Apple-Chef Tim Cook: Ein Touchscreen-Mac ist immer noch keine gute Idee

Florian Matthey 8

Trotz iPad Pro und MacBook Pro mit Touch Bar wünschen sich viele Kunden weiterhin ein MacBook mit richtigem Touchscreen. Apple-Chef Tim Cook hat jetzt erklärt, was er von dieser Idee hält.

Apple-Chef Tim Cook: Ein Touchscreen-Mac ist immer noch keine gute Idee
Bildquelle: AirBar.

Touchscreen-MacBook: Weiterhin ein Wunsch vieler Kunden

Für manche ist die Lücke, die in Apples Produktportfolio klafft, offensichtlich: Ein iPad Pro lässt sich aufgrund der Einschränkungen des iOS immer noch nicht so flexibel und vielseitig einsetzen wie ein Mac. Gerade für Web-Browsing und Medienkonsum ist ein Tablet aber komfortabler als ein Mac. Und über die Touch Bar im MacBook Pro berichten die meisten Besitzer, dass sie ohnehin fast nie verwenden. Schon die Tatsache, dass Bastler immer wieder versuchen, einen Touchscreen-Mac zu erstellen, zeigt, dass durchaus eine Nachfrage besteht.

Tim Cook: Touchscreen-Mac bedeutete „Abstriche und Kompromisse“

Und dennoch bleibt Apple dabei, dass ein Touchscreen-Mac keine gute Idee sei – auch wenn zahlreiche Konkurrenten „2 in 1“-Geräte anbieten. Apple-CEO Tim Cook erklärte der Zeitung Sydney Morning Herald, dass Apple beide Produkte – iPad und MacBook – weiterhin separieren möchte. „Wir glauben nicht daran, das eine für das andere zu verwässern.“ Cook meint, dass beide Geräte mit ihrer Herangehensweise jeweils am besten seien: „Einer der Gründe, warum beide unglaublich sind, ist, dass wir sie auf das getrimmt haben, was sie gut können. Wenn man dann beide miteinander verschmilzt, fängt man mit Abstrichen und Kompromissen an“, so der Apple-Chef.

Wenn Apple zwei statt ein Produkt veröffentlichen würde, wäre man als Unternehmen vielleicht „effizienter“. Darum gehe es aber nicht – es gehe darum, Menschen etwas zu geben, das sie verwenden können, „um die Welt zu verändern oder ihre Leidenschaft auszudrücken oder ihre Kreativität“. Das übliche Apple-/Tim-Cook-Pathos eben. Eine Mischung aus iPad und MacBook sei „nicht das, was die Benutzer möchten“.

Tim Cook: „Ich verwende Mac bei der Arbeit und iPad zu Hause“

Cook berichtet auch, welches Gerät er selbst wann verwendet: „Ich benutzte grundsätzlich den Mac bei der Arbeit und das iPad zu Hause. Und ich benutze immer das iPad, wenn ich reise. Aber ich benutze alles und liebe alles.“

Wie wiederum ein MacBook aussehen könnte, das keinen herkömmlichen Touchscreen hat, dennoch aber deutlich mehr als mit der Touch Bar auf Touch setzen würde, zeigt unsere Bilderstrecke.

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Evolution des Apple MacBook Pro: Sehen wir 2018 das MacBook Touch?

Abstand zwischen iPad und Mac soll dennoch kleiner werden

Gleichzeitig soll der Abstand zwischen iPad und Mac Gerüchten zufolge doch kleiner werden – allerdings nicht durch einen Touchscreen-Mac. Stattdessen soll Apple planen, mit iOS 12 und macOS 10.14 iPad-Apps auf einem Mac zum Laufen zu bringen – wobei sich noch zeigen muss, wie gut das ohne einen Touchscreen funktionieren wird. Mittelfristig soll der Mac außerdem von Intel-Prozessoren zu Apples eigenen „A“-Chips wechseln, die das Unternehmen aktuell in iPhones und iPads verwendet.

Quelle: Sydney Morning Herald via MacRumors

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