MacBook Pro 2016: Consumer Reports gibt wegen Akkulaufzeit keine Kaufempfehlung (Update: Apple reagiert)

Florian Matthey 22

Consumer Reports hat das neue MacBook Pro getestet. Aufgrund von stark variierender Akkulaufzeit der Geräte gibt die US-Verbraucherorganisation ausdrücklich keine Kaufempfehlung ab. Das hat es bei einem MacBook noch nie gegeben.

Akkulaufzeit variiert um Stunden – auch unter macOS Sierra 10.12.2

Consumer Reports – eine US-Organisation, die in Ansätzen mit der deutschen Stiftung Warentest vergleichbar ist – hat sich verschiedene Modelle des neuen MacBook Pro genauer angesehen. Dabei konzentrierten sich die Tester vor allem auf den Bereich Akkulaufzeit, der schon in den letzten Wochen für viele Diskussionen sorgte: Einige Benutzer berichteten über deutlich kürzere Laufzeiten als mit Vorgängermodellen. Bei einigen Betroffenen brachte das Update auf macOS Sierra 10.12.2 Besserung, Consumer Reports kann das aber bei den eigenen Testgeräten nicht bestätigen.

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Das größte Problem ist den Testern zufolge, dass die Akkulaufzeit zu sehr variiert – und zwar in einem dramatischen Ausmaß: Das 13-Zoll-Modell mit Touch Bar erreichte im Web-Browsing-Test im ersten Durchgang stolze 16 Stunden – deutlich mehr als von Apple versprochen –, im zweiten aber lediglich 12,75 Stunden um im dritten nur noch 3,75 Stunden. Das 13-Zoll-Modell ohne Touch Bar erreichte einmal 19,5 und einmal 4,5 Stunden. Beim 15-Zoll-Modell gab es Variationen zwischen 18,5 und 8 Stunden.

In weiteren Tests, bei denen Consumer Reports immer dieselben Bedingungen verwendete, bestätigten sich diese starken Variationen. Kurioserweise war die Laufzeit beim Einsatz von Google Chrome besser als bei Safari – obwohl Chrome eigentlich als leistungshungriger gilt. Dennoch lautet das vernichtende Urteil: Keines der drei MacBooks erfülle die Qualitätsanforderungen von Consumer Reports für eine Kaufempfehlung.

MacBook Pro: Consumer Reports gibt keine Kaufempfehlung.

Erinnerungen ans iPhone 4 und „Antennagate“

Ein solches Urteil von Consumer Reports könnte für Apple problematisch sein: Man erinnere sich an die Aufregung um die Antennenprobleme des iPhone 4. Seinerzeit gab es einige Zeit lang Diskussionen, die Apple weitgehend ignorierte. Als dann aber Consumer Reports dem iPhone 4 eine Kaufempfehlung verweigerte, reagierte Apple durch die Bereitstellung kostenloser Schutzhüllen.

Außerdem veröffentlichte Apple damals ein iOS-Update, das die Anzeige der Empfangsstärke des Gerätes veränderte – nicht aber den Empfang selbst verbesserte. Das macOS 10.12.2 zeigt wiederum nicht mehr eine Zeitangabe für die verbleibende Akkulaufzeit des MacBook, sondern nur noch eine Prozentangabe. Die Geschichte wiederholt sich gleich auf mehreren Ebenen.

Update: Apples Marketing-Chef Phil Schiller hat mit einem Tweet auf den Bericht reagiert. Die Beobachtungen von Consumer Reports entsprächen nicht Apples extensiven Tests und den Daten, die dem Unternehmen vorliegen. Man werde mit Consumer Reports zusammenarbeiten, um deren Akkutests zu verstehen.

Quelle: Consumer Reports via Mac Rumors

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