verschollen bleiben, meint GVMERS. Schon Nioh hat schließlich gezeigt: PS3-Projekte können auf der neuen Konsolen-Generation einen Zukunft haben.

Erinnerst du dich noch an Eight Days? Wie haben dir die ersten Trailer zu dem Projekt gefallen? Hättest du Eight Days gerne gespielt oder bist du froh, dass es letzten Endes von Sony eingestellt wurde? Schreibe uns deine Meinung gerne unten in die Kommentare.