Touch Bar des MacBook Pro war nur der Anfang: Das hat Apple für die Tastatur in petto

Holger Eilhard 1

Mit der Vorstellung des neuen MacBook Pro hat Apple wohl auch versucht eines der größten Probleme der vergangenen Modelle zu beseitigen. Nun haben die Ingenieure einige weitere Ideen, um die Tastatur gegen ungewünschte Objekte zu schützen.

Touch Bar des MacBook Pro war nur der Anfang: Das hat Apple für die Tastatur in petto
Bildquelle: GIGA.

MacBook: Apples Touch-Tastatur bald auch im Notebook?

Was beim iPad und iPhone schon seit dem ersten Modell normal ist, könnte in Zukunft auch in Apples MacBooks zum Standard gehören: Eine Tastatur, die sich hinter Glas oder Plastik in Form einer Touch-Oberfläche präsentiert. In einem aktuellen Patentantrag vom 28. März 2018, welcher am 2. August veröffentlicht wurde, beschreibt Apple wie dieses funktionieren könnte.

Zunächst wird ein klassisches Notebook mit aufklappbaren Display und einer zweiteiligen „Basis“ beschrieben. Dies entspricht soweit beispielsweise noch einem aktuellen MacBook Pro. Der untere Teil besteht aus einer Oberschale, in dem die Tastatur untergebracht ist, und einem zweiten Teil, welcher das Gehäuse schließt.

In der Oberschale der neuen, derzeit noch fiktionalen Notebooks soll nun aber statt einer klassischen Tastatur eine Glasoberfläche untergebracht sein. Darunter ist ein Display angebracht, welches unter anderem eine Tastatur darstellen kann. Das Gerät erkennt, wie von Tablet oder Smartphone bekannt, wo die Touch-Eingaben des Nutzers stattgefunden haben.

Beim Druck einer der virtuellen Tasten, kann das System dank eines haptischen Feedbacks eine sich bewegende Taste vortäuschen. Dies kennen wir bereits vom iPhone 7, welches keine bewegliche Hometaste besaß, oder jüngeren MacBooks, deren Force-Touch-Trackpad ebenfalls fest im Gehäuse untergebracht ist und sich nicht bewegt. Man könnte sich die gesamte Idee auch wie eine drastisch erweiterte Touch Bar mit nun hinzugekommener Taptic Engine vorstellen.

So könnte ein MacBook mit vollständig virtueller Tastatur aussehen:

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Evolution des Apple MacBook Pro: Sehen wir 2018 das MacBook Touch?

Echte Tasten auf einer Touch-Oberfläche

Das Patent geht weiter und beschreibt auch eine Erweiterung für die Touch-Oberfläche für Zwecke in denen echte Tasten benötigt oder präferiert werden. So sieht Apple ein Zubehörteil vor, welches eine echte Tastatur nachahmt und auf die Glasoberfläche gelegt werden kann. Damit würde der Anwender eine herkömmliche Tastatur mit dem dazugehörigen Tippgefühl erhalten. Eine Variante von diesem Zubehör könnte aus einem flexiblen Stoff bestehen und somit äußerst flach sein.

Ein Vorteil dieser vollständig virtuellen Tastaturen ist neben der wegfallenden Mechanik, welche in der Vergangenheit für Probleme beim MacBook und MacBook Pro sorgte, eine weitreichende Anpassbarkeit der Tastatur. Da es sich um ein Display unter der Glas- oder Plastikoberfläche handelt, kann jedes beliebige Tastaturlayout in allen erdenklichen Sprachen dargestellt werden. Damit könnte Apple schon bei der Produktion Geld sparen, da keine unterschiedlichen Modelle mit verschiedenen Tastaturen angeboten und produziert werden müssen.

Gleichzeitig könnten Apps speziell angepasste „Tastaturen“ mitbringen. So könnten beispielsweise in Photoshop nicht nur die altbekannten Tasten, sondern auch Symbole oder — je nach aktiver Option — virtuelle Schieberegler oder andere Funktionen direkt unter den Fingern angezeigt werden.

Wie bei derartigen Patenten üblich müssen diese Technologien nicht wirklich in der kommenden Hardware zum Einsatz kommen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass Apple ein virtuelles Keyboard beschreibt, welches im Mac eingesetzt werden könnte.

Quelle: US-Patentamt via iDownloadblog.com

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