Macbook Pro mit 32 GB RAM: Intel sorgt für Verspätung

Holger Eilhard

Fans des MacBook Pro, die ihr Notebook gerne mit 32 GB RAM ausstatten würden, müssen möglicherweise noch bis 2019 warten. Schuld daran könnte Intels verspätete Vorstellung der dafür notwendigen „Cannon Lake“-Prozessoren sein.

Macbook Pro mit 32 GB RAM: Intel sorgt für Verspätung
Bildquelle: GIGA/Holger Eilhard.

Intel: Massenproduktion der „Cannon Lake“-Prozessoren erst nächstes Jahr

Im Rahmen der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen verkündete der Chip-Gigant, dass man sich weiterhin auf die Produktion der aktuellen Prozessoren, welche im 14-nm-Verfahren gefertigt werden, konzentrieren will. Zwar werde man erste Varianten der neuen Chips im 10-nm-Prozess noch in diesem Jahr ausliefern, die Massenfertigung erwartet man jedoch erst in 2019.

Grund für die Verzögerung ist laut CEO Brian Krzanich die geringe Ausbeute bei der Produktion der Prozessoren. Statt eine Massenproduktion zu erzwingen und dabei unnötig viele unbrauchbare Chips zu fertigen, will man das Verfahren zunächst optimieren.

Cannon Lake unterstützt stromsparende 32-GB-LPDDR4-Speicher

Cannon Lake ist Intels erste Chip-Generation, die im 10-nm-Verfahren gefertigt werden soll. Dieser Chip ist auch der Erste, welcher bis zu 32 GB des stromsparenden LPDDR4-Speichers unterstützt. Die aktuell verfügbaren Prozessoren müssten für einen Ausbau mit 32 GB RAM mit dem weniger effizienten DDR4-Speicher ausgestattet werden.

Apple hatte vor einiger Zeit erklärt, dass man das MacBook Pro auf 16 GB beschränkt habe, um die Akkulaufzeit zu maximieren. Es ist daher unwahrscheinlich, dass Apple jetzt noch ein neues MacBook Pro vorstellen wird, welches mit klassischem DDR4-Speicher ausgestattet ist. Stattdessen wird erwartet, dass Apple auf die neue Chip-Generation von Intel wartet, welche 32 GB RAM bei gleichzeitiger Nutzung der stromsparenden Speichermodule ermöglicht. KGI-Analyst Ming-Chi Kuo sagte im Januar voraus, dass Apple dennoch Abstriche bei der Akkulaufzeit in Kauf nehmen könnte.

Die kommenden MacBooks werden auch weiterhin über USB-C verfügen, folgendes Zubehör bietet sich daher für den tragbaren Begleiter an.

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Ein Update des MacBook Pro in den kommenden Monaten (und damit noch vor 2019) mit leistungsfähigeren Intel-Chips ist aber dennoch denkbar. So hatte Intel erst vor kurzem neue „Coffee Lake“-Prozessoren vorgestellt, die nun unter anderem mit sechs statt vier Kernen ausgestattet sind. Diese würden sich für das 15″ MacBook Pro eignen. Gleichzeitig gab es auch neue stromsparende CPUs, welche ins 13-Zoll-Modell passen und nun über vier statt bislang nur zwei Kerne verfügen.

Quelle: AppleInsider

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