Die Ankündigungs- und Launch-Phase der Xbox One im Jahr 2013 war voller Fehltritte seitens Microsoft, weswegen der Konkurrent Sony mit seiner PlayStation 4 das wesentlich erfolgreichere Produkt auf den Markt brachte. Der damalige Chief Marketing Officer Yusuf Mehdi von Microsoft hat nun seine Gedanken zum problematischen Xbox-One-Start geäußert.

 

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Wer an die Präsentation und den Verkaufsstart der Xbox One zurückdenkt, wird sich sicher an diese eine denkwürdige E3 2013 erinnern, im Rahmen derer sich Microsoft mit Dingen wie Kinect und TV-Diensten auf so ziemlich alles fokussierte, außer auf ein starkes Spieleaufgebot. Als der Konzern dann auch noch neue Regeln einführen wollte, die es Nutzern unmöglich gemacht hätten, Spiele untereinander zu tauschen, geschweige denn weiter zu verkaufen, war das Kind in den Brunnen gefallen, und Sony hatte mit seinem gegenteiligen Programm und der PlayStation 4 endgültig die Nase vorn.

Der damalige Chief Marketing Officer Yusuf Mehdi hat nun auf seiner LinkedIn-Seite über den holprigen Start der Xbox One geschrieben: „Mit unserer ursprünglichen Ankündigung der Xbox One und unserem Bestreben, bahnbrechendes Gaming und Entertainment abzuliefern, hat das Team einige Kernentscheidungen bezüglich Konnektivität und dem Erwerb von Spielen getroffen, die bei den Fans nicht gut ankamen“, so Mehdi. „Wir haben ihr Feedback gehört, und obwohl es großen technischen Aufwand bedeutete, die Xbox One so geändert, dass Kunden Spiele so spielen, teilen, verleihen und weiterverkaufen können, wie das bei der Xbox 360 der Fall war.“

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Tatsächlich schien Microsoft von der Pleite gelernt zu haben, und kündigte im Rahmen der E3 2015 eine umfangreiche Abwärtskompatibilität für die Xbox One an, die es Nutzern ermöglicht, viele Xbox-360-Spiele auch auf der aktuellen Konsole zu genießen. Und das kam sehr gut bei der Spielerschaft an: „Man erhofft sich solche Jubelrufe von der Veröffentlichung eines neuen Halo, aber diese Reaktion auf die Xbox Abwärtskompatibilität zu bekommen, hat mich wieder daran erinnert, dass das Erfüllen der Fanwünsche wirklich alles übertrumpft“, so Mehdi.

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„Diese Erfahrung war eine mächtige Erinnerung daran, dass wir immer das Richtige für unsere Kunden tun müssen. Und da wir gegenüber den Xbox-Fans diese Verpflichtung eingegangen sind, haben wir nie zurückgeschaut“, erklärt Mehdi abschließend. „Wenn ich also heute in ein Meeting gehe, um ein neues Produkt zu besprechen, habe ich immer diesen einen Gedanken im Hinterkopf: Wie werden die Fans reagieren?

Luis Kümmeler
Luis Kümmeler, GIGA-Experte.

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