Intel ändert Upgrade-Strategie: Welche Auswirkungen hat das auf Macs?

Florian Matthey 5

Apple ist bei der Frequenz, in der neue Macs erscheinen können, stark von Intel abhängig. Jetzt hat Intel seine Upgrade-Strategie verändert: Künftig wird das Unternehmen nicht mehr alle zwei Jahre eine Verkleinerung der Architektur vornehmen.

Intel ändert Upgrade-Strategie: Welche Auswirkungen hat das auf Macs?

Von einigen Mac-Modellen gibt es seit Jahren keine nennenswerten Updates – und selbst bei MacBooks sind neue Modelle eigentlich überfällig, da Intels jüngste Prozessorgeneration „Skylake“ bereit steht. Dass es nicht mehr so häufig neue Macs mit nennenswerten Prozessor-Upgrades wie früher gibt, liegt allerdings auch an Intels Problemen, regelmäßig leistungsfähigere Prozessoren herstellen zu können: Die „Skylake“-Chips hatten sich Ende letzten Jahres verzögert, und auch die nächste Generation „Kaby Lake“ wird anders als ursprünglich geplant erst ab der zweiten Jahreshälfte 2016 verfügbar sein.

Im letzten Jahrzehnt hatte Intel auf die „Tick-Tock“-Strategie gesetzt: In jedem zweiten Jahr verkleinerte das Unternehmen die Chip-Architektur, in den anderen Jahren erschien dann immer eine Optimierung der Chips bei gleichbleibender Größe der Fertigungsmethode. Mit der „Tick-Stock“-Strategie ist es jetzt allerdings offiziell vorbei, wie Intel in seinem jüngsten Jahresbericht für Aktionäre (via Mac Rumors) verkündet.

Nach Broadwell und Skylake wird my Kaby Lake eine dritte Prozessorgeneration mit 14-Nanometer-Fertigungsmethode erscheinen. Erst danach wird es einen 10-Nanometer-Chip geben. Intel will sich dann in den nächsten Jahren auf „Prozessarchitekturoptimierung“ konzentrieren, also 14- und 10-Nanometer-Chips verbessern, um bei einer jährlichen Veröffentlichung neuer Prozessorgenerationen zu bleiben.

Von daher könnte Apple auch in Zukunft jährlich zumindest einige neue Mac-Modelle veröffentlichen – wobei die Leistungsschritte zwischen den einzelnen Generationen noch kleiner ausfallen könnten, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Der Grund für Intels Strategieänderung liegt schlicht im Bereich der Physik: Mit 10-Nanometer-Architekturen nähern sich Chip-Hersteller langsam einen Bereich, in dem noch kleinere Konstruktionen mit Silizium kaum noch möglich sind. Das „Mooresche Gesetz“ gilt daher nicht mehr.

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