Patentantrag für Mac beschreibt Gesichtserkennung im PowerNap-Modus

Florian Matthey

Nicht nur das iPhone 8, sondern auch zukünftige Macs könnten auf Gesichtserkennung als Methode zur Identifizierung des Benutzers setzen. Ein Apple-Patent beschreibt, wie das komfortabel und elegant funktionieren könnte.

Patentantrag für Mac beschreibt Gesichtserkennung im PowerNap-Modus

Das US-Patent- und -Markenamt hat einen Patentantrag veröffentlicht, den Apple erst im Februar diesen Jahres eingereicht hat. Apple beschreibt in diesem, wie die Kamera eines Macs zum Einsatz kommen könnte, um den Benutzer zu erkennen und so die Anmeldung zu automatisieren. Das ist an sich keine bahnbrechende Erfindung – interessant sind die Details der Umsetzung.

Apple beschreibt, wie der Rechner die Anmeldung aus dem Ruhezustand heraus realisieren könnte. Der Mac würde sich zunächst in einem „Halb-Ruhezustand“ befinden, also weiterhin einige Aufgaben erfüllen – wir kennen das seit Jahren als Mac-Feature „PowerNap“. In diesem Modus würde der Mac über die integrierte FaceTime-Kamera zunächst nur grob seine Umgebung beobachten. Erkennt er, dass ein Mensch aufs Display schaut, wechselt er in einen weniger stromsparenden Modus, um das Gesicht zu erkennen. Handelt es sich wiederum um das Gesicht einer Person, die auf dem Mac einen Benutzeraccount hat, wacht der Mac aus dem Ruhezustand auf.

Hierbei sind noch weitere Variationen möglich: Denkbar wäre zum Beispiel, dass der Mac erst in die tiefste PowerNap-„Schlafphase“ umschaltet, wenn sich der Benutzer für längere Zeit entfernt und nicht nur kurz im Zimmer umherläuft. Insgesamt soll das Feature letztendlich so weitgehend wie möglich automatisch funktionieren und dabei für so wenig Zeitverzögerung und so wenig Stromverbrauch wie möglich sorgen.

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Wie immer bei Apple-Patenten ist unklar, ob aus der Idee letztendlich ein fertiges Produkt wird. Sie passt allerdings sehr gut zu mehreren anderen Gerüchten um Apple: Denkbar wäre beispielsweise, neben der FaceTime-Kamera eine 3D-Umgebungssensor zu integrieren, wie Apple ihn angeblich fürs iPhone 8 plant – so ließe sich die Gesichtserkennung verbessern und gleichzeitig wohl auch der Stromverbrauch für das Feature verringern, da die Kamera nicht die ganze Zeit ein Bild erfassen müsste.

Außerdem soll für PowerNap-Features in Zukunft ein von Apple selbst entwickelter Chip auf ARM-Basis sorgen, der den Hauptprozessor diesbezüglich entlastet und so letztendlich den Stromverbrauch senkt. Bisher kommt ein ARM-Prozessor lediglich im MacBook Pro zum Einsatz, um die Touch Bar zu betreiben – und um die sichere Anmeldung mit Touch ID zu ermöglichen. In der abgeschirmten „Secure Enclave“ des Chips ließen sich auch die Daten zum Gesicht des Benutzers abspeichern.

Quelle: US-Patent- und -Markenamt via 9to5Mac

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