Apple arbeitet an eigenen ARM-Prozessoren für zukünftige Intel-Macs

Holger Eilhard 7

Apple soll im vergangenen Jahr mit der Entwicklung eigener Chips auf ARM-Basis für den Mac begonnen haben. Diese sollen Intels-Prozessoren jedoch nicht vollständig, sondern nur in einigen Bereichen ablösen.

Wie Bloomberg berichtet, ähnelt der intern als T310 bezeichnete Chip dem bereits mit dem aktuellen MacBook Pro vorgestellten T1-Prozessor, welcher für die Steuerung der Touch Bar zuständig ist. Der T310 soll dessen Aufgabenbereich jedoch erweitern und könnte etwa Teile des „Power Nap“-Features von macOS übernehmen. Apple hatte diese Funktion mit OS X 10.8 Mountain Lion eingeführt.

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Die Aufgaben von Power Nap beinhalten derzeit unter anderem den Empfang von Mails oder das Abrufen von aktualisierten Kontakten, Kalendereinträgen oder Erinnerungen, wenn sich der Mac im Ruhezustand befindet. In Zukunft könnten aber noch weitere Aufgabenbereiche des Gesamtsystems hinzukommen, die sich für den stromsparenden Chip eignen. Bloomberg nennt als Beispiel etwa die Steuerung des Speichersystems oder der Funkverbindungen.

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Der Bericht beendet gleichzeitig Gerüchte um ein baldiges Aus für die Intel-Chips im Mac. Kurzfristig sei kein Abschied von dem Chip-Giganten geplant. Langfristig bietet Apples Eigenentwicklung jedoch eine gute Grundlage, um in Zukunft – wie es schon seit vielen Jahren beim iPhone oder iPad der Fall ist – vollständig unabhängig von externen Chip-Herstellern zu sein. Die Produktion der eigentlichen ARM-Prozessoren kann dann von spezialisierten Unternehmen wie TSMC oder auch Samsung übernommen werden.

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Der neue Prozessor könnte im Zusammenspiel mit den klassischen Intel-CPUs laut Bloomberg erstmals in einem MacBook-Pro-Upgrade im Laufe dieses Jahres zu finden sein. Für die kommenden Monate arbeitet Apple weiterhin an neuen iMacs mit USB-C und einem aktualisierten 12″ MacBook.

Quelle: Bloomberg

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