Neues MacBook: Durchgeknallt und auf Erfolg getrimmt (Kommentar)

Sven Kaulfuss 96

Apple Watch? Vergesst das Item der „Fashion Victims“. Das neue MacBook hingegen entzückt. Ist zwar auch „nur“ ein Spielzeug für manch todernste Zeitgenossen, für mich jedoch das eigentliche Highlight, Garant der Zukunft und mein zukünftiger Arbeitsrechner.

Neues MacBook: Durchgeknallt und auf Erfolg getrimmt (Kommentar)

Chapeau! Apple hat Eier, güldene sogar, wenn wir genau sein wollen. Mit dem neuen MacBook trauen sich die Jungs und Mädels etwas, zelebrieren den legendären unkonventionellen Apple-Geist. Und doch wird der neue Mobilrechner bei vielen Mac-Nutzern für schlaflose Nächte sorgen. Kaufen oder lieber im Apple Store stehen lassen? Fassen wir zunächst die Fakten zusammen.

Apple MacBook 2015.

Die Vorteile des neuen MacBooks:

  • Neuartiges Retina Display im extremen Formfaktor (kleiner und leichter als das MacBook Air).
  • Kein Lüfter, absolut geräuschlos.
  • Bessere Tastatur und revolutionäres, drucksensitives Trackpad.
  • Farbwahl passend zu iPhone und iPad (Silber, Spacegrau und Gold).
  • Trotz der geringen Größe sehr gute Akku-Leistung (bis zu 10 Stunden).

Die Nachteile des neuen MacBooks:

  • Nur ein einziger USB-Anschluss (USB 3.1 Typ-C) für alle Anschlussarten (Strom, USB, Monitor) = jede Menge neuer Adapter.
  • Kein Thunderbolt mehr.
  • Beschränkung auf 8 GB Arbeitsspeicher (fest verlötet).
  • Teurer als MacBook Air, preisgleich (Einstiegsmodell) zum MacBook Pro mit Retina Display (13 Zoll), jedoch mit mehr Speicher (MacBook = 256 GB, MacBook Pro Retina = 128 GB)
  • FaceTime-Kamera mit geringer Auflösung (480p).
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Veraltete iPads, Macs und Co: 8 Apple-Produkte, die man besser nicht kaufen sollte.

USB-C: Minimalismus in seiner radikalen Art

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Der Verzicht auf Thunderbolt und die Beschränkung auf einen einzigen USB-3.1-Anschluss (Typ-C) sind für nicht wenige Skeptiker ein eindeutiges K.O.-Kriterium für das neue MacBook. So eindeutig? Nicht wirklich. Thunderbolt habe ich – wie wohl auch die überwiegende Mehrzahl der Mac-Nutzer – bis heute nicht genutzt. Zugegeben, das verdiente Nischendasein der Universalschnittstelle ist nicht zuletzt auch einer falschen Produkt- und Lizenzpolitik Apples zuzuschreiben. Fakt ist aber: Der überwiegende Teil der „normalen“ Anwender nutzt Thunderbolt allein für den Anschluss eines Monitors. Dies kann aber auch USB-C, denn DisplayPort ist integriert – kurioserweise im neue MacBook allerdings nur die Version 1.2. Meint, 4K-Displays können angeschlossen werden, 5K-Monitore jedoch noch nicht. Geschenkt.

Zubehörhersteller reiben sich schon mal die Hände, auch Apple bietet demnächst drei Adpater an. Zukünftig wird es sicherlich noch weitere, preisgünstigere Lösungen geben, Hubs inklusive. Diese gewährleisten dann ähnlich wie die größeren Adpater von Apple das gleichzeitige Laden des Rechners und den Anschluss weiterer Peripheriegeräte. Kurzum: Im Gegensatz zu Thunderbolt ist USB 3.1 eine echte „Massentechnologie“ – sprich günstiger und mit größeren Erfolgschancen gesegnet.

Kaufentscheidung zum neuen MacBook: Mein persönliches Déjà-vu

Bezüglich meiner persönlichen Kaufentscheidung fühle ich mich aktuell an das Jahr 2011 erinnert. Damals galt es sich zwischen einem MacBook Air und dem MacBook Pro mit SuperDrive (beide 13 Zoll) zu entscheiden. Die Vernunft ermahnte den Erwerb des Pro-Modells, schließlich günstig aufzurüsten. Am Ende wurde es dann doch das Air. Die Gründe? Das bessere, weil höher auflösende Display und das weitaus geringere Gewicht. Schließlich bewege ich mich ständig zwischen Deutschland und meiner Wahlheimat Antwerpen – Ballast gilt es zu vermeiden.

macbook_box

Ähnlich jetzt: Das MacBook Air scheidet aus, zu gering mittlerweile die Displayauflösung. Daher heißt der Entscheidungskampf: MacBook vs. MacBook Pro mit Retina Display. Letzteres kostet mich ausstattungsbereinigt (jeweils mit 256 GB Flashspeicher) sogar 200 Euro mehr, als das kleinste neue MacBook. Auf die zusätzlichen Schnittstellen kann ich getrost verzichten. Dafür erhalte ich jedoch einen ultramobilen und geräuschlosen Rechner – selbst die Wunschfarbe kann ich mir auswählen. Als Schreiberling gehöre ich auch nicht zu den Power-Usern. Ergo: Apple hat wohl heute meinen neuen Arbeitsrechner vorgestellt – Danke! Einziger Wermutstropfen: Der währungsbedingte Preisanstieg, „Danke“ Euro!

Apple MacBook im Apple Store *

MacBook: Kabellos in die Zukunft

Die Quintessenz: Wie viel MacBook brauchen wir wirklich? Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, dürften nicht wenige mit dem neuen MacBook gut auskommen. Der Trend zu kabellosen Verbindungen und Speichersystemen setzt sich halt konsequent fort. Selten wurde dies so veranschaulicht wie bei diesem, neuen Mobilrechner von Apple.

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Aktueller Stand unserer Umfrage: Fast 70 Prozent konnte die Vorstellung des neuen MacBooks überzeugen.

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