Wegen Grafikprobleme in MacBook Pro: Zweite Sammelklage soll Druck erhöhen

Julien Bremer 14

Der Grafikchip des 2011er MacBook Pro weist bei zahlreichen Nutzern Fehler auf. In den USA wurde bereits eine Sammelklage gegen den Konzern eingereicht. Nun soll eine zweite Klage aus Kanada folgen. Apple verweigert weiterhin jede Aussage zu diesem Fall.

Wegen Grafikprobleme in MacBook Pro: Zweite Sammelklage soll Druck erhöhen

Wir berichteten bereits vor einiger Zeit über die Sammelklage in den USA. Grund dafür ist ein Problem mit der AMD-Grafikkarte in den MacBook-Pro-Modellen aus dem Jahr 2011. Der Fehler führt dazu, dass der Bildschirm einfriert oder verzerrt dargestellt wird, bzw. Artefakte aufweist. In den USA haben bereits über 20.000 Nutzer eine Petition unterschrieben, in der Apple aufgefordert wird, sich an den Reparaturkosten zu beteiligen oder ein Austauschprogramm anzubieten.

Aufgrund der Häufigkeit des Problems (auch der entsprechende Foreneintrag bei Apple hat über 10.000 Antworten) geht man von einem Produktionsfehler aus. Der Grund für den Fehler läge in dem Fall also beim Hersteller.

Eine zweite Sammelklage in Kanada (via 9to5mac) mit ähnlichem Ziel soll den Druck auf das Unternehmen nun erhöhen. Auch hier heißt es in der Begründung, dass den Nutzern nichts anderes übrig blieb, als die Reparaturkosten in Höhe von bis zu 600 US-Dollar zu tragen, obwohl der Fehler in der Produktion lag. Man fordert hier einen Ersatz von Apple für die Kosten.

Doch Apple nahm bislang keine Stellung zu dem Vorfall. Weder auf das Grafikkarten-Problem, noch auf die Sammelklage gab es eine Aussage aus Cupertino. Bei der Häufigkeit des Problems hätte man die Sorgen der Nutzer wenigstens ernst nehmen und einer Prüfung unterziehen können. Interessant wird es, wie Apple reagiert, wenn die Gerichte die Schuldigkeit tatsächlich bei Apple sehen. Dann wäre das Unternehmen in der Pflicht, dazu Stellung zu nehmen.

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