MacBook Pro 15 Zoll: Warum in allen Varianten ein AMD-Grafikchip steckt

Florian Matthey 11

Anders als beim Vorgängermodell verfügt auch das „günstigere“ 15-Zoll-MacBook-Pro mit Touch Bar über eine AMD-Grafikkarte. Das liegt offenbar daran, dass ansonsten das Ansteuern zweier 5K-Bildschirme nicht möglich gewesen wäre.

DisplayPort-1.2-Signale: Aus zwei mach eins

Wer eines der neuen 5K-Thunderbolt-Displays von LG ans 15-Zoll-MacBook-Pro anschließt, sieht auf diesem nicht ein einzelnes Bild, sondern zwei zusammengesetzte Bilder. Der Grund: Mit dem über die Thunderbolt-3-Anschlüsse ausgegebenen DisplayPort-1.2-Signal lassen sich nicht genug Daten übertragen, um ein 5K-Display mit 60 Hz zu betreiben. Daher überträgt das Thunderbolt-Kabel gleich zwei DisplayPort-1.2-Signale auf einmal, um ein komplettes Bild auf dem Display zu ermöglichen.

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Der im Intel-Core-Prozessor integrierte Grafikchip kann allerdings insgesamt nur drei DisplayPort-1.2-Signale ausgeben. Das bedeutet: Wer ein 5K-Display anschließt, benutzt alle verfügbaren Signale: Eines für das im MacBook Pro eingebaute Display und zwei für das externe 5K-Display. Das Anschließen eines weiteren Displays wäre also nicht möglich.

Klare Unterscheidung zwischen 13- und 15-Zoll-Modell

Hier kommt der von Apple zusätzlich integrierte AMD-Grafikchip zum Einsatz: Dieser kann sechs DisplayPort-1.2-Signale ausgeben, sodass vier für zwei 5K-Displays und einer fürs interne Display zum Einsatz kommen können. Ars Technica glaubt, dass Apple Kunden nicht dadurch verwirren wollte, dass manche 15-Zoll-MacBook-Pro zwei 5K-Displays ansprechen können und manche hingegen nicht – und sich deshalb dazu entschieden hat, in alle Varianten die AMD-GPU zu integrieren. Das könnte dann letztendlich auch ein Grund dafür sein, dass alle Varianten des 15-Zoll-Modells teurer geworden sind.

Zukünftige MacBooks dürften DisplayPort 1.3 unterstützen, mit dem sich dann über ein Signal auch ein 5K-Display ansteuern lässt – wobei dafür dann auch entsprechende Displays eine Voraussetzung sind. Ob Apple dann wieder zu zwei verschiedenen Varianten des 15-Zoll-MacBook-Pro zurückkehren wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Ars Technica via Daring Fireball & 9 to 5 Mac

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