Wer mit dem Kauf eines MacBook Pro liebäugelt und in diesen Tagen etwas über Benchmarks eines neuen Modells liest, sollte mit der Vorfreude vorsichtig sein: Das in Datenbanken aufgetauchte neue Gerät ist wahrscheinlich nur ein „Hackintosh“.

 

MacBook Pro mit 13-Zoll Retina-Display

Facts 

In diesem Monat sind Geekbench-3-Benchmark-Ergebnisse eines bisher unbekannten Gerätes bei PrimateLabs aufgetaucht – sowohl das erste als auch das zweite Ergebnis stammen vom 14. Januar. Das Gerät arbeitet mit einem Intel Core-i7-6567U-Chip mit 3,3 Gigahertz und OS X 10.11.3. Dieser neue Intel-Prozessor der Generation „Skylake“ kommt bisher in noch keinem Mac zum Einsatz; er wäre aber ein geeigneter Kandidat für ein neues Modell des 13-Zoll-MacBook Pro.

Mac Rumors nennt aber einige Faktoren, die tatsächlich darauf hinweisen, dass es sich wohl eher nicht um ein neues MacBook handelt. So passe die Build-Nummer des Betriebssystems – 15W4314 – nicht zu Builds, die Apple für neue Modelle verwendet oder zu irgendeiner anderen Build-Reihe. Denkbar ist aber natürlich, dass Apple für eigene Tests von seinem eigenen Bezeichnungssystem abweicht.

Hinzu kommen aber weitere Faktoren: Die Rechner-Bezeichnung SKLCRB1,1 passt ebenfalls nicht zu Apples Gerätebezeichnungen. Der Arbeitsspeicher – 1600 Megahertz DDR3 – passe in Sachen Geschwindigkeit nicht zu den MacBooks. Vor allem beträgt er aber 6 Gigabyte, was sehr ungewöhnlich wäre – Apple bietet für seine Rechner in der Regel 4, 8 und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, also jeweils eine Verdopplung, jedoch nie 6 oder 10. Die günstigste Ausführung des aktuellen 13-Zoll-MacBook Pro arbeitet mit 8 Gigabyte RAM; es erscheint sehr unwahrscheinlich, dass Apple diesen Wert wieder verringern würde.

Letztendlich passt auch das Benchmark-Ergebnis nicht ins Bild: Mit rund 2500 und 4500 Punkten ist der Rechner im Single- und Multi-Core-Test langsamer als das aktuelle Core-i7-13-Zoll-MacBook Pro.

Die wahrscheinlichste Erklärung für all diese Punkte ist, dass es sich um einen Rechner handelt, der nicht von Apple stammt, auf dem eine Person aber OS X installiert hat – also ein so genannter „Hackintosh“. Auf konkrete Hinweise zu neuen MacBook-Pro-Modellen werden wir also wohl noch etwas waten müssen.