Mit dem neuen MacBook in der Zwickmühle: Kaufentscheidung Version 2.0 (Kommentar)

Sven Kaulfuss 78

Am Tag der Vorstellung verkündete ich lauthals: Ja, ich kauf mir das neue MacBook – Ehrensache! Wenige Tage vor dem Verkaufsstart bin ich mir nun doch nicht mehr so sicher und hadere mit meiner (vorschnellen?) Entscheidung. Nicht nur mir geht’s derzeit so.

Mit dem neuen MacBook in der Zwickmühle: Kaufentscheidung Version 2.0 (Kommentar)
Bildquelle: Confused… von shutterstock.

Denk ich ans MacBook in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Diese leicht veränderte Textzeile aus Heines Nachtgedanken trifft es auf den Punkt, gleichwohl dem Dichter und Denker im Jahre 1844 ganz andere Sorgen plagten, als denn meine Wenigkeit im Jahr 2015. In meinem Artikel vom 9. März schien die Kaufentscheidung schon gefallen. Das neue MacBook mit 12-Zoll-Retina-Display ersetzt mein bisheriges MacBook Air (Modellreihe 2011). Kleiner, leichter und wunderschön – der perfekte mobile Rechner für einen vielreisenden Redakteur. Etwaige „Anschlussprobleme“ (USB 3.1 Typ-C) sind für mich weniger tragisch.

MacBook: Auf dem Leistungsstand von 2011?

Doch aktuell quälen mich Zweifel. So durften wir in den letzten Tagen aufgrund verlässlicher Benchmarks erfahren: Das neue MacBook bewegt sich leistungstechnisch auf dem Niveau meines jetzigen MacBook Airs aus dem Jahre 2011 – der Teufelskreis schließt sich. Zugegeben, unbeachtet bleibt dabei wohl der doppelte Arbeitsspeicher, der schnellere Flash-Speicher und die bessere Grafik. Alle diese Komponenten dürften die Gesamtperformance dann doch etwas erhöhen – aber eben nur etwas.

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MacBook vs. MacBook Pro Retina: Die Fakten

Der Preisvorteil gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten MacBook Pro mit Retina Display (13 Zoll, 8 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher) verfliegt. Letzteres gibt’s beispielsweise aktuell schon für 1.499 Euro (z.B. mit Gutscheincode bei MacTrade, siehe hierzu unseren Deal-Artikel). Das neue MacBook kostet mindestens 1.449 Euro (). Sicherlich, auch diese Preise werden in den nächsten Wochen bei Händlern noch fallen. Dennoch: Ist ein MacBook mit Retina Display (13 Zoll) nicht doch der bessere Rechner für mich?

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Die harten Fakten bejahen dies. Das MacBook mit Retina Display hat den schnelleren Prozessor, das leicht größere Display, die bessere Grafik, besitzt gleichfalls das neue Trackpad mit Force Touch und kostet nur wenig mehr als der neue Schönling. Bringt dafür aber auch ein reichliches halbes Kilogramm mehr auf die Waage. Des Weiteren muss das Retina-Modell auf USB-C noch verzichten, erhält es frühestens in der nächsten Revision im Herbst, spätestens aber wohl im nächsten Jahr. Dafür gibt’s Thunderbolt 2 – geschenkt, hierfür hatte und habe ich keine Verwendung.

Kurzum: Willkommen in der Zwickmühle!

Der Verstand und der kleine BWLer in mir diktiert das praktische MacBook Pro ins Pflichtenheft. Der Schöngeist hingegen strebt zum „MacBook-Coupe“ – schaut super aus, bietet aber weniger Leistung fürs Geld.

Hilferuf: Wie würden sich unsere Leser entscheiden?

Ich bin mir sicher: Nicht wenige Leser hegen derzeit ähnliche Gedanken. Wohin nur mit dem hart Erspartem? Apple dürfte es so oder so erfreuen, solange man nur dem Macintosh an sich treu bleibt. Dennoch: Welches Modell würdet ihr jetzt den Vorzug geben? Dem kleinen MacBook oder dem MacBook Pro mit Retina Display? Ich schlafe derweil noch einige Nächte drüber und werde mich erst mal NICHT am Freitag in die Schlange vor dem Apple Store stellen.

Danke einstweilen für eure Gedanken.

Quiz: Bist du ein Mac-Kenner?

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