Xbox One und PC sollen zusammenrücken – wird die Konsole bald aufrüstbar?

Marco Schabel

Microsoft hat in letzter Zeit aus der Xbox One immer mehr einen PC und Konsolenform gemacht. Offenbar soll dieser Wandel in Zukunft noch weiter voranschreiten – vielleicht sogar mit Hardware-Upgrades!

Xbox One Just the Beginning.

Mit der Xbox One hat Microsoft 2013 eine ganz neue Konsole veröffentlicht, die erstmals komplett eine PC-Architektur bietet. Das bedeutet, dass es für die Entwickler leichter ist, Spiele für den PC und die Konsole zu entwickeln. Für Microsoft bedeutet es hingegen, dass sich die Konsole besser in das Windows-Gesamtwerk einfügen kann. Bereits im November erhielt die Xbox One daher auch eine neue Firmware auf Windows 10-Basis. Im Anschluss wurden immer mehr einstige Exklusivmarken auch für Windows 10-PCs angekündigt, darunter vor allem das im April an den Start gehende Quantum Break, einschließlich Cross-Play-Funktionalitäten. Zudem wurden die Konsole und die Windows 10-Spielesparte kurzerhand unter dem Xbox-Dach vereint. Auf einem speziellen Event in San Francisco, welches am Donnerstag stattfand, sprach Xbox-Chef Phil Spencer jetzt über die Zukunft dieser Xbox-Sparte und verriet, dass beide Ökosysteme noch näher zusammenrücken sollen.

Microsoft mag die Xbox One noch immer*

Die Xbox One könnte regelmäßige Hardware-Upgrades erhalten

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philspencer

So gab Spencer bekannt, dass die Gaming-Strategie Microsofts vor allem darauf ausgelegt sei, eine universelle Windows-Plattform (UWP) zu schaffen. Eine Plattform, die es Anwendungen erlaubt, universell auf allen Microsoft-Systemen (UWA) zu laufen, einschließlich der Xbox One, dem PC und Tablets. Dies sei die Krönung der Vision des Unternehmens, die im vergangenen Jahr Form annahm. Der Höhepunkt dessen wird aber offenbar die Möglichkeit sein, die Xbox One künftig mit neuer Hardware zu versehen.

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Das zumindest deutete Phil Spencer in seiner Ansprache an. So sagte er, dass die Kunden in anderen Ökosystemen deutliche Verbesserungen der Hardware mit der Zeit sähen, während Konsolen auf die Hardware festgelegt sind, die sie mit dem Launch verpasst bekamen. Microsoft werde es sich demnach erlauben, die eigenen Software-Plattformen von den Hardware-Plattformen auf denen sie laufen zu trennen. Das könnte bedeuten, dass die Xbox One mehr zum PC als zur Konsole – und somit zur Steam Machine-Konkurrenz – wird. Microsoft könnte künftig regelmäßig verbesserte Versionen des Systems veröffentlichen, mit besseren Grafikchips oder Prozessoren, während die älteren Spiele dank der UWAs (Universelle Windows-Applikationen) auch weiterhin spielbar bleiben – ähnlich dem Smartphone-Markt.

Auf- und Abwärtskompatibilität sind das A und O

Xbox One Konsole HD

Die Abwärtskompatibilität der Xbox One ist nur ein weiterer Schritt in diese Richtung und mittlerweile unersetzlich für Microsoft. „Wir glauben, dass wir mehr Hardware-Innovationen im Konsolenbereich sehen werden, als jemals zuvor“, so Spencer. „Weil wir UWAs haben, die auf UWPs (Universelle Windows Plattformen) laufen. So können wir uns auf Hardware-Innovationen konzentrieren, ohne uns um die Spiele zu sorgen, die auf der Plattform laufen.“ So wäre es künftig wie auf den PCs, auf denen auch heute noch Spiele aus dem vergangenen Jahrtausend gespielt werden können. Man müsse nicht mehr auf die nächste Generation springen und dabei alles Vorherige verlieren. Generationswechsel würden sogar hinfällig werden, wie es vom Xbox-Mann heißt.

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Weiter betonte Spencer, dass die Tatsache, dass sich derzeit mehr Xbox-Spiele als je zuvor in Entwicklung befinden darauf zurückzuführen ist, dass die Ökosysteme Windows 10 und Xbox One näher zusammengerückt sind. Daher stehen auch Cross Plattform-Play und Cross-Buy im Fokus der Entwicklung. Quantum Break könnt ihr zum Beispiel für Windows 10 gratis erhalten, wenn ihr die Xbox One-Version kauft.

Was genau zukünftig auf uns zukommt, wird Microsoft wahrscheinlich im Laufe der kommenden Monate näher beleuchten. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie die Spieler auf die Microsoft-Pläne reagieren. Bereits oft betonte Spencer, dass all diese Entscheidungen für die Spieler getroffen werden. Wie genau die Planung aussieht, wollte Phil Spencer auch auf Nachfragen nicht sagen.

Holt euch jetzt die bald vielleicht aufrüstbare Xbox One*

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