PS4 Pro: Nur geringer Mehraufwand für Spiele-Entwicklung

Martin Eiser 10

Mark Cerny ist als Lead System Architect bei Sony auch für die neue PlayStation 4 Pro verantwortlich. In einem Interview sprach er über den Mehraufwand bei der Entwicklung und warum weder die PS4 Pro noch Xbox Scorpio nativ 4K-Inhalte darstellen können.

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Am 10. November 2016 bringt Sony ein technisch besseres Modell der PS4 auf den Markt. Alle kommenden Spiele bleiben zwar kompatibel zur alten Variante, aber mit der PlayStation 4 Pro gibt es im besten Fall eine höhere Auflösung oder aufgemotzte Grafik. Auch Spiele für PlayStation VR sollen davon profitieren.

Nun stand dazu die Frage im Raum, ob sich der Mehraufwand für Entwickler rechnen würde, eine verbesserte Version zu entwickeln oder etwa ein Update für alte Spiele anzubieten. In einem Interview mit der japanischen Seite AV Watch klärte Lead System Architect Mark Cerny nun über die Entwicklungskosten für die PS4 Pro auf. Demnach gibt es Entwarnung, denn die gesamte Arbeitszeit würde durch die Überarbeitung der Inhalte um „deutlich weniger als ein Prozent“ steigen.

Warum das Ende der Konsolen auch ein Anfang ist

Allerdings gibt Cerny auch zu, dass die PS4 Pro nicht in der Lage ist, Inhalte nativ in 4K auszugeben. Es wird zwar manche Spiele geben, die die neue Konsole in der höheren Auflösung darstellen kann. Um aber durchgängig eine solche Auflösung anbieten zu können, das ist seine persönliche Einschätzung, „sind mindestens acht Teraflops nötig“. Die PS4 Pro kommt auf lediglich 4,2 Teraflops, aber übertrumpft damit immerhin die PS4 mit ihren 1,84 Teraflops um mehr als doppelte.

Die Systemarchitektur der PS4 Pro sei ein Kompromiss an den Preis und die Größe der Konsole. Das neue Modell kostet zum Start 399 Euro und wird etwa ein Fünftel größer als die ursprüngliche Version. Gleichzeitig hat sich Cerny mit seiner Aussage einen Seitenhieb erlaubt: Die Xbox Scorpio würde die 4K-Auflösung nämlich auch nicht nativ darstellen können. Die für Weihnachten 2017 geplante neue Micorosoft-Konsole soll 6 Teraflops bieten – deutlich unter den von Cerny geschätzten 8 Teraflops.

Ein paar weitere Details zur PS4 Pro und den unterstützten Spielen gibt es hoffentlich in den kommenden Tagen. Sony hat bereits angekündigt, dazu einen Event am 2. und 3. November 2016 in London zu veranstalten.

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Schau Dir das Interview vom September mit Mark Cerny an:

Interview: Mark Cerny über die Entwicklung der PS4 Pro.

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