Touch ID, Solarenergie und mehr: Wir bauen uns ein Wunsch-MacBook-Pro

Flavio Trillo

Akkulaufzeit des MacBook Pro 2016? Bis zu 15 Stunden sind kein Problem, dank Solarzellen im Apple-Notebook. Das zweite Display auf dem „Deckel“ — für Statusmeldungen und E-Mails. Statt einer Tastatur nur eine transparente Touch-Oberfläche. Eine MacBook-Utopie.

Einen Blick in die geheime Welt der Apple-Prototypen — das hätten wir wohl alle gern. Wie durch ein Schlüsselloch schauen wir mithilfe von Apples Patentanmeldungen auf kleine Ausschnitte aus den Geheimlabors von Jony Ive und Co.

Dabei erhaschen wir immer nur Fragmente dessen, was an tatsächlichen Versuchsgeräten und neuen Technologien ausprobiert wird. Apple veröffentlich gerade so viel, wie nötig, um die eigenen Ideen zu schützen — gerade so wenig wie möglich, um der Konkurrenz keinen Vorteil zu gewähren.

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Das MacBook Pro der Zukunft: Dynamisch, biegsam und solarbetrieben

So kann man sich ein mögliches MacBook Pro der Zukunft zusammenspinnen. Basierend auf Patentanträgen aus Cupertino ergibt sich folgende Utopie:

Das MacBook Pro der Zukunft braucht keinen großen, schweren Akku mehr. Es zieht einen Löwenanteil der benötigten Energie aus einem hocheffizienten Solarpanel im Displaydeckel. Zu dem Apple-Logo gesellen sich Solarzellen. Dank elektrochromischer Glasoberfläche sind sie jedoch nicht immer sichtbar. Auf Kommando durch elektrischen Impuls verfärben sich Kristalle und werden transparent oder lichtundurchlässig.

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Daneben ein zusätzliches Display. Hier lesen wir wichtige Mitteilungen aus dem Benachrichtigungszentrum ab, ohne das MacBook dafür öffnen zu müssen. Multimedia-Playback wird über ein kleines Touch-Panel gesteuert — hierüber lenken wir aber auch Keynote-Präsentationen oder Time-Machine-Backups.

Vom iPhone (und mittlerweile auch dem iPad) übernommen, kommt auch das MacBook Pro in den Genuss von Touch ID. Ein Fingerabdrucksensor befindet sich außen am Gehäuse. Der Deckel ist schon recht voll, doch dank cleveren Designs verbirgt er sich direkt an der Kante. Dort, wo man ihn ohnehin anfasst, um das Display aufzuklappen.

Innen: Selbstverständlich ein Touchscreen. Er basiert auf der Technologie, die seit Jahren auch im iPad verwendet wird. Hochauflösendes Retina-Display mit Zehn-Finger-Toucheingabe. Natürlich darf auch eine Tastatur nicht fehlen.

Statt der antiquierten, statischen Keyboards verfügt das MacBook Pro 2016 aber über eine transparente Glas-Fläche mit integrierten kapazitiven Berührungssensoren. Ein durchsichtiges Touchpad sozusagen. Damit das Tippen leichter von der Hand geht, können an beliebigen Stellen erhabene Tasten erzeugt werden.

Je nach Anwendung erscheinen sie an verschiedenen Stellen und können so beliebige Keyboard-Konfigurationen abbilden. Hierzu hat Apple übrigens das Unternehmen Tactus und seine Patente gekauft, bevor ein anderer Hersteller sich die Technologie unter den Nagel reißen konnte.

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Das Gehäuse des MacBook Pro 2016 besteht komplett aus Aluminium, wie aktuelle Modelle. Allerdings wurde dieses Material mit präzisen Lasern auf so geniale Weise eingeschnitten und miteinander verwoben, dass es flexibel ist. Keine Scharniere mehr, nur noch ein durchgehendes, biegsames Gehäuse.

Auf die gleiche Weise werden übrigens auch äußerst stabile iPhone-Kopfhörer und iPad-Cover hergestellt.

Es handelt sich hierbei selbstverständlich nur um eine Vermutung, eine mögliche Vorhersage. Vermutlich wird sie ganz genau so nicht eintreffen, vielleicht völlig anders. Betrachtet man aber Apples Patentanträge aus der jüngeren Vergangenheit, ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine oder mehrere der hier beschriebenen Technologien einmal ihren Weg in das MacBook Pro der Zukunft finden.

Bis dahin müssen wir mit Vorlieb nehmen.

(via patentlyapple, appleinsider)

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