Chinesische Low-Budget-Konsole: Das passiert, wenn sich PS4 & Xbox One paaren

Lisa Fleischer 9

Habt ihr euch schon immer gefragt, was wohl dabei herauskommen würde, könnten sich Konsolen paaren? Anscheinend eine brennende Frage, zumindest wenn man einen Blick auf das Reich der Mitte wirft. Denn in China wurde nun schon die zweite Konsole vorgestellt, die der PS4 und Xbox One zum Verwechseln ähnlich sieht.

Fuze Konsole

Dass China offensichtlich so sehr auf westliche Produkte abfährt, dass immer wieder die absurdesten Fälschungen entstehen, ist nicht erst seit gestern bekannt. Gerade im Technik-Bereich tauchen immer wieder chinesische Produkte auf, die bestehenden Produkten auf das kleinste Detail gleichen. Scheinbar treiben vor allem die aktuellen Konsolen von Sony und Microsoft die doch sehr eigene „Kreativität“ der fernöstlichen Entwickler zu ungeahnten Höchstleistungen an.

So stellte vor kurzem die chinesische Firma Fuze die neue Android-Konsole „Tomahawk F1“ vor. Komisch nur, dass diese gar nicht so neu wirkt: Die Hardware wirkt wie von der PS4 abgeschaut, der Kontroller gleicht dem großen Bruder von Microsoft in jeglicher Hinsicht. Aber Moment; kommt euch das alles nicht auch bekannt vor? Bestimmt, denn vor gut einem halben Jahr wurde eine Croudfounding-Kampagne zur Android-Konsole OUYE vorgestellt, die, wer hätt’s gedacht, ebenfalls aus China stammt und der Tomahawk F1… ähm… einer PS4 mit Xbox One-Kontroller enorm ähnelt. Da kann man schon mal durcheinander kommen.

Fuze Interface

Erstaunlich ist nur, dass hinter der kopierten Konsole große Namen wie die des ehemaligen Capcom-Entwicklers und Mega Man-Erschaffers Keiji Inafune stehen. Außerdem klingt das Line-Up für die Tomahawk F1 keineswegs trashig. Neben Inafunes neustem Projekt Mighty No 9 soll auch Red Ash: The Indelible Legend für die Fuze-Konsole erscheinen. Letzteres war von dem chinesischen Entwickler refinanziert worden, nachdem bei der dazugehörigen Kickstarter-Kampagne nicht genügend Geld zusammen getrommelt werden konnte.

Die Tomahawk F1 gibt von ihrer Leistung zwar weniger her als die beiden US-amerikanischen bzw. japanischen großen Brüder, mit umgerechnet circa 120 Euro müsst ihr dafür aber auch weitaus weniger Scheinchen über den Tresen gehen lassen. Klingt nach einer vielversprechenden Low-Budget-Konsole – wäre da nicht das dreist gemopste Design.

Quelle: Kotaku

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