MacBook mit verklebtem Akku: Apple hat endlich genug Ersatzteile

Thomas Konrad 2

Seit rund einem Jahr mussten sich Kunden gedulden, wenn sie die Batterie ihres MacBook Pros mit 15 Zoll bei Apple tauschen lassen wollten. Für die Geräte aus den Jahren 2012 und 2013 gab es dafür einen kostenlosen Austausch – das ändert sich nun.

MacBook mit verklebtem Akku: Apple hat endlich genug Ersatzteile
Bildquelle: iFixit.

MacBook Pro (2012/2013): Ersatzteile sind vorrätig

Apple hat nun genügend Ersatzteile auf Lager, um den Batterietausch bei 15-Zoll-MacBook-Pros ohne Verzögerungen durchführen zu können. Darüber hat der Hersteller nun Apple Stores und andere Servicepartner informiert. Bei Geräten, die Mitte 2012 und Anfang 2013 auf den Markt kamen, mussten Kunden zuletzt längere Wartezeiten hinnehmen.

Beim Batterietausch dieser Modelle tauscht Apple das so genannte „Topcase“, also die gesamte Oberseite, in der Tastatur und Trackpad verbaut sind. Der Grund: An der Unterseite dieses Gehäuseteils sind die einzelnen Module der Batterie angebracht – sie sind fest mit dem Deckel verklebt.

In den letzten Jahren hat sich beim MacBook Pro viel getan. Eines der aktuelleren Modelle mit Touch Bar haben wir hier getestet:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Akkutausch beim MacBoo Pro: Ohne Wartezeit, mit Gebühr

Apple hatte Servicepartner im März 2017 erstmals über den Ersatzteile-Engpass informiert. Ein gutes hatte die Wartezeit für Kunden jedoch: Apple übernahm die gesamten Kosten des Austauschs, wenn ein Kunde warten wollte. Die Kosten für den Batterietausch außerhalb der Garantie betragen hierzulande 209 Euro.

In manchen Fällen tauschte Apple das ältere MacBook Pro aus dem Jahr 2012 oder 2013 gegen ein neueres Modell. Manche Kunden bekamen so im Tausch für ihr knapp fünf Jahre altes Notebook ein brandneues Modell mit Touch Bar – kein schlechter Deal.

Über beinahe Jahre zwischen 2008 und 2016  hatte das klassische Unibody-Design der MacBook Pros bei Apple bestand. Lediglich dünner wurden die Geräte mit der Zeit, bekamen mehr SSD-Optionen, Retina-Bildschirme, größere Trackpads und verloren das optische Laufwerk. Zugleich stieg die Komplexität der Konstruktion. Die Batterie wurde modularer und konnte so nicht mehr durch den Nutzer ausgetauscht werden. Was die Reparatur erschwert, verlängerte immerhin die Akkulaufzeit. 2016 sattelte Apple auf ein neues Design um, setzt seither auf USB-C und dünnere – wenn auch umstrittene – Tastaturen.

Quelle: Macrumors

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