Luftrausers Test: Aus diesem Genre ist noch nicht die Luft raus...ers!

Thomas Goik 5

„Luftrausers“ ist ehrlich gesagt sehr schnell beschrieben. In bester Shoot’em-Up-Manier ballere ich mit meinem aus mehreren Einzelteilen selbst gebauten Flieger zahllose Feinde vom Himmel, versenke Schiffe und bringe Zeppeline zum Absturz. Belohnt werde ich mit Punkten und weiteren Teilen für mein Flugzeug. Fertig, da habt ihr „Luftrausers“! Es gibt nur die eine Stage, weder spielerisch noch grafisch bietet dieses Spiel sonderlich viel Abwechslung und doch ist es einfach nur genial.

Luftrausers Test: Aus diesem Genre ist noch nicht die Luft raus...ers!

Aber genau zu sagen, was denn nun „Luftrausers“ so verdammt genial macht, ist gar nicht so einfach. Ist es die präzise Steuerung, die ein extrem befriedigendes, Skill-basiertes Gameplay ermöglicht? Sind es all die grundverschiedenen Waffen-, Rumpf- und Antriebsvarianten, die das gesamte Spielgefühl ändern können? Ist es der herrlich simple Pixel-Look in Sepia-Farben, der einerseits an alte Kriegs-Dokumentationen und andererseits an Gameboy-Optik erinnert?

Luftrausers - Teaser Trailer.
Ist es die Tatsache, dass man in dem Spiel Schaden von feindlichen Treffern automatisch heilt, wenn man aufhört zu schießen? Ist es der fantastische Soundtrack von Kozilek? Oder ist es am Ende doch der dämliche, pseudo-deutsche Name? All das mag ich an „Luftrausers“, am Ende liebe ich dieses Spiel dann aber schlicht und einfach für das Gefühl, wenn ein extrem waghalsiges Flugmanöver gelingt, bei dem ich kurz ins Wasser tauche, nur um anschließend drei gegnerischen Raketen auszuweichen und endlich den großen Kreuzer zu zerstören.

Sein simples Konzept setzt Entwickler Vlambeer mit „Luftrausers“ nahezu perfekt um, so dass ich schließlich nur eine echte Kritik an dem Spiel habe: Ich hätte gerne mehr. Mehr Stages, mehr Abwechslung bei den Gegnern, mehr Stücke im Soundtrack, mehr Missionen. Knapp neun Euro kostet der Pixel-Shooter – trotz augenscheinlich geringem Umfang ein fairer Preis, bedenkt man, dass man immer wieder zu dem Spiel zurückkehren wird. Nicht etwa für zahllose Stunden am Stück, aber für die kleine „Rausers“-Dosis zwischendurch.

Getestet habe ich „Luftrausers“ auf der PlayStation Vita.

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Vom Nintendo-Lieferant zum Konsolen-König: Die Geschichte der PlayStation.

Fazit:

„Luftrausers“ weiß haargenau, was es sein möchte. Ein verdammt schnelles, Skill-basiertes Shoot’em Up im Retro-Look, das mir waghalsige Flugmanöver und digitale Nahtod-Erfahrungen erlaubt und mich mit einem extrem zufriedenstellenden Spielgefühl belohnt. „Luftrausers“ ist ein sehr eng geschürtes, kleines Spielepaket, das lediglich von ein wenig mehr Substanz profitieren könnte.

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