PlayStation 4 Pro: Darum musst Du auf mehr Arbeitsspeicher verzichten

Marco Schabel 2

Die jüngst enthüllte PlayStation 4 Pro wird ein PS4-Modell mit mehr Power. Allerdings eher in grafischer Hinsicht, denn der Arbeitsspeicher wird weiterhin recht „klein“ bleiben. Jetzt hat Sony verraten, warum das so ist.

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In der vergangenen Woche machte Sony den Gerüchten um die PlayStation 4 Neo ein Ende und kündigte ganz offiziell die PlayStation 4 Pro als stärkeres Modell der aktuellen Konsole an. Auch die Hardwarespezifikationen wurden in diesem Zusammenhang enthüllt und versprechen mehr Prozessorleistung, eine höhere Taktrate für die Grafikkarte, also auch mehr Teraflops – aber weiterhin „nur“ acht Gigabyte an Arbeitsspeicher. Das wirft natürlich Fragen auf, warum nicht auch hier ein klein wenig mehr Power unter die Haube gepackt wurde, was sicherlich von Vorteil für mehrere und anspruchsvolle Anwendungen ist. Mittlerweile hat Sonys Engineering-Chef Masayasu Ito diese Fragen geklärt und angegeben, warum nicht ein paar Gigabyte mehr verbaut wurden. Grund ist demnach der, dass die Entwickler nicht auf dumme Ideen kommen sollen.

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Bekanntlich werden die nämlich mehr oder weniger gezwungen, ihre Spiele für die PlayStation 4 Pro so zu entwickeln, dass sie auch auf der originalen PS4 laufen. Die sind damit nicht ganz einverstanden und kämpfen für Exklusivspiele für das neue Modell, da alles andere mehr Arbeit bedeute und die Power nicht richtig genutzt werden könne. Wie Ito ausführt, wurden die acht Gigabyte daher bei belassen, um die Kompatibilität zu wahren. Die Entwickler hätten vielleicht Spiele mit dem höheren Arbeitsspeicher im Hinterkopf erschaffen, die dann nur mit Problemen auf dem Standardmodell laufen. Auch das gegenteilige Szenario, das aus ähnlichen Gründen der Arbeitsspeicher gar nicht erst angetastet wird, wäre möglich und laut Sony nicht wünschenswert. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass selbst wenn die Entwickler es dürften, sie schnell auf Probleme stoßen könnten, wenn sie ein Spiel nur für die PlayStation 4 Pro entwickeln wollten.

Erscheinen wird die PlayStation 4 Pro am 10. November und stellt nur einen Ableger der aktuellen Generation dar. Gerüchten zufolge könnte 2018 schon eine waschechte PlayStation 5 folgen. Neben dem gleichbleibenden Arbeitsspeicher kommt die PS4 Pro übrigens auch ohne 4K-Laufwerk, mit gedrosselter Framerate für Multiplayer-Spiele und möglicherweise sogar ohne native 4K-Auflösung daher.

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