MacBook Air (2018): So urteilt die Fachpresse über das Apple-Notebook

Sven Kaulfuss 1

In wenigen Stunden dürfen die ersten Kunden das neue MacBook Air (2018) in ihren Händen halten. Schon zuvor verteilte Apple an ausgesuchte Journalisten das langersehnte Notebook. Ihr Urteil gibt’s jetzt im schnellen Überblick.

MacBook Air (2018): So urteilt die Fachpresse über das Apple-Notebook
Bildquelle: The Verge (YouTube-Video).

MacBook Air (2018): Knapper Speicher fürs Apple-Notebook

Die Fachpresse gibt sich weitestgehend zufrieden mit der Neuauflage des MacBook Air, wenngleich es auch genügend Raum für Kritik gibt. Beispielsweise gibt Joanna Stern vom Wall Street Journal zu Protokoll: „Die schlechte Nachricht? Es (das MacBook Air; Anmerkung der Redaktion) ist drei Jahre zu spät. Einst der Anführer, ist das Air heute ein Mitläufer, und die Konkurrenz setzt sich weiter in Sachen Ausstattung, Ergonomie und Akkulaufzeit durch.“ Der Hauptkritikpunkt von Stern ist allerdings Apples Knausrigkeit: „Hass ist das richtige Wort, um meine Gefühle für den 128-GB-Speicher zu beschreiben, der mit dem 1.199 US-Dollar teuren Einstiegsmodell des Air geliefert wird. Der Laptop kostet nicht nur 200 Dollar mehr als sein Vorgänger, sondern startet auch mit einer Speichermenge, die schon vor vier Jahren dürftig war.“

MacBook Air macht MacBook obsolet

Dieter Bohn von The Verge hätte sich nach den Jahren der Stagnation einen deutlicheren Unterschied bezüglich des Leistungsempfinden gewünscht: „Lassen Sie mich also kurz zusammenfassen: Dieses neue MacBook Air ist schneller als das alte MacBook Air, aber nicht so schnell, wie man es nach drei Jahren erwarten würde … es ist zwar leistungsfähiger als das 12-Zoll-MacBook, aber auch hier ist der Unterschied nicht so groß, wie ich gehofft hatte.“

The Verge kann noch mehr über das neue MacBook Air im Video berichten:

Versöhnlicher klingen da schon die Äußerungen des bekannten „Apple-Bloggers“ John Gruber von Daring Fireball. Der hilft bei der Kaufentscheidung und Differenzierung zum 12-Zoll-MacBook: „Das neue Air ist genau das: das MacBook, das die meisten Leute kaufen sollten, und genau das MacBook, um dessen Herstellung Apple von allen gebeten wurde.“ Zum selben Schluss kommt auch Brian Haeater von TechCrunch: „Es besteht kein Zweifel, dass die neue Air ein umfangreiches Update darstellt … mit all seinen Upgrades und dem niedrigeren Preis ist das Air in praktisch jeder Hinsicht die klare Wahl gegenüber dem 12-Zoll-MacBook.“

Auch wir arbeiteten schon die wichtigsten Kernpunkte des neuen Notebooks im Vergleich heraus:

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MacBook Air (2018) im Vergleich: Diese Unterschiede der Apple-Notebooks müsst ihr kennen.

Das Air: Inszenierung eines Notebooks

Am Ende handelt es sich beim neuen MacBook Air wohl um ein profundes Update, nicht aber um eine Revolution im Notebook-Segment. Zu diesem Urteil kommt abschließend auch Laureen Goode von Wired: „Apple hat die Rufe nach einem neueren, besseren MacBook Air gehört und geantwortet. Gott sei Dank dafür. Aber es kommt der schleichende Verdacht auf … dass ein solcher Laptop vor zwei Jahren hätte vorgestellt werden können. Das neue MacBook Air ist keine reine Innovation; es ist eine Inszenierung, die so komponiert wurde, dass man glaubt, sie sei eine.“

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Hierzulande kostet das günstigste, neue MacBook Air . Dafür gibt’s einen 1,6 GHz Dual‑Core Intel Core i5 Prozessor der 8. Generation, ein Retina-Display, 8 GB RAM und verdächtig wenig Flash-Speicher – 128 GB müssen genügen. Wer mehr will zahlt drauf: 250 Euro für 256 GB, 500 Euro für 512 GB und gar 1.500 Euro für 1,5 TB. Bestellen konnten Kunden bereits letzte Woche, ausgeliefert werden die ersten Exemplare ab dem 7. November. Lieferprobleme hat Apple gegenwärtig noch nicht. Die Standardkonfiguration ist innerhalb eines Werktages lieferbar, mit Sonderwünschen muss man zwischen 2 und 4 Tagen rechnen.

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