PlayStation Plus vs. Games with Gold: Was hat sich 2017 mehr gelohnt?

Marcel-André Wuttig

Jeden Monat verschenken Sony und Microsoft Spiele an ihre PlayStation Plus- und Xbox Live-Abonennten. Und jeden Monat diskutieren Spieler, welches Abo sich wirklich lohnt und welches eher nicht. Die Kollegen von Polygon  haben sich angeschaut, wie die beiden Services im direkten Jahresvergleich abschneiden.

PlayStation Plus vs. Games with Gold: Was hat sich 2017 mehr gelohnt?

PlayStation Plus oder Xbox Games with Gold? Welches Abo hat sich im letzten Jahr mehr gelohnt?

PlayStation Plus im Überblick

Für PlayStation Plus-Abonennten gab es im letzten Jahr 74 kostenlose Spiele. Zwei davon waren PlayStation VR-Games. Im Durchschnitt kommen diese Titel auf eine Metacritic-Bewertung von 71,3. Der Gesamtwert liegt bei $1.287,25 (umgerechnet 1.090,44 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Metacritic-Wert der Spiele um knapp drei Punkte verschlechtert (74,1 in 2016) und der Gesamtwert um über $130 verbessert ($1.150,79 in 2016).

Bilderstrecke starten
12 Bilder
PlayStation und Xbox: Kostenlose Games im Mai 2018.

Bei der genaueren Betrachtung der einzelnen Monate wird aber leider deutlich, dass die erste Hälfte des Jahres überwiegend enttäuschend bis mittelmäßig war. Das erste große First-Party-Spiel von Sony gab es erst im September mit inFamous: Second Son. Im Oktober folgte mit Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain dann das bestbewertete Spiel des Jahres. Leider ging es in den darauffolgenden Monaten wieder deutlich bergab.

Im Schnitt waren die PS Plus-Spiele 2,3 Jahre alt und kosteten $17,40 pro Spiel (umgerechnet 14,73 Euro). Gerade für PS3-Spieler war die Auswahl an Games aber ziemlich enttäuschend.

Xbox Games with Gold im Überblick

Für Xbox Live-Abonennten gab es im letzten Jahr 48 kostenlose Spiele, also deutlich weniger als bei PS Plus. Dafür schneiden die Games with Gold aber besser bei Metacritic ab: Sie erreichen eine durchschnittliche Bewertung von 77,19. Der Gesamtwert der Spiele unterbot mit $1.029,52 (umgerechnet 872,11 Euro) die PS Plus-Spiele, was nicht verwunderlich ist, da es ja insgesamt weniger Games gab. Der Vorteil von Xbox Live-Abonennten ist, dass sie Xbox 360-Spiele auch auf ihrer Xbox One zocken können.

Xbox Games with Gold Dezember 2017 Trailer.

Bereits im Januar und Februar waren mit Rayman Origins und Star Wars: The Force Unleashed ziemlich bekannte Franchises enthalten. Auch in den darauffolgenden Monaten waren mit Assassin’s Creed 3, Evolve: Ultimate Edition, Star Wars: The Force Unleashed 2, Watch Dogs und Dragon Age: Origins immer wieder bekannte Reihen vertreten. Im August folgte mit Bayonetta  das bestbewertete Spiel des Jahres. Erst in den letzten paar Monaten des Jahres schwächelte die Auswahl gerade im Vergleich zu den Hochkarätern der ersten Jahreshälfte.

Im Schnitt waren die Games with Gold 4,4 Jahre alt und kosteten $21,45 pro Spiel (umgerechnet 18,17 Eur0).

Fazit

Der aussagekräftigste Wert im direkten Vergleich der beiden Abo-Services ist die durchschnittliche Bewertung der Spiele. Wen interessiert es denn wirklich, ob ein Spiel zwei oder vier Jahre alt ist, wenn es sowieso grottenschlecht ist? Auch der monetäre Wert kann täuschen, da er nicht den eigentlichen Wert des Spiels reflektiert. Schlechte Spiele können teuer sein und gute Spiele günstig. Und wenn wir uns die durchschnittliche Metacritic-Bewertung anschauen, dann hat Games with Gold ganz eindeutig die Nase vorn.

Es gab vier Monate bei Games with Gold, in denen die Auswahl an Spielen einen Metacritic-Wert von über 80 hatte. Zwei weitere Monate waren mit einer Bewertung von 79 nicht viel schlechter. Microsofts größter Vorteil ist wohl, dass Games with Gold drei Jahre nach PlayStation Plus launchte. So gab es neun Games with Gold-Spiele in der Vergangenheit bereits bei PlayStation Plus.

Was meinst du? Warst du im letzten Jahr mit deinem Abo zufrieden?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung