Xbox One: Darum sind Red Dead Redemption und andere Titel nicht spielbar

Marco Schabel 4

Seit heute verfügt die Xbox One über eine Abwärtskompatibilität. Diese lässt euch zunächst 104 ausgewählte Titel der Xbox 360 auf der Xbox One spielen. Jetzt wissen wir auch, warum auf dieser Liste Titel wie Red Dead Redemption oder Madden fehlen.

Die Abwärtskompatibilität mit der neuen Xbox Experience.

Ja wir wissen alle, dass die Bezeichnung Abwärtskompatibilität für das neue Feature der Xbox One nicht zu 100% korrekt ist. Ihr seid zwar in der Lage, Spiele von der Xbox 360 einfach in das Laufwerk der Konsole zu stecken und anschließend zu spielen (was natürlich auch mit Download-Titeln geht), aber ihr müsst die Spiele erst herunterladen und seid in der Auswahl der Titel für die Xbox One stark eingeschränkt. Aktuell sind nur 104 Xbox 360-Titel auf der Xbox One spielbar. Die entsprechende Liste wurde zu Beginn dieser Woche veröffentlicht und bietet verschiedene Titel wie Assassin’s Creed 2, Just Cause 2, Fallout 3 oder Rainbow Six Vegas. Andererseits fehlen nicht nur jene Spiele, die im Rahmen der Abstimmung im Vorfeld ganz oben landeten, wie Call of Duty Black Ops 2 oder Red Dead Redemption, sondern auch andere, wie GTA 4, The Elder Scrolls 5 Skyrim oder Forza Motorsport.

Wie es anders nicht hätte sein können, sind einige Spieler damit natürlich nicht ganz so zufrieden. Insbesondere die im Voting erfolgreichen Titel hätten es doch bitteschön auf die Xbox One schaffen können. Leider stehen dem aber Faktoren im Wege, an denen Microsoft nicht rütteln kann, da sie in den Händen der Publisher und deren Partner liegen. Microsoft Group Program Manager Richard Irving erklärt, was genau damit gemeint ist.

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Darum könnt ihr eure Lieblingsspiele noch nicht auf der Xbox One spielen

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Laut Irving stellt die Möglichkeit der Abwärtskompatibilität einen technischen Durchbruch dar, immerhin wurde das Procedere zuvor für unmöglich gehalten. Der nächste Schritt sei dann gewesen, herauszufinden, wie all der ursprünglich für die Xbox 360 lizenzierte Content auch auf die Xbox One gebracht werden kann. „Wie ihr euch vorstellen könnt, haben die Publisher sehr spezielle Deals für manchen Content abgeschlossen“, so der Microsoft-Mann.

„Es gibt mehr als 1.000 Spiele. Es schien nicht fair zu sein unsere Partner darum zu bitten, rauszugehen und die Lizenzen für all diese Xbox 360-Inhalte zu finden. Wir haben stattdessen den Fans die Möglichkeit gegeben, ihre Lieblingsspiele zu priorisieren. So können wir zu den Publishern gehen und zunächst nach speziellen Titeln fragen. Wir können ihnen dann sagen, dass sie es uns wissen lassen sollen, wenn sie etwas tun können. Es ist also alles in der Hand der Publisher.“

Leider ist es auch Microsoft und den Publishern nicht möglich, all diese Lizenzen für die Xbox One einfach herbeizuzaubern. Aus diesem Grund dauert es manchmal etwas länger und nicht alle der am meisten gewählten Titel konnten es in die Verhandlungen schaffen. Auch speziell Rockstar Games, die Macher von Red Dead Redemption, gehören zu diesen Partnern. Wie Irving versicherte, ist Microsoft im Gespräch mit allen Partnern, auch mit Rockstar. Aus diesem Grunde sollen diese, wie auch Activision, nicht abgeschrieben werden. Es könnte nur etwas länger dauern. Eine Aussage, die auch von Phil Spencer untermauert wurde. Der gab auch an, dass bereits eine gute und tiefe Auswahl an weiteren Hochkarätern bereitsteht.

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Das macht Sinn. Bereits im Vorfeld wurde betont, dass die Musik der Spiele mit lizenzierten Tracks ein Problem werden könnte. Das gilt nicht nur für Forza Motorsport, sondern auch die Radios der GTA-Serie, die Hunderte Lieder bieten, für die es neue Lizenzen geben müsste.

 

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