Valve hat große Pläne. Sehr große sogar. Zumindest legt man uns diesen Eindruck mit dem großspurigen Ankündigungsmarathon in dieser Woche sehr nahe. Doch irgendwie will der Funke noch nicht so richtig überspringen. Also noch einmal von vorn: Das Unternehmen will eine neue Klasse von „konsoligen“ Computern erschaffen. Das wussten wir bereits. Gabe Newell redet seit Anfang des Jahres im Grunde auf jeder Messe über nichts anderes mehr. Diese „neue Generation des Gaming“ ruht auf den standhaften Säulen Linux und Steam. Hier das gestern vorgestellte SteamOS, dort die gewaltigen Vertriebskräfte der Marke Steam. Irgendwo dazwischen noch der Big Picture Mode, 15 bis 20 Kooperationsverträge mit Herstellern für die Produktion von Prototypen und ein noch nicht offiziell angekündigter, aber sehr wahrscheinlicher Controller. So weit, so sinnvoll. Doch was ist denn nun mit der Hardware, Valve? 

Welche Spezifikationen hat die von der Presse „Steam Box“ getaufte Hardware? Wie sieht das Teil aus und was macht es anders als die im Herbst kommende Konsolen-Konkurrenz? Genau diese Frage wollte Valve gestern befriedigend beantworten - zumindest nahmen das fast alle Beobachter vor der zweiten großen Enthüllung an.

Heraus kam dabei jedoch nur das hier: „Beginning in 2014, there will be multiple SteamOS machines to choose from, made by different manufacturers.“ Es wird unterschiedliche „Steam Machines“ von unterschiedlichen Herstellern geben. Welche Hersteller das genau sind, was konkret sich hinter diesen Steam Machines verbirgt und wie dieses aussehen sollen - dazu erfuhren wir gestern mal wieder rein gar nichts.

Was allerdings bekanntgegeben wurde, war ein kleines Beta-Programm für Valves hauseigene Steam Machine; die ursprüngliche Steam Box wenn man so will. Die gibt es nämlich auch. Gerade einmal 300 solcher Geräte“ wird Valve an auserwählte User verteilen, um die eigens von Valve an das SteamOS angepasste Hardware zu testen. Das Programm startet am 25. Oktober.

Wer sich also auf die Zukunft des Gaming gefreut hatte, der wurde gestern im besten Fall vertröstet. „We promise we'll tell you more about it soon“. Bald werden wir mehr erfahren, versprach das Unternehmen und stellte eine Liste mit Steam Machine-Prototypen in Aussicht, die uns alles über die Preise, die Performance und die Hardware-Spezifikationen verraten wird. Diese Ankündigungen passt also zu Newells ursprünglicher Aussage, dass es viele verschiedene Steam Boxes in den Preis- und Performance-Segmenten „Gut, Besser und Beste“ geben wird. Die ersten Steam Machines sollen dabei noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Fast schon zur Nebensächlichkeit geriet die Tatsache, dass die Steam Machines allesamt hackbar sein werden und sogar anderen Betriebssystemen ein Zuhause bieten kann. Auch das hatte Newell, ein erklärter Freund von offenen Systemen, bereits im Frühjahr angedeutet. Zumindest hier gibt es nun also Gewissheit.

Am Freitag wird Valve die letzte der drei Ankündigungen veranstalten. Wir rechnen mit einem Controller. Doch mit Valve rechnen, das ist dieser Tage so eine Sache.

 

Valve Steambox Bigfoot und Littlefoot

Facts 

So kommt man in die SteamMachines Hardware Beta

  1. Besucht bis zum 25. Oktober die Seite mit euren Hardware-Badges.
  2. Tretet der Steam Universe Gruppe bei.
  3. Bestätigt die Bedingungen für die Steam Hardware Beta.
  4. Habe mindestens 10 Freunde auf deiner Steam Freundesliste.
  5. Dein Communityprofil muss öffentlich zugänglich sein.
  6. Starte den Steam Big Picture Modus mit einem Gamepad.