Google Chromebook Pixel: High End-Chromebook vorgestellt

Daniel Kuhn 10

Es ist noch gar nicht lange her, da kursierte ein Video durch die Netzwerke, das ein sehr schickes Chromebook mit hochauflösendem Display und Touchscreen zeigte. Echt oder Fälschung – diese Frage ließ sich nicht klären. Gestern Abend hat Google besagtes Chromebook Pixel überraschend offiziell vorgestellt.

Google Chromebook Pixel: High End-Chromebook vorgestellt

Die Gerüchte, dass noch in diesem Jahr ein Chromebook mit Touchscreen auf den Markt kommen soll, kursieren schon seit einigen Monaten. Nun hat Google eben solch ein Chromebook unter eigener Flagge veröffentlicht, das Chromebook Pixel. Dabei handelt es sich um einen ziemlich drastischen Kurswandel, denn bisher war die Idee der Chromebooks, die von unterschiedlichen Herstellern wie Samsung, Acer und zuletzt sogar HP und Lenovo gefertigt wurden, sehr solide Laptops für wenig Geld unters Volk zu bringen. Das Chromebook Pixel wird von Google allerdings im High End-Segment platziert.

Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und soll ersten Berichten zu Folge einen extrem hochwertigen Eindruck machen. Das Display ist 12 Zoll groß und bietet neben dem etwas ungewöhnlichen Seitenverhältnis 3:2 eine Auflösung von beeindruckenden 2560 x 1700 Pixeln. Zudem handelt es sich um einen durch Gorilla Glass geschützten Touchscreen, der nach Angaben von CNet und The Verge allerdings nicht so responsiv ist, wie man es sich wünschen würde. Das Glas-Touchpad soll dagegen sehr angenehm zu bedienen sein, die eigens entwickelte Tastatur besitzt eine Hintergrundbeleuchtung. Besondere Mühe haben sich die Google Ingenieure bei dem Gehäuse gegeben, dieses sieht nicht nur unheimlich schick aus, sondern besitzt zudem keine sichtbaren Schrauben.

Im Inneren werkelt zum ersten Mal kein ARM- oder Intel Atom-Chipsatz, sondern ein Intel i5 Dual Core-Prozessor, der auf bis zu 1,8 GHz takten kann und Intels integrierte GPU besitzt. Unterstützt wird dieser Prozessor durch 4 GB RAM. Der interne Speicher ist mit einer 32 GB SSD wie für Chromebooks typisch recht knapp bemessen – dafür erhält der Nutzer beim Kauf 1 TB Speicher in Google Drive über drei Jahre kostenlos obendrein.

Eine der beeindruckendsten Features des Chromebook Pixel ist allerdings der Preis – die WLAN-Variante wird für 1299 Dollar angeboten, etwas später folgende LTE-Variante, die immerhin auch eine 64 GB SSD besitzen wird, schlägt mit 1499 Dollar zu Buche. Damit dürfte klar sein, dass das Chromebook Pixel als Premium-Chromebook nicht auf den Mainstream abzielt, erhält man doch für weniger Geld inzwischen ebenbürtige Windows 8-Ultrabooks.

So schick das Chromebook Pixel auch sein mag, so ganz erschließt sich uns die Zielgruppe, die Google ins Visier genommen hat, nicht. Auch wenn Chrome OS inzwischen einige Schritte nach vorne gemacht hat, ist es durch die massive Cloud-Ausrichtung und die leider nach wie vor nur mangelhafte Netzabdeckung einfach noch nicht massenkompatibel. Und für dieses Manko ist in unseren Augen der Preis selbst für ein derart begehrenswertes Laptop einfach zu hoch – ein Verkaufsschlager wird es also eher nicht werden. Was denkt ihr, hat das Chromebook Pixel vielleicht doch eine Chance, gegenüber der Konkurrenz zu punkten? Wärt ihr bereit so viel Geld für ein Premium-Chromebook auszugeben?

Quelle: Google [via Android Community]

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