MacBook Air 2012: 11 oder 13 Zoll mit Dual-Core-Power

Sebastian Trepesch

Wer bei dem iPad die Tastatur und OS X vermisst, wer etwas transportableres als ein MacBook Pro möchte, wer ein normales Netbook für Billigplastik hält, der greift zu einem MacBook Air. Die Generation 2012 bietet eine schnellere Leistung und USB 3.0.

MacBook Air 2012: 11 oder 13 Zoll mit Dual-Core-Power

Highlights der diesjährigen WWDC waren das MacBook Pro mit Retina-Display und iOS 6. Da ging die Vorstellung des neuen MacBook Air fast unter. Zu unrecht: es nimmt einen wichtigen Platz im Produktkatalog von Apple ein, und hat sogar das MacBook abgelöst.

Äußerlich hat sich am MacBook Air nichts geändert: Es ist ein sehr flacher Rechner mit einem 11-Zoll- oder 13-Zoll-Bildschirm (mehr zum Konzept, Vor- und Nachteilen siehe unsere Beschreibung des MacBook Air 2011).

Im Inneren hat Apple aber wichtige Updates vorgenommen:

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Apples Tablets, Notebooks und mehr ohne Update: Wo bleiben die neuen iPads, MacBooks und der ganze Rest?

MacBook Air 2012: Mehr Power

Sie sind flache Kraftpakete: Im MacBook Air steckt je nach Konfiguration ein Dual-Core Intel Core i5 oder i7 Prozessor. Neben der normalen Taktung zwischen 1,7 Gigahertz und 2,0 Gigahertz ist ein Turbo Boost möglich. Er erreicht laut Hersteller bis zu 2,6 beziehungsweise 3,2 Gigahertz.

Prozessor, Grafik und Speichercontroller befinden sich alle auf einem Chip. Dank Intel HD Graphics 4000 Prozessor soll die Grafik um bis zu 60 Prozent schneller sein. Tests müssen diesen Wert noch bestätigen. Die Batterielaufzeit soll trotzdem fünf bis sieben Stunden betragen.

Ein Flash-Speicher ist robust und schnell (und teuer). Die Geschwindigkeit hat Apple nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorgängermodell nochmals erhöht.

Größerer Speicher im MacBook Air 2012

In den 11-Zoll-Modellen sind 64 oder 128 Gigabyte Flash-Speicher integriert, in den 13-Zoll-Modellen 128 beziehungsweise 256 Gigabyte. Auf Wunsch kann der Käufer bis zu 512 Gigabyte in das MacBook Air 2012 einbauen lassen – wenn er das Geld dafür ausgeben möchte: Die Verdoppelung der . Wer gar auf 512 Gigabyte vergrößern möchte, zahlt 800 Euro.

Der Arbeitsspeicher (MHz DDR3L SDRAM On-Board) ist jetzt bei allen Modellen 4 Gigabyte groß, 8 Gigabyte kosten 100 Euro Aufpreis.

Mini-Kamera mit großer Auflösung

Für Videotelefonie, zum Filmen und Fotografieren ist über dem Display eine kleine Kamera verbaut. Sie bietet 720p-Auflösung, also das „kleine“ HD-Format.

Tastatur, Trackpad und Display: gut wie bisher

Am Gehäuse hat Apple nichts groß verändert, auch das CD-Laufwerk fehlt weiterhin. Klar, es hätte keinen Platz und die Zukunft liegt in Cloud-Lösungen.

Auch Tastatur, Trackpad und Display bleiben, wie sie waren. Das Maus-Pad ist groß und hochwertig, die Tastatur ist hintergrundbeleuchtet.

Anschlüsse des MacBook Air 2012: USB 3.0!

Erst seit Sommer 2012 bieten auch Macs USB 3.0. Das MacBook Air hat zwei derartige Anschlüsse. Die eigene Schnittstelle Thunderbolt gibt es weiterhin, mit einem Steckplatz.

Ein Ethernetkabel kann man nicht anstecken. Der Zugang zu Netzwerken und Internet muss also über WLAN erfolgen. Alternativ greift man zum neuen Thunderbolt-Ethernet-Adpater. Der im Gegensatz zu vorigen USB-Adapter „Gigabit-schnell“ daherkommt.

Neben Kopfhöreranschluss und eingebautem Mikrofon besitzen die MacBooks einen MagSafe 2-Anschluss. Dieser Stromanschluss ist magnetisch. Stolpert man über das Kabel, zieht es den Stecker ab. Das MacBook Air bleibt aber unbeschadet.

Wichtiges Feature für viele (Hobby-)Fotografen: der Steckplatz für eine SD-Karte, nur im 13-Zoll-Modell.

Fazit MacBook Air 2012 Produktvorstellung

Die Herstellerangaben müssen erst unabhängige Tests bestätigen. Auf Basis des Vorgängermodells können wir aber sagen: Apple wird den Erfolgskurs des MacBook Air fortführen, die technischen Updates klingen überzeugend.

Das MacBook Air ist ein kleiner, leichter transportabler Rechner, der so viel (beziehungsweise sogar etwas mehr) wie ein leistungsfähiger, großer Laptop kostet. Dafür bietet es höchste Qualität und jede Menge Power unter der Haube. Wer nicht ständig ein optisches Laufwerk benötigt, kann für die meisten Nutzungsszenarien im Heimgebrauch mit dem MacBook Air nichts falsch machen.

Vorteile:

+ klein, leicht und robust
+ leistungsstark
+ Flash-Speicher
+ USB 3.0
+ hintergrundbeleuchtete Tastatur und tolles Trackpad

Nachteile:
- kein CD-Laufwerk
- kein Ethernet-Anschluss
- wenig (bzw. teuerer) Speicherplatz

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Bilder: Apple

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