Die PlayStation 4 spielt vielleicht eine tragische Rolle im Terrorismus!

Marco Schabel 4

Die PlayStation 4 ist aktuell die bestverkaufte Konsole der aktuellen Generation. Das scheinen allerdings auch Terroristen für sich zu nutzen. Möglicherweise nutzen Terroristen die Konsole zur Kommunikation.

Erinnert ihr euch noch, als wir alle auf die Barrikaden gingen, als die Xbox One vorgestellt wurde? Die Konsole sollte zu Beginn nur mit der Kinect-Kamera ausgeliefert werden, was Ängste schürte, die Konsole würde zu einem Instrument der NSA um die Spieler auszuspionieren. Wie es aktuell heißt, könnten diese Ängste bald möglicherweise Realität werden – auf der PlayStation 4. Bereits vor den von der Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS) verursachten Anschlägen vom Freitag gab es Hinweise, dass die PlayStation 4 zur Planung solcher Attentate genutzt wird.

Die Erkenntnisse stammen von den belgischen Behörden, die bereits am Dienstag anmerkten, dass die Kommunikation der Terroristen möglicherweise zu großen Teilen über die PlayStation 4 stattfindet. Die Sony-Konsole sei schwerer zu überwachen, als zum Beispiel Whatsapp. Demnach sprach Jan Jambon, der belgische Vizepremier- und Innenminister, bereits drei Tage vor den schrecklichen Geschehnissen in Paris und Beirut im Rahmen einer Debatte über die Schwierigkeit, die die Behörden damit hätten, die PlayStation 4 adäquat zu überwachen. Demnach werde die Konsole zwar international ebenso überwacht wie andere Dienste, es sei jedoch nicht so leicht, die dortige Kommunikation zu entschlüsseln.

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PlayStation 4: Das sind die 16 bestbewerteten Spiele für die Konsole.

Für Sony steht die Sicherheit an erster Stelle

Mittlerweile hat sich auch Sony zu den Vorwürfen geäußert, dass die PlayStation 4 eines der beliebtesten Kommunikationsmittel der Terroristen ist. Demnach erfülle die Konsole den Standard aller verbundenen Geräte dieser Tage und habe demnach natürlich auch das Potenzial, missbraucht zu werden. Dennoch, so betont das japanische Unternehmen, sei ein großes Anliegen, dass die Nutzer geschützt werden sollen und die Spieler jederzeit die Möglichkeit haben, auffälliges, illegales oder verdächtiges Verhalten zu melden. Sollte auf diesem Wege zum Beispiel die Aktivität von Terroristen aufgedeckt werden, wird Sony selbstverständlich alle nötigen Schritte unternehmen und die zuständigen Autoritäten einschalten.

Auch wenn nicht klar ist, ob und wie weit die PlayStation 4 auch im Rahmen der Anschläge am Freitag Verwendung fand, kursieren bereits Gerüchte, dass die IS die Konsole zur Rekrutierung, der Planung von Attacken und generellen Kommunikation nutzte. Fest steht jedoch, dass diese Dinge wohl im Allgemeinen auch über die Sony-Konsole stattfinden. Zumindest eine Konsole soll zudem am Wochenende als Beweismittel gesichert worden sein. Um die Pferde jetzt aber nicht unnötig scheu zu machen, sollte bei all diesen Ermittlungen jedoch bedacht werden, dass es nicht ungewöhnlich ist, bei einem Menschen in den Zwanzigern eine Konsole im Wohnzimmer zu finden. Fraglich sind aber die Folgen.

So könnte die Kommunikation stattfinden

Die Schwierigkeit der Überwachung der PlayStation 4 ergibt sich aus den vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation. Abgesehen von Sprach-Chats im Spiel, die nur schwer verfolgt werden können, kann die Kommunikation auch rein über Gesten oder Aktionen im Spiel selbst erfolgen, die anhand vorher festgelegter Parameter dechiffriert werden können. Etwas wilder sind die Theorien über in Call of Duty und anderen Shootern an die Wand geschossenen Nachrichten oder Münzplatzierungen im Super Mario Maker. So etwas zu überwachen ist aus personaltechnischen und technischen Gründen derzeit einfach unmöglich.

Bereits vor zwei Jahren gab Edward Snowden zu verstehen, dass Agenten der NSA, sowie andere britische und amerikanische Behörden die Kommunikationen in World of Warcraft und über Xbox Live überwachten, um mögliche Terroristen aufzuspüren. Das geschah ohne das Wissen von Blizzard oder Microsoft, die sich erbost zeigten. Sollte sich die PlayStation 4 als Kommunikationsmittel schlechthin für Verbrecher herausstellen, könnte es auch massive Bemühungen geben, die Systeme stärker zu überwachen. Das sind allerdings reine Spekulationen.

Sollte euch etwas in euren Spielen auffallen, solltet ihr aber nicht zögern, darauf zu reagieren. Die Aufzeichnungsfunktionen der PlayStation 4 könnten dabei helfen.

Terror in Paris Artikelbild

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