Xbox One: Marketing-Chef veröffentlicht aktuelle Zahlen zur Abwärtskompatibilität

Luis Kümmeler 3

Eine jüngst veröffentlichte Statistik zeigt, dass Spieler die Abwärtskompatibilität der Xbox One offenbar nur zu einem sehr kleinen Anteil nutzen. Lediglich 1,5 Prozent von 1,65 Milliarden untersuchten Spielminuten widmeten die Nutzer demnach älteren Spielen der Vorgängerkonsole Xbox 360.

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Update vom 09.06.2017: Nun hat sich laut GamePro Microsoft zu der Studie geäußert: Mike Nichols, Chief Marketing Officer bei Xbox hat via Twitter aktuelle Zahlen zur Abwärtskompatibilität veröffentlicht.

Demnach sollen gut 50% der Xbox-One-Besitzer über 508 Millionen Stunden abwärtskompatibel gezockt haben. Zum Vergleich: Im November 2016 waren es gerade einmal 210 Millionen Stunden, die die Nutzer mit dem Feature verbracht haben. So schlecht, wie es die Studie präsentiert hat, steht es also nicht um die Abwärtskompatibilität.

Ist das vielleicht doch ein Anreiz für Sony, die Funktion auch auf die PlayStation zu bringen? Würdest du Retro-Spiele gerne auf deiner neuen Konsole spielen?

Originalmeldung vom 07.06.2017

Abwärtskompatibilität ist ein „vielfach gewünschtes, aber wenig genutztes“ Feature bei Konsolen – dieser Meinung ist jedenfalls der Marketing-Chef der PlayStation 4. Zwar wird diese Bemerkung seit gestern durchaus kontrovers diskutiert, doch ganz Unrecht könnte der Sony-Mitarbeiter damit nicht haben, stützt man sich auf eine aktuelle Untersuchung der Webseite Ars Technica. Die hat nämlich im Zeitraum von September 2016 bis Februar 2017 das Spielverhalten von 930.000 Nutzern der Xbox One untersucht – eine Konsole, die ja inzwischen bekanntlich zahlreiche Spiele der Vorgängerkonsole Xbox 360 unterstützt.

Die PS4 ist laut Sony in Europa gleich dreimal so erfolgreich wie die Xbox One

Das Ergebnis: Nur etwa 1,5 Prozent der zusammengenommen 1,65 Milliarden Spielminuten widmeten Nutzer dem Spielen von „Xbox 360“-Titeln auf ihrer Konsole. Umgerechnet verbrachten die Nutzer in besagtem Zeitraum durchschnittlich nur 23,9 Minuten in den Abenteuern der älteren Konsolengeneration – ein verschwindend geringer Anteil, der selbst hinter nicht spielebezogenen Anwendungen wie Netflix (16,5 Prozent) zurückbleibt. Als Lieblingsspiel aus der Bibliothek kompatibler „Xbox 360“-Spiele kristallisierte sich dabei übrigens das Kriegsspiel Call of Duty: Black Ops heraus.

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Dass der Marketing-Chef von PlayStation mit seiner kontroversen Aussage Recht hat, lässt sich für die Allgemeinheit aller Spieler natürlich trotzdem nicht pauschal sagen. Zudem bietet Sony Nutzern der PlayStation 4 mit dem Streaming-Dienst PlayStation Now und dem PlayStation Store schließlich diverse Titel früherer Konsolengenerationen zu Mehrkosten an – eine gewisse Nachfrage scheint also durchaus vorhanden zu sein.

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