Ende des klassischen MacBooks? So sieht Apple die Zukunft

Simon Stich 6

Wie sieht die Zukunft des MacBooks aus? Einem neuen Patent von Apple zufolge könnte die physische Tastatur komplett verschwinden. Stattdessen kommt ein zweites Display zum Einsatz. Apple hat aber noch mehr vor.

MacBook: Touchscreen statt Tastatur

Apple hat vom United States Patent and Trademark Office ein neues Patent zugesprochen bekommen, bei dem es aller Wahrscheinlichkeit nach um eine radikale Neuerung bezüglich MacBooks geht. Statt der gewohnten Kombination aus Display und physischer Tastatur soll es zwei Displays geben – das untere dient dabei als Touchscreen und Keyboard-Ersatz. Beide sind mit einem Scharnier verbunden, wobei Apple hier noch eine weitere Möglichkeit vorsieht. In einer anderen Implementierung kann der obere Screen abgenommen und so womöglich als iPad genutzt werden. Das gleiche Prinzip setzt Microsoft bereits bei seiner Surface-Pro-Reihe ein. Ein „Zusammenschluss“ von zwei iPads ist aber nicht vorgesehen.

Den Illustrationen im Patent nach soll es sich um ein OLED- und ein LC-Display handeln. Spezielle Vorrichtungen sollen dafür sorgen, dass beide nicht spiegeln. Was Apple neben einer virtuellen Tastatur noch auf dem unteren Screen anbieten wird, ist unklar. Vorstellbar wäre die Nutzung als Zeichentablett mit dem Apple Pencil oder auch als Maus-Ersatz. Auch eine wesentlich umfangreichere Touch Bar ist möglich, bei der sich die Steuerungselemente je nach genutzter Anwendung individuell ändern. Darüber hinaus könnte das Tastatur-Layout schnell gewechselt werden, was eine physische Anpassung je nach Region überflüssig machen würde. Was es genau mit der Touch Bar auf sich hat, erfahrt ihr in folgendem Video.

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Touchscreen nichts für Schnellschreiber?

Wie schon bei Smartphones und Tablets stellt sich nun wohl auch bei künftigen MacBooks die Frage, wie es denn mit der Tippgeschwindigkeit aussieht. Ohne physisch vorhandene Tasten lässt sich zwar auch Schreiben, doch die Anschläge pro Minute sind oft geringer – trotz haptischem Feedback, das sicher ebenfalls implementiert würde. Acer hat diese Idee schon im Jahre 2011 beim „Iconic Dual Screen Tablet“ umgesetzt. Damals konnte das Konzept nicht überzeugen.

Ob und wann wir MacBooks mit zwei Displays in den Händen halten werden, ist noch völlig unklar. Wie immer bedeutet die Zuschreibung eines Patents nicht automatisch, dass die gezeigten Produkte auch gleich in Serie gehen werden. Möglich wäre es aber schon, zumal Apple mit der Touch Bar bereits den ersten Schritt in diese Richtung gegangen ist.

Quelle: AppleInsider
Artikelbild zeigt Touch Bar im MacBook Pro

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