Resogun Test: Der beste exklusive Launch-Titel für die PS4!

Thomas Goik 25

Vor dem Release der PlayStation 4 waren alle Gamer-Augen auf Killzone: Shadow Fall gerichtet. Dass es sich beim neuen Shooter aus dem Hause Guerrilla Games nicht gerade um ein Meisterwerk handelt, hat euch Tobi bereits verraten. Selbst ein Knack bekam viel Aufmerksamkeit – ein kleiner Platformer, der sich in der Praxis aber als recht langweilig entpuppte. Und Resogun? Was zum Teufel ist Resogun? Ganz einfach: Das neue Spiel der Stardust-Macher und der beste exklusive Launch-Titel für die PlayStation 4!

Resogun ist – wie fast jeder der Launch-Titel – kein Spiel, das unbedingt die Hardware der nächsten Generation braucht, um seinen Spaß zu entfalten. Es braucht die Power der PS4 aber sehr wohl, um mit seinem ultrabunten Pixel-Bombast auf meiner Netzhaut eine fette Drum’n’Bass-Party zu feiern. Resogun macht nämlich nicht einfach nur mächtig Laune, es ist auch einfach ein verdammt cooles audiovisuelles Erlebnis.

Resogun Action-Trailer.
Dabei baut das Spiel auf einem ähnlich simplen, aber zugleich suchterregenden Prinzip auf wie schon Super Stardust HD auf der PlayStation 3. Nur fliege ich hier nicht rund um einen kleinen Planeten und ballere alles ab, sondern im Zylinder um eine von sechs Städten und zerspratze dort alles in seine virtuellen Einzelteile. Dabei stehen mir zu Beginn drei verschiedene Raumschiffe zur Verfügung, jedes mit anderen Stärken und Schwächen, etwa mehr Mobilität oder einen stärkeren Overdrive-Modus – der verstärkt für kurze Zeit die Waffensysteme des Schiffs enorm und sieht dabei auch noch wie der krasseste Todesstrahl aus, den ich je gesehen habe.

Neben Overdrive steht mir noch ein begrenzter Boost zur Verfügung und natürlich gehören Smart-Bombs zum Arsenal meines Schiffs – also alles recht konventionell für Shoot’em up-Verhältnisse. Der Twist von Resogun findet sich in der Rettung der Menschheit – in jeder Stage gibt es nämlich eine bestimmte Anzahl von Menschlein, die nach und nach gerettet werden wollen. Ich muss dann also mit meinem Schiff eines der Opfer aufnehmen und zu einer Rettungsstelle bringen – das bringt mir dann Extra-Punkte, einen Schild oder sonstige Boni. Wer auf diesen ganzen humanitären Rette-die-Welt-Kram keine Lust hat, kann die jammernden Menschen aber auch einfach ignorieren und weiterballern – nur bleiben so viele Punkte auf der Strecke.

Jede Stage ist zudem in drei Phasen unterteilt, die einem immer stärker werdende Wellen von Gegnern entgegen schicken. Dabei werden die Bewegungs- und Angriffsmuster der außerirdischen Feinde immer unberechenbarer und das Spiel so anspruchsvoller. Da kann einem das visuelle Grandeur von Resogun auch schon mal in die Quere kommen, etwa wenn man den Laser eines Feindes im Partikel-Gebrutzel der eigenen Zerstörungsorgie schlicht und einfach nicht sieht. Zuweilen wird Resogun also einfach ein bisschen unübersichtlich.

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Am Ende jeder Stage wartet ein Bossgegner darauf, besiegt zu werden. Das ist dann beispielsweise eine riesige Kugel, die unter zunehmenden Beschuss langsam auseinander bröselt. Oder eine Art Space-Schlange, die im Verlauf des Kampfes von allen Seiten angreift. Am Anfang sind die Obermotze noch schön einfach, später werden sie dann richtig knackig – vor allem auf den letzten beiden Schwierigkeitsgraden.

Wer dann keinen Bock mehr hat ganz allein die Welt zu retten, kann sich in den Online Koop-Modus stürzen. Da fliegt man dann mit einem weiteren Spieler durch die Levels – einen großen Unterschied zum Singleplayer-Modus macht das aber nicht, weil es kaum Interaktion zwischen den Spielern gibt. Schade ist auch, dass es keinerlei lokale Mehrspieler-Modi gibt.

Von den neuen Features der PlayStation 4 nutzt Resogun übrigens nur den Lautsprecher im Controller für diverse ingame-Ansagen. Das fand ich schnell so dermaßen nervig, dass ich es ausgestellt habe – die gleichen Nachrichten kommen nämlich auch aus dem Fernseher selbst.

Fazit:

Resogun ist Trance-induzierend. Entwickler Housemarque leistet hier nicht nur technisch Großes – die in Tausend Einzelteile zerspringenden Voxel-Gegner sind atemberaubend – auch stilistisch setzt der neue Titel der Stardust-Schöpfer ein Ausrufezeichen. Vor allem aber macht Resogun einfach nur Spaß. Kein Next-Gen ultra-neuer Mega-Spaß, nein, einfach nur Spaß. Das Treffer-Feedback ist fantastisch, das Gegnerverhalten herausfordernd und der Karussel-artige Aufbau der Levels sorgt für frischen Fahrtwind. Ab und zu wird Resogun zwar arg unübersichtlich, das hält mich aber nicht davon ab, auf Highscore-Jagd zu gehen.

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