Wer für Nintendo stimmt, der muss ein informierter Wähler sein. Die positiven Leistungen und die großen Erfolge sah man dem Traditionsunternehmen nämlich zuletzt nicht immer sofort an. So sollte man sich weder von der aktuellen Absatzkrise der Wii U, noch von dem dünnen Spiele-Line-Up der letzten Monate in die Irre leiten lassen. Mit Nintendo muss man immer rechnen.

Nehmen wir zum Beispiel 2012. Hättet ihr gewusst, dass Nintendos Spiele auf der Bewertungsplattform Metacritic den zweitbesten Durchschnitt von allen Publishern hatten? Nur Microsoft schnitt besser ab. Eine beachtliche Leistung, die für die hohen Qualitätsstandards im Hause Nintendo steht. Dass Nintendo in wirtschaftlicher Hinsicht niemanden das Wasser reichen kann, dürfte indes hinlänglich bekannt sein. Wii und 3DS führen die Charts bereits eine gefühlte Ewigkeit an und stellen die gesamte Konkurrenz in den Schatten. Nintendo ist krisenfest und hat genügend Spielräume für die Zukunft.

Wie diese Zukunft aussehen soll, das war zuletzt allerdings etwas unklar. Mit der Wii U wollte man den enormen Innovationsdruck, den Nintendo sich selbst mit der Wii und ihrer Bewegungssteuerung auferlegt hatte, gerecht werden. Im Grunde ist Nintendo mit dem Second Screen-Konzept, dem zweiten Bildschirm im Wii U-Pad, seiner Zeit auch wieder voraus gewesen. Immerhin wurde man auf der gamescom und der E3 von allen Publishern mit Second Screen-Optionen geradezu bombardiert. Dummerweise fehlten Nintendo bisher einfach die Spiele, die das durchaus gegebene Innovationspotential der Hardware auszuschöpfen wissen. Spiele wie „Zombi U“ oder „Rayman Legends“ haben aufregende oder unterhaltsame Ideen ins Spiel gebracht, doch für eine echten Trend oder eine zweite Wii Remote-Erfolgsgeschichte ist das einfach noch zu wenig.

Überhaupt hört man dieses „zu wenig“ in letzter Zeit sehr oft von Seiten der Fans. Die Wii U selbst mag alles mitbringen, was man für eine glorreiche Zukunft so braucht, doch mit den Spielen kommen die Japaner irgendwie nicht hinterher. Gerade die traditionellen Erfolgsgaranten von Zelda, über Metroid zu Super Mario Galaxy ließen sich in der neuen Generation noch nicht blicken.

So gesehen kommt die heutige Wahl für Nintendo etwas ungelegen. Wir haben es quasi mit den Grünen unter den Konsolen-Herstellern zu tun. Nur dass Nintendo sich kurz vor der Wahl nicht mit Pädophilie-Vorwürfen herumschlagen muss, sondern mit einer spielerischen Dürrezeit. Dass es wieder besser wird, das scheint jedoch so sicher wie die Entführung von Prinzessin Peach.

 

PlayStation 4

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