Lizard Squad: Wurden sechs Spielverderber festgenommen?

Marco Schabel 16

Sechs mutmaßliche Lizard Squad-Mitglieder, die mit den DDoS-Angriffen auf das PlayStation Network und Xbox Live vergangenes Weihnachten in Verbindung gebracht wurden, konnten von der britischen Polizei in Gewahrsam genommen werden.

Wer an Weihnachten eine brandneue PlayStation 4 geschenkt bekommen hat, wird die folgenden drei Wochen möglicherweise ebenso genervt gewesen sein, wie die bereits vorhandenen Spieler der Konsole. Auch Xbox One-Eigentümer hatten kurzzeitig keinen Grund zum Lachen. Grund dafür war, dass sich einige Möchtegern-Hacker gedacht haben, eine sogenannte DDoS-Attacke auf das PSN und Xbox Live ausgeführt hatten. Infolge der Attacke war der Microsoft-Dienst mehrere Stunden nicht erreichbar und eine halbe Woche lang nur eingeschränkt nutzbar. Besonders hart traf es aber die PlayStation-Spieler. Mehr als drei Wochen hatte das PSN mit starken Problemen und wiederholten Komplettausfällen zu kämpfen.

Für Konsolen, deren Spiele, Features und Apps stark von funktionierenden Online-Funktionen abhängig sind, ist das wohl der digitale Super-GAU. Die Gruppe aus selbsternannten Hackern, die sich zu den Angriffen bekannt hat, heißt Lizard Squad. Dass es sich eigentlich nur um unbedeutende Amateure handelt, zeigte sich bereits nach wenigen Tagen, als das erste Mitglied der Gruppierung verhaftet wurde. Auch heute zeigt sich wieder, dass es die „Hacker“ nicht schaffen, ihre eigenen Spuren zu verwischen.

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Denn wie es heißt, konnten ganze sechs Verdächtige in Gewahrsam genommen werden. Alle stammen aus Großbritannien, sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und konnten über das Tool, welches für die DDoS-Angriffe auf Xbox One und PlayStation 4 verwendung fand, mit der Tat in Verbindung gebracht werden. Das fragliche Tool heißt Lizard Stresser und wurde offenbar speziell für sogenannte Distributed Denial of Service, oder kurz DDoS-Angriffe verwendet.

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Nicht nur die Attacke auf die Online-Netzwerke geht auf das Konto der Teenager. Im Juli 2014 gab die Gruppe an, für die Bombendrohung verantwortlich zu sein, die zur Streichung eines Fluges sorgte. Auf diesem Flug war auch der damalige Sony Online Entertainment-Präsident John Smedley. Was genau hier der Grund für die Tat war, ist unbekannt. Ein finnisches Lizard Squad-Mitglied, welches im Dezember verhaftet und im Juli zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, nannte aber Gründe für die DDoS-Angriffe. Laut ihm seien die Netzwerke der PlayStation 4 und Xbox One schlicht zu unsicher gewesen. Sowohl Microsoft als auch Sony gelobten bereits nach den Angriffen Besserung.

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