MacBook Pro: „TB3 Enabler” schaltet inkompatible Thunderbolt-3-Geräte frei

Holger Eilhard

Mit der Vorstellung des neuen MacBook Pro führte Apple auch Thunderbolt 3 ein. Apples neuestes MacBook unterstützt jedoch nicht alle Geräte, die mit dem schnellen Interface ausgestattet sind. Ein Hack ändert dies jedoch.

Entwickler Tian Zhang hat sich dem Kompatibilitäts-Problem mit Thunderbolt 3 und dem neuen MacBook Pro angenommen. Bereits kurz nach der Vorstellung der neuen Notebooks wurde bekannt, dass Apples aktuelle Implementation nicht alle Thunderbolt-3-Geräte unterstützt.

Der Grund für diese Entscheidung ist aktuell weiterhin nicht klar. Möglicherweise handelt es sich nur um fehlende Zertifizierungen und nicht um technische Probleme der nicht unterstützten Geräte.

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Um sich der Software-Blockade in macOS Sierra 10.12.1 zu entledigen, hat Tian Zhang nun einen kleinen Patch mit dem passenden Namen „TB3 Enabler“ auf GitHub veröffentlicht. Die Schritte zur Installation sind dort zu finden. Wie bei derartigen Hacks üblich, solltet ihr euch sicher sein, was ihr macht und für den Fall der Fälle ein aktuelles Backup zur Hand haben.

Der Hack kommt leider nicht ohne Kompromisse. So muss etwa der Systemintegritätsschutz deaktiviert sein; auf einigen MacBook Pros ist dieser bereits ab Werk – aus bislang unbekannten Gründen – deaktiviert.

„TB3 Enabler“ ermöglicht Nutzung inkompatibler Thunderbolt-3-Geräte

9to5Mac hat den Hack in Verbindung mit einem Thunderbolt-3-Dock von StarTech ausprobiert, welches ohne den Hack am neuen MacBook Pro nicht genutzt werden konnte und lediglich als „nicht unterstützt“ ausgewiesen wurde. Das Dock ist entsprechend derzeit auch als „Windows only“ gekennzeichnet.

Nach der Freischaltung mit Hilfe des TB3 Enablers konnten die Kollegen das Dock jedoch auch an den neuen MacBook-Modellen nutzen. Lediglich die Stromversorgung des MacBooks durch das Dock war mit nur 15 Watt etwas schwachbrüstig.

Der Hack hat es laut 9to5Mac darüber hinaus einigen Anwendern ermöglicht, externe GPU-Lösungen, wie etwa das Razer Core und andere Erweiterungen, am MacBook Pro zu nutzen.

Für die meisten Nutzer dürfte dieser Hack unnötig sein. Diverse Hersteller, wie etwa Belkin oder OWC, haben bereits eigene Docks mit Thunderbolt-3-Anschluss angekündigt, die direkt ab Werk ohne Umwege mit den neuen MacBooks kompatibel sein werden.

Wer jedoch schon heute ein Dock oder andere nicht offiziell unterstützte Hardware am Thunderbolt-3-Port nutzen will, könnte mit dem „TB3 Enabler“ eine mögliche Lösung gefunden haben.

Quelle: 9to5Mac

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