Phil Schiller: 32 GB RAM im MacBook Pro hätten negativen Einfluss auf Akkulaufzeiten

Holger Eilhard 4

Erneut hat sich Phil Schiller in einer Mail über das Design des neuen MacBook Pro geäußert und wiederholt, dass mehr als 16 GB RAM für kürzere Akkulaufzeiten gesorgt hätten.

Phil Schiller: 32 GB RAM im MacBook Pro hätten negativen Einfluss auf Akkulaufzeiten
Bildquelle: iFixit.

Bereits kurz nach der Vorstellung des neuen MacBook Pro – und der Kritik, dass das Gerät nur maximal 16 GB RAM unterstützt – meldete sich Phil Schiller zu Wort und sagte, dass man für eine Unterstützung von mehr als 16 GB ein anderes Speichersystem hätte einsetzen müssen. Dies sei nicht effizient genug für ein Notebook, so Schiller Ende Oktober.

Nun hat sich Apples Marketing-Chef erneut in einer Mail zu der Kritik geäußert. Diesmal war es eine Reaktion auf einen Artikel über das Speichersystem im MacBook Pro von Benedict Slaney.

Schiller sagte diesmal, dass Apple für die Unterstützung von 32 GB Hauptspeicher einen DDR-Speicher hätte einsetzen müssen, der mehr Strom verbraucht. Dies wäre gleichzeitig mit einem größeren Logicboard verbunden, welches für weniger Platz für die Akkus gesorgt hätte. Beide Faktoren, so Schiller, würden die Akkulaufzeiten verringern.

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Ein Blick auf Apples Speicherlösung im MacBook Pro

Slaney vergleicht in seinem Beitrag den im MacBook Pro eingesetzten LPDDR3E-Speicher („Low Power DDR3 Enhanced“) mit normalen DDR4-Speicher, der zum Beispiel in normalen Desktop-Maschinen genutzt wird. Intels CPUs, die im neuen MacBook Pro eingesetzt werden, unterstützen maximal 16 GB des stromsparenden DDR3-Speichers.

Der einzige Weg mehr als 16 GB Speicher in Kombination mit den aktuellen CPUs anzubieten, sei der Einsatz von herkömmlichen DDR4-Speicher.

Im normalen Einsatz verwendet LPDDR3E-Speicher rund 1,5 Watt, im Falle von DDR4-Speicher sind es 3-5 Watt. Dies entspricht laut Slaney 20-30 Prozent des Gesamtsystems beim Einsatz von DDR4 im Vergleich zu 10 Prozent, wenn der stromsparende Speicher verwendet wird.

Dazu kommt des Weiteren der Stromverbrauch, wenn ein System im Standby-Modus ist. Da die LPDDR-Speicher für den Einsatz in mobilen Geräten optimiert sind, besitzen diesen einen Stromsparmodus, der dafür sorgt, dass der Stromverbrauch bis zu 80 Prozent geringer ist als bei normalen DDR-Speicher.

Der Einsatz dieser stromsparender Speicher sorgt etwa dafür, dass Apple Standby-Zeiten von mehreren Wochen erreichen kann. Würde Apple herkömmlichen DDR-Speicher im MacBook Pro einsetzen, wären es weniger als sieben Tage.

Der vollständige Artikel von Slaney vergleicht des Weiteren auch die Akkulaufzeiten einiger Windows-Notebooks, deren Hersteller sich für den Einsatz von DDR4-Speicher entschieden haben.

Quelle: MacDaddy, via MacRumors

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