Erklärungsversuch: Warum Apple kein eigenes Display im Programm hat

Thomas Konrad 9

Warum gibt es keine Apple-Displays mehr? Ein interessanter Blogeintrag versucht, Apples vorläufigen Ausstieg aus dem Display-Geschäft zu erklären und macht Hoffnung für 2017.

Was würde man an Apples Stelle tun, fragt Thomas Verschoren in seinem Blogeintrag: Würde man im Jahr 2016 ein 5K-Display auf den Markt bringen und das mehrere Jahre lang unverändert verkaufen? Oder vorerst LG den Markt überlassen und ein Jahr später einen 5K-Bildschirm auf den Markt bringen, der die True-Tone-Technologie unterstützt?

Apple habe sich, meint der Blogger, für die zweite Option entschieden. Verschoren macht damit Hoffnung: Hat sich Apple womöglich nicht ganz von Plänen für ein waschechtes Apple-Display verabschiedet?

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Darauf basiert die Theorie: Apple überarbeitete die eigenen Displays in der Vergangenheit nur selten. Das letzte Thunderbolt-Modell war fünf Jahre unverändert erhältlich, dessen Vorgänger immerhin drei. Neue Displays gab es laut Verschoren immer dann, wenn auch der iMac ein besseres Panel bekam.

Zuletzt war das vor gut zwei Jahren der Fall: Im Herbst 2014 stellte Apple den 27-Zoll-iMac mit Retina-5K-Display vor. Auf ein derartiges externes Display warteten Kunden seither vergeblich. Vielleicht jedoch aus gutem Grund: Apples nächste iMac-Generation könnte das True-Tone-Display des 9,7-Zoll-iPad Pro übernehmen. Die gleiche Technologie könnte Apple dann auch in einem externen Display verbauen. Zusammen mit Thunderbolt 3 und USB-C sei das ein „großartiges Update“.

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Nilay Patel vom US-Portal The Verge twitterte kurz nach der Vorstellung der neuen LG-5K-Displays, dass Apple sich aus dem Display-Markt zurückgezogen habe. Patel bleibt bisher allerdings alleinige Quelle für die Meldung. Apple soll Gerüchten zufolge noch in der ersten Jahreshälfte überarbeitete iMacs vorstellen. Dem Desktop-Mac dürfte Apple unter anderem die Thunderbolt-3-Ports spendieren, die schon im MacBook Pro mit Touch Bar zum Einsatz kommen.

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